Verlässt Robben den FC Bayern?

Viele sehen die Vertragsverlängerung Robbens nur noch als Formsache. Doch jetzt, da Robben auf der Bank sitzt und das Team ohne ihn fast besser spielt, kommen evtl. einige Verantwortliche bei Bayern ins grübeln, ob man sich die sowohl teure als auch verletzungsanfällige Diva überhaupt noch leisten will. Und auch Robben selbst überlegt, was für ihn das Beste ist.

„Arjen ist ein schwieriger Typ. Er ist einer, der kein Verständnis hat, wenn er nicht spielt. Er kann damit nicht leben und hat damit unglaubliche Probleme“, meinte Bernd Schuster. Bei Real Madrid hat er Robben ein Jahr lang trainiert. Schuster weiter: „Er fühlt sich als der wichtigste Spieler in der Mannschaft und meint, dass er immer spielen muss. Das ist für den Trainer natürlich ein Problem, weil er auch jemand ist, der dir die Pistole auf die Brust setzt und sagt: ‚Trainer, was ist los? Ich muss spielen!'“

Auch Beckenbauer, der Ehrenpräsident des FCBs wollte sich nicht mehr zurückhalten: „Er ist ein Egoist wie viele andere auch.“ Und er kam richtig in Fahrt: „Allein die Reaktion, wenn er mal eine gute Szene hat oder ein Tor schießt: Er rennt er nicht zu dem, der ihm die Vorlage gegeben hat, wie das höflichkeitshalber normalerweise der Fall sein sollte, sondern zu seinen Familienmitgliedern auf die Tribüne und grüßt die. So lässt er die Mannschaft hinter sich herlaufen.“ Als Fazit sagte Beckenbauer: „Das sind gefährliche Entwicklungen.“

Auch Robben ist sich noch nicht sicher, ob er wirklich verlängern wird: “Ich habe in meiner Karriere schon ein paar Mal die Erfahrung gemacht, dass es manchmal auch ganz schnell gehen kann, und du bist woanders, ganz unabhängig von der Vertragssituation.“ Neuzugang Xerdan Shaqiri vom FC Basel könnte schon der Ersatz für Robben sein.

Hertha setzt Trainer Skibbe vor die Tür

Nachdem letzten Samstag das fünfte Spiel in Reihe verloren wurde – und das auch noch mit einem äußerst blamablen Ergebnis von 0:5 gegen den VfB Stuttgart – hat das Management des Teams nun einen Schlussstrich gezogen und Trainer Michael Skibbe nach nur zwei Monaten wieder entlassen.

Der einst erfolgreiche Fußballspieler, dessen Karriere nach zwei Kreuzbandrissen früh beendet worden war, arbeitete unter anderem als Trainer für Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt, Galatasaray Istanbul und zuletzt beim türkischen Eskişehirspor, den er im Dezember erst verlassen hatte. Somit war dies sogar die schnellste Cheftrainer-Entlassung der deutschen Bundesligageschichte.

Der Hertha BSC, die nun dringend einen neuen Trainer braucht, droht der Abstieg in die 2. Bundesliga. Internen Quellen nach, soll zunächst eine Zwischenlösung durch Interne Mitarbeiter gefunden werden. Manager Michael Preetz schlug hierfür zunächst die Nachwuchstrainer Tretschok und Covic vor, die vorübergehend die Mannschaft leiten sollen.

Am frühen Morgen hatten sich rund 200 Hertha BSC Fans gewaltsamen Zutritt zum Trainingsgelände der Profis verschafft und diese wüst beschimpft. Team-Kapitän Mijatovic zeigte viel Verständnis für die Aufregung und Sorge der Fans und beschloss einige Gesprächsrunden mit diesen einlegen zu lassen. Die wütenden Fans, die sich am frühen morgen zunächst an einem Bahnhof versammelt hatten, waren dabei auch mit Medienvertretern in Konfrontation geraten.

Michael Pretz ist nun seit 2009 für sportliche Angelegenheiten bei Hertha verantwortlich. Er gab zu sich schwer für die jetzige Lage der Mannschaft verantwortlich zu fühlen und auch schnell handeln zu müssen. Die Entlassung Skibbes, ist somit schon die sechste Entlassung der laufenden Bundesligasaison.

Pokal-Aus: Kommt heute Babbel für Stani?

Die deutsche Boulevardpresse spekuliert schon heftig: Stanislawskis Zeit bei 1899 Hoffenheim scheint nun endgültig abgelaufen zu sein. Dietmar Hopp ist ein Mann, der harte Entscheidungen treffen kann und nun wird es wohl Stani treffen. Zu wenig hat man gesehen von Hoffenheim in der Rückrunde – im Pokal wurde nun ein Tief erreicht. Markus Babbel hingegen könnte schon am Samstag gegen Bremen auf der Hoffenheimer Bank sitzen.

Am Mittwochabend Im Pokal-Spiel gegen Fürth hat Schiri Fritz Compper, dem Abwehrchef von 1899 Hoffenheim die Rote Karte gegeben – was vermutlich viele Schiris nicht so gesehen hätten. Danach hat Hoffe mit 0:1 verloren. Sicher ist, dass sowohl Mannschaft und auch die 1899-Fans hinter dem Kult-Coach, der erst zu dieser Saison zu Hoffenheim gekommen ist, stehen. Man konnte sehen, wie das Team auch mit 10 Mann sich gegen die Niederlage gekämpft hat – die Fans sangen für “Stani”.

Aber Mäzen Dietmar Hopp (71) hat sich schon ein paar Tage vor dem Spiel unzufrieden erklärt: „Ich sehe keine Linie im Spiel der Mannschaft, es ist keine Entwicklung zu erkennen. Ich bin in großer Sorge.“ Und wie schon beim Runterfahren des Etats – in den letzten Monaten wurden viele Leistungsträger verkauft – wird sich Hopp sicher auch hier durchsetzen, wenn er das für die richtige Entscheidung hält.

Babbel ist auf jeden Fall frei. Was dafür spricht, ist, dass Hopp und Beckenbauer, der sicher auch einen guten Draht zu Babbel hat, gute Golf-Kollegen sind und der Spieler sich sicher vermitteln ließe. Auch kommt Babbel aus privaten Gründen immer wieder gerne nach München und da ist es von Hoffenheim nicht ganz so weit wie von Berlin.

DFB-Pokal: Bayern Souvereign, Gladbach in der Nachspielzeit weiter, Hoffe raus

Während der BVB bereits am Dienstag gegen Kiel klar mit 4:0 in die nächste Runde einzog, wurde es in den Mittwochspielen erwartungsgemäß etwas spannender. Im Süd-Schlager behielt der FC Bayern die Oberhand, Hertha kämpfte sich im Spiel gegen Gladbach bis in die Nachspielzeit, musste sich dann aber, auch wegen einer Schiri-Fehlentscheidung mit 0:2 geschlagen geben und Hoffenheim scheiterte mit 10 Mann gegen Greuther Fürth.

Auch diese Runde gab es wieder eine Überraschung im DFB-Pokal: Die SpVgg Greuther Fürth hat sich bei Bundesligist 1899 Hoffenheim mit 1:0 durchgesetzt und ist damit erstmals ins Halbfinale des DFB-Pokals eingezogen. Nachdem Schmidtgal den Ball von der Fürther Torlinie geschossen hat, gab es plötzlich eine Rudelbildung – anschließend wurde der Hoffenheimer Compper vom Platz gestellt. Fürth konnte die Überzahl ausnutzen und das 1:0 noch vor der Pause erzielen. 1899 kämpfte und drückte in der 2. Halbzeit, doch es blieb bei dem Ergebnis.

Die Hertha hatte vor der Pause gegen eine recht defensiv eingestellte Borussia mehr vom Spiel und mehr Chancen. Doch auch nach 90 Minuten fiel kein Tor und es ging in die Verlängerung. Nachdem im Berliner Strafraum Hubnik und de Camargo aneinandergeraten sind, gab es – wohl zu Unrecht Rot für Hubnik und Elfmeter für die Borussen. Die „Fohlen“ machten dann das erste Tor und ein wenig später machte Oscar Wendt alles klar.

Der VfB war zu harmlos für den FCB, der die Partie klar dominierte. Dies ohne Robben, der auf der Bank saß und Schweinsteiger, der früh verletzt raus musste. Nach einer halben Stunde konnte Ribery nach Pass von Müller die Führung erzielen. Kurz nach der Pause machte Gomez das 2:0. Danach war der VfB einfach nicht überzeugend genug, um noch Bayern in Verlegenheit zu bringen.

Lewandowski und Kagawa schießen Störche schon in ersten 20 Minuten ab

Für den Pokalschreck Holstein Kiel war im Viertelfinale Schluss. Auf dem wegen der Minusgrade hart gefrorenen Rasen fackelte Borussia Dortmund gegen den Nord-Regionalligisten nicht lange. Gleich die ersten zwei Torchancen konnten durch Robert Lewandowski (11.) und Shinji Kagawa (18.) zu einer 2:0-Führung genutzt werden. Nach einem klaren 4:0 Sieg zog der deutsche Meister und Bundesliga-Tabellenführer erstmals seit vier Jahren wieder ins Halbfinale des DFB-Pokals ein.

Nach dem 2:0 war recht schnell klar, dass der Spielball heute dem Namen „Pokalschreck“ nicht gerecht und die Dortmunder nicht der vierte höherklassige Verein sind, der gegen die Kieler Pokalhelden ausscheidet. Lucas Barrios (80.), der erst später eingewechselt wurde und Ivan Perisic (87.) konnten sogar noch einmal nachlegen.

Klopp war nach dem Spiel trotzdem etwas verärgert: „Der Platz war unter diesen Bedingungen nicht bespielbar. Da muss man im Februar woanders spielen, wo es eine Rasenheizung gibt. Ich bin froh, dass sich keiner verletzt hat. In einigen Aktionen war Kiel überragend. Thorsten Gutzeit hat hier richtig gute Arbeit geleistet.“ Auch Dortmund Verteidiger Mats Hummels stimmte dem zu: „In der Bundesliga wäre nicht angepfiffen worden, es war sehr schwierig heute. Aber wir haben den Platz so angenommen, wie er war. Wir haben den Kampf angenommen, das war der entscheidende Punkt.“

Die Kieler hatten für das „Jahrhundertspiel“ im mit 11.522 Zuschauern ausverkauften Holstein-Stadion extra für das Spiel einen neuen Rasen verlegt und ihn sogar mit einem 150.000 Euro teuren Klimazelt erwärmt. Die „Störche“ hatten zuvor die Zweitligisten Energie Cottbus und MSV Duisburg und den Bundesligisten Mainz 05 ausgeschaltet.

Hoeneß und Beckenbauer: psychologische Kriegsführung gegen BVB?

Die Rückrundentabelle sagt alles: Dortmund mit 9 Punkten Erster – Bayern hingegen mit 4 Punkten nicht mal in den Europapokalplätzen. Aber die Bayern wären nicht die Bayern, wenn sie nun deshalb den Kopf in den Sand stecken würden. Verbal geht das Duell gegen den BVB munter weiter. Laut Bayern-Manager Uli Hoeneß wäre die Borussia ja längst nicht mehr in der Bundesliga. Und Beckenbauer ernennt die Dortmunder via “Bild” zum Titelfavoriten.

Es ist wie auch in der letzten Saison: Während die Bayern mit sich selbst beschäftigt zu sein scheinen, spielen die Dortmunder locker auf und haben in der Rückrunde jetzt schon 10 Tore in nur 3 Spielen geschossen. Die Münchner liegen nun als Tabellenzweiter zwei Punkte hinter der Borussia. Kann die Borussia denn Meister werden? Was jedenfalls für den BVB spricht, ist, dass der Ausfall von Götze hervorragend kompensiert wurde.

Und es gibt eine weitere Parallele zur letzten Saison: wie auch damals streiten Klopp und das Management beim BVB jegliche Meisterschaftsambitionen ab. Warum auch – man kann sich ja nicht selbst zum Meister ernennen und die Saison ist noch lange. Rekordmeister Bayern hingegen fährt hingegen eine andere Schiene, schon alleine vom Etat her kann sich dort keiner erlauben, Meisterschaftsambitionen abzustreiten.

Hoeneß hat am letzten Wochenende in Hamburg getönt, dass der BVB ohne eine Bayern-Bürgschaft wohl längst nicht mehr in der Bundesliga mehr kicken würde. Und auch Bayern-Ehrenpräsiden Beckenbauer meint: „Kloppo, ihr seid der deutsche Meister, ihr seid nun auch Tabellenführer – und damit seid ihr der Titelfavorit.“ Will man so den Fokus auf den BVB lenken, weg von Problemen wie mit Robben und der Abwehr?

Bundesliga am Wochenende: 6 Unentschieden, Dortmund, Hannover und Köln punkten dreifach

Dortmund spielt als einziger Titelaspirant konstant gut und kann sich somit an der Tabellenspitze absetzen. Hannover gewinnt in Berlin und holt im Kampf um die Europapokalplätze auf. Die Sorgen der Hertha dagegen werden immer größer. Köln gewinnt das Abstiegsduell in Freiburg und hat jetzt 6 Punkte Abstand zum Relegationsplatz.

Im Titelkampf hat die Borussia aus Dortmund die besten Nerven gezeigt. Souvereign wie in den letzten Wochen hat der BVB auch in Nürnberg gewonnen. Lucas Barrios, der in der Winterpause fast gewechselt wäre, machte in der 82. Minute alles klar. Die Bayern dagegen haben in Hamburg, das in der Hinrunde noch mit einer 0:5 Packung nach Hause geschickt wurde, nur 1:1 gespielt und haben somit den 1. Platz verloren.

Auch bei Schalke lief es am Wochenende nicht wie erwartet. Zu Hause gegen Mainz reichte es nur zu einem mageren 1:1 – zu wenig, wenn man in der Tabelle weiter oben eingreifen will. Auch Gladbach bleiben die 3 Punkte verwehrt – gegen Magaths VfL Wolfsburg war es am Wochenende aber nicht einfach. Die Wölfe standen gut und retteten das torlose Unentschieden über die Zeit.

Bayer Leverkusen führte schon mit 2:1 und war das bessere Team. Durch eine gelb-rote Karte für Kadlec kam das Werksteam aber wieder unter Druck und Stuttgart glich in der 89. Minute aus. Hoffenheim spielte zu Hause nur 2:2 gegen Augsburg, Freiburg erkämpfte sich ein 2:2 gegen Bremen und Köln gewann in Kaiserslautern. Die roten Teufel stehen nach wie vor auf dem Relegationsplatz.

Lakic: Spielt Hoffes neuer Torjäger schon?

Für Hoffenheim-Coach Holger Stanislawski wird es schwer sein, ihn nicht aufzustellen: Neuzugang Srdjan Lakic (28) könnte morgen gegen Augsburg erstmals für Hoffenheim auflaufen, und die Lücke, die Ibisevic im Sturm hinterlassen hat, füllen.

Es ist eine der größten Überraschungen der Winterpause: Hoffenheim hat seinen langjährigen Torjäger Ibisevic ausgerechnet an den Lokalrivalen VfB Stuttgart abgegeben und hat sich dafür Srdjan Lakic aus Wolfsburg geholt. Mäzen Ditmar Hopp hat den Deal in letzter Minute mit Magath selbst eingefädelt.

Srdjan Lakic strotzt nach seiner Ankunft in Hoffenheim vor seinem ersten Spiel gegen Aufsteiger FC Augsburg auf jeden Fall vor Tatendrang. Er freut sich auf die Zeit mit den Nordbadnern: „Die letzten Monate in Wolfsburg haben meinem Image sehr geschadet. Das stört mich. Deshalb bin ich froh, dass ich mit Hoffenheim einen neuen Verein gefunden habe, bei dem ich meine Qualitäten einbringen kann.“

Ein halbes Jahr lang musste der Torjäger beim VfL Wolfsburg meist von einer ungewohnten Perspektive betrachten: von der Bank, ein Tor blieb ihm versagt. Dabei hatte es im Jahr zuvor beim 1. FC Kaiserslautern so gut geklappt, 16 Treffer erzielte er in der Spielzeit 2010/2011 für die „roten Teufel“. Auch für die Rückrunde hat sich Lakic ehrgeizige Ziele gesetzt: „15 Spiele in der Bundesliga und den Pokal. Das ist meine Mission. Sich auf ein Spiel zu konzentrieren, ist nicht meine Art.“

„Wir werden sehen, ob er gegen Augsburg schon so weit ist“, sagt Coach Stanislawki vielsagend, aber einige Tageszeitungen glauben schon zu wissen, dass er spielt.

Patrick Helmes wieder bei den Wolfsburger Profis

Am Mittwoch, bei Frost-Temperaturen war Patrick Helmes wieder auf derm Trainingsplatz der ersten Mannschaft in Wolfsburg zu sehen. In der Winterpause wurde lange über einen Transfer des Stürmers zu Eintracht Frankfurt diskutiert. Der Zweitligist konnte sich am Ende jedoch nicht mit Felix Magath einigen.

Felix Magath hat in dieser Winterpause einen unglaublichen Transferaufwand gemacht. Wärend sich alle anderen 17 Bundesligavereine zurückhielten hat der VW-Klub ganze 9 Spieler eingestellt und 7 Spieler abgegeben. Auch im Sommer war Magath schon „Transfer-König” 17 Spieler hat er gekauft, 10 abgegeben. Wochenlang wurde spekuliert, wohin Helmes wohl wechseln würde. Gerne hätte Veh, der Coach der Frankfurter Eintracht noch einen bundesliga-erprobten Spieler mit in die Rückrunde geschickt um den angestrebten Aufstieg auch wirklich zu schaffen. Am Ende scheiterte der Transfer aus finanziellen Gründen und nun nach dem 31. Januar ist das Transferfenster ist geschlossen – in Europa dürfen keine Spieler mehr gekauft oder gehaldelt werden.

Helmes wurde bereits zwei Mal, Ende August und Mitte November, von Magath in das Regionalliga-Team des VfL Wolfsburg verbannt. „Er wird wieder bei uns mittrainieren“, hatte Felix Magath bereits angekündigt und der Stürmer ist jetzt wieder bei den Profis dabei. Helmes war daher in bester Laune, der Kontakt zu den alten Kollegen sei immer da gewesen, „Ich komme mit den meisten Jungs super klar. Ich fühle mich quasi als Neuzugang, die Integration ist bislang gelungen.“ sagte der Stürmer. In dieser Saison hat der 14-malige Nationalspieler bisher sechs Bundesliga-Spiele und eine Partie in der Regionalliga absolviert.

Ballack bleibt in Leverkusen

„Michael wird heute definitiv nicht wechseln“, sagte Michael Becker, der Berater des Mittelfeldspielers, am Dienstag. Ein Ballack-Wechsel sei wahrscheinlicher nach Vertragsende am Ende der Saison. „Er könnte nach der Zeit in Leverkusen nach China, Arabien und in die USA gehen. Da kann sich jeder selbst überlegen, was er wohl machen wird“, sagte Becker.

Ballack wurde für das Training am Dienstag freigestellt, was allerdings mit seinem Trainer Robin Dutt bereits eine Woche zuvor besprochen worden sei. Bei der nicht öffentlichen Trainingseinheit am Mittwoch aber solle der Mittelfeldspieler „wie gewohnt“ wieder teilnehmen.

Ein ehemaliger Mitspieler 35-Jährigen ist Mehmet Scholl – dieser stellt sich nun schützend vor Ballack. Scholl hat die Vorgänge um Ballack „eine Frechheit“ genannt. Scholl hatte nach eigenen Angaben in der gemeinsamen Bayern-Zeit nicht viel mit Ballack zu tun, spricht sich aber klar für ihn aus: „Es kann doch nicht sein, dass eine Karriere wie die vom Michael so einen Abschluss finden soll.“

Der ARD-Experte weiter: „Sicher verhält er sich nicht perfekt. Michael Ballack war schon immer unbequem und eigen. Aber das sind im Fußball durchaus positive Attribute. Das Problem ist, dass er nicht mehr geschützt wird. Nicht mal vom eigenen Trainer.“ Ein klarer Seitenhieb auf den Coach Robin Dutt.

In der vergangenen Woche hatte Bayer-Boss Holzhäuser gesagt, dass das Projekt Michael Ballack gescheitert sei. Man werde aber, so Holzhäuser, die bleibenden 3 Monate des Vertrages „professionell abwickeln“.  Sollte Ballack die Absicht haben, zu wechseln, sei der Verein gesprächsbereit. Dazu kam es jedoch nicht und man darf gespannt sein, wie die Situation.