Schwarzer Tag für deutsche Europa League Teilnehmer

Für Schalke 04 hätte es nicht schlechter laufen können. In der heimischen Arena setzte es eine 2:4 Niederlage gegen Bilbao, trotz zweier Tore von Raul. Hannover hat gegen Atletico Madrid hingegen noch alle Chancen aufs Halbfinale.

Es war ein bitterer Abend für Schalke 04 in der Europa League. Der spanische Klub Bilbao, der auch schon Manchester United aus dem Wettbewerb geschmissen hat, legte gut los und kam durch Llorentes in der 20. Minute zum 1:0. Dann schlug die Stunde der Stürmerlegende Raúl. Erst traf er nach Vorarbeit von Uchida zum 1:1 (22. Minute), in der zweiten Halbzeit dann mit einem Volleyschuss aus 18 Metern sogar zum 2:1 (59. Minute). Die Schalker Fans feierten den Stürmer mit Sprechchören. Leider kamen die Spanier erneut durch Llorentes zum Ausgleich (73. Minute). Nach einem Torwartfehler vom eingewechselten Schober, der in der zweiten Halbzeit für den verletzten Hildebrandt kam, schoss de Marcos Bilbao mit 3:2 in Führung (81. Minute). In der Nachspielzeit erhöhten die Spanier sogar auf 4:2 durch Muniain (93: Munute). Im Rückspiel nächste Woche müsste Schalke mit drei Toren Unterschied gewinnen. Dabei verzichten müssen die Königsblauen dabei auf Timo Hildebrandt, der sich beim 0:1 am Elenbogen schwer verletzte. Hildebrandt war im Winter als Ersatz für die verletzten Torhüter Unnerstall und Fährmann gekommen.

Hannover 96 kann im Gegensatz zu Schalke noch vom Halbfinale träumen. In einer umkämpften Partie ging Atletico Madrid duch Falcao in der 9. Minute in Führung, ehe Hannovers Diouf in der 38. Minute für den Ausgleich sorgte. Die Hannoveraner standen gegen den Tabellenachten der Primera Division gut, kassierten in der 89. Minute allerdings den entscheidenden Treffer durch Salvio. Trotz des 1:2 hat Hannover 96 gute Chancen, nächste Woche daheim doch noch ins Halbfinale zu kommen.

 

Hängt die Bundesliga die Primera Division ab?

Deutsche Klubs wissen auch international endlich wieder zu überzeugen. Jetzt stehen drei hochkarätige Duelle an. In der Europa League empfängt Schalke 04 Bilbao, Hannover muss zunächst in Madrid gegen Atletico antreten. Die Bayern treffen bei einem fast schon sicheren Weiterkommen in der Champions League auf Real Madrid. Gelingt einem deutschen Klub dieses Jahr der ganz große Wurf?

Es könnte der Wachwechsel werden. Im internationalen Geschäft stehen gleich drei hochkarätige Duelle zwischen deutschen und spanischen Klubs an. Dabei ist vieles möglich. Wie stark die Konkurrenz ist, haben die Champions League Partien zwischen Bayer Leverkusen und dem FC Barcelona gezeigt. Die Werks-Elf hatte nie den Hauch einer Chance und wurde vernichtend geschlagen.

In der Europa League machen Schalke und Hannover den Anfang der spanischen Wochen. Traditionsverein Bilbao kommt in die Arena auf Schalke. Der spanische Klub hat in der Europa League unter anderem schon Manchester United ausgeschaltet. 15 Jahre nach dem Gewinn des UEFA-Cups möchte Schalke 04 den Grundstein fürs Halbfinale setzen. Für Hannover steht eine noch schwerere Aufgabe an. Atletico Madrid ist ein echtes Kaliber, schoss diese Saison schon Besiktas Istanbul und Lazio Rom aus dem Wettbewerb. 2010 gelang den Spaniern der Gewinn der Europa League.

Bayern München ist nach dem 2:0 Auswärtserfolg gegen Marseille schon mit einem Bein im Halbfinale. Mario Gomez traf in der 44. Minute nach schwerem Patzer von Marseille-Torwart Andrade. Arjen Robben sorgte in der 69. Minute nach toller Vorarbeit von Müller für klare Verhältnisse. Wenn im Rückspiel alles klar gemacht wird, wartet Real Madrid im Halbfinale auf die Bayern. Die Madrilenen setzten sich Auswärts bei Nikosia 3:0 durch. Der Klub von Nationalspieler Özil ist momentan Tabellenführer in der Primera Division.

Bundesliga: Götze bleibt BVB treu/Werder vor Ausverkauf?

Die Planungen für die kommende Saison laufen bei den Bundesliga-Klubs auf Hochtouren. BVB-Star Mario Götze verlängerte seinen Vertrag bis 2016. Alles andere als rosig sieht es beim SV Werder Bremen aus. Der Ausverkauf von Topspielern droht.

Er ist heiß begehrt bei Europas Top-Klubs, ob nun Manchester United, Barcelona, Real Madrid oder Bayern München. Beinahe jeder Klub würde BVB-Spielmacher Mario Götze gerne unter Vertrag nehmen. Doch Götze fühlt sich ausgesprochen Wohl beim Tabellenführer der Bundesliga und hat dies nun mit einer Vertragsverlängerung verdeutlicht. Der ohnehin bis 2014 laufende Vertrag wurde bis 2016 verlängert. Dafür steigt der Mittelfeldspieler jetzt zum Topverdiener beim BVB auf. Statt bisher 1 Million pro Saison verdient er jetzt 4,6 Millionen. „Es hat ein bisschen gedauert, bis wir uns einig geworden sind. Wir sind sehr glück. Mario ist Kernbestandteil unserer Mannschaft, wir wollten ihn unbedingt halten“, zeigte sich Dortmunds Manager Hans-Joachim Watzke enthusiastisch. Auch Shinji Kagawa soll in den nächsten Tagen unterschreiben. Der Japaner hat noch einen Vertrag bis 2013.

Werder Bremen hingegen droht der Ausverkauf. Nachdem in den letzten Wochen über einen Abgang von Claudio Pizarro zu den Bayern spekuliert wurde, meldete sich nun Abwehr-Chef Naldo zu Wort. Der Brasilianer möchte gerne in seine Heimat zurückkehren. „Eine Rückkehr nach Brasilien ist für mich nach wie vor interessant. Meine Frau ist hier in Deutschland mit den beiden Kindern oft alleine“, sagt der Werder-Spieler gegenüber der Bild-Zeitung. Neben Naldo möchte auch Torhüter Tim Wiese den Verein verlassen. Werder-Manager Klaus Allofs wird bei den Vorbereitungen auf die neue Saison eine Menge zu tun haben.

Bayern München will Marseille keine Chance lassen

Am Mittwoch (20.45) will der FC Bayern München im Viertelfinal-Hinspiel gegen Marseille frühzeitig die Weichen für ein Weiterkommen stellen. Dabei helfen könnte eine neue Aufstellung. Ribery warnt vor dem Gegner.

Die Bayern haben rechtzeitig zu den alles entscheidenden Wochen der Saison ihre Balance im Spiel wiedergefunden. Startschuss war das 7:1 gegen Hoffenheim, es folgten fünf Siege in der Bundesliga, Champions League und im Pokal. Die Gründe für den neuen Aufwind ist auch in einer Änderung der Aufstellung zu finden. Kapitän Philipp Lahm wurde von Trainer Jupp Heynckes auf die rechte Abwehrseite beordert. Auf dieser Position war Lahm auch schon letzte Saison aktiv. Mit Brasilianer Rafinha ergaben sich immer wieder Lücken im Abwehrverband. Robben wurde dadurch des Öfteren Defensiv gebunden. Nun hat Robben mit Lahm seinen vertrauten Partner im Spiel zurück. Lahm schafft es, den Niederländer defensiv abzusichern, damit der Niederländer sein Offensivspiel aufziehen kann.

Auf der linken Abwehrseite der Bayern macht dagegen ein Youngstar auf sich aufmerksam. Österreicher David Alaba spielt seit Wochen souverän als linker Außenverteidiger. Das Zusammenspiel des 19-Jährigen mit Ribery klappt dabei ausgezeichnet. Das war nicht immer so, 2010 wurde Alaba schon einmal vom damaligen Trainer van Gaal in Abwehr beordert, war allerdings vollkommen überfordert. Nun hat der Österreicher eine neue Qualitätsstufe in seinem Spiel erreicht.

In der Champions League muss Alaba seine Qualitäten erneut unter Beweis stellen. Ribery warnt seine Mitspieler vor dem Ex-Club: „Sie sind raus im Pokal, nur auf Platz 8 in der Liga, konzentrieren sich voll auf die Champions League. Das wird nicht leicht.“

Lucas Barrios wird 中国人*

Der Dortmunder Lucas Barrios wird Chinese*. Der Stürmer steht laut deutschen Medienmeldungen vor einem Wechsel nach Guangzhou. Dort soll er fast dreimal soviel verdienen, wie bisher.

Diesen Verein hatte wohl bisher niemand auf den Zettel. Lucas Barrios steht laut Bild-Meldung angeblich vor einem Wechsel zum Guangzhou Evergrande FC. Im Winter wurde er noch mit der Premier League und dem FC Fulham in Verbindung gebracht. Nun also die überraschende Kehrtwende. Das Geld scheint dabei ein wichtiger Faktor zu sein. 6.7 Millionen Euro Gehalt soll Barrios in China verdienen.

Ausschlagend ist wohl das Engagement von Landsmann Dario Conca bei Guangzhou. Conca verdient unglaubliche 8 Millionen Euro pro Jahr bei den Chinesen. Möglich macht das Klubeigentümer Xu Jiayin, der es mit Immobiliengeschäften bis zum Milliardär gebracht hat. Lucas Barrios unterschrieb angeblich bereits einen Vier-Jahres-Vertrag. Der BVB soll etwa 12 Millionen Euro Ablöse für den gebürtigen Argentinier kassieren. „Wir haben Konditionen genannt. Werden die erfüllt, werden wir seinem Wunsch auf einen Wechsel entsprechen“, sagte Dortmund Manager Hans-Joachim Watzke zu dem bevorstehenden Wechsel. Der Spieler selbst äußerte sich bisher noch nicht zu seinem Thema, er wolle sich aber bis Saisonende voll auf den BVB und die Bundesliga konzentrieren.

Die Chinese Super League wird also künftig die Heimat des Stürmers sein. Ob dies der Karriere behilflich ist, sei da hingestellt. Mit dem BVB würde er nächste Saison in der Champions League spielen und hätte gute Chancen in einem europäischen Top-Klub zu landen. Dem Geldbeutel und der Torquote tut der Wechsel allerdings sehr gut.

Bayern München: Nach Elfmeter Krimi in Finale/Kommt Pizarro?

Bayern München steht nach einem 4:2 Sieg über Gladbach im DFB-Pokalfinale gegen Borussia Dortmund. In einem hochdramatischen Elfmeter-Schießen behielt Bayern Torwart Manuel die Neven. Ein alter Bekannter kehrt angeblich zur nächsten Saison zu den Münchenern zurück.

Das Triple für die Bayern ist weiterhin möglich. Die Bayern bestätigten ihre momentan starke Form und setzten sich 4:2 nach Elfmeter-Schießen gegen Borussia Mönchengladbach durch. Nach 120 Minuten hatte es 0:0 gestanden. Die Münchener hatten gegen die gut verteidigen Borussen zwar ein leichtes Übergewicht, konnten aber ihre Chancen durch Toni Kroos , David Alaba, Thomas Müller  und Robben nicht in Tore ummünzen. In der zweiten Halbzeit spielten auch die Gladbacher mutig nach vorne, Reus und Arrango konnten aus aussichtsreicher Position allerdings das Tor nicht treffen.

Im Elfmeterschießen schließlich erzielte Toni Kroos den entscheidenden Treffer für den Rekordmeister. Dante und Nordtveit verschossen zuvor für Gladbach. Pikanterweise gibt es seit Wochen Wechselgerüchte um den Gladbacher Verteidiger Dante, der in der nächsten Saison angeblich für die Bayern spielen wird. „Wir hatten insgesamt die klareren Torchancen und waren letztendlich im Elfmeterschießen der glückliche Sieger“, fasste Bayern-Trainer Jupp Heynckes das Geschehen zusammen. Im Pokalfinale geht es gegen Borussia Dortmund, die sich gegen Greuther Fürth 1:0 nach Verlängerung durchsetzen konnten. 

Bei den Planungen für die neue Saison könnte ein alter Bekannter eine neue Rolle bei den Bayern spielen. Claudio Pizarro, dessen Vertrag beim SV Werder Bremer am Saisonende ausläuft, liebäugelt mit einem Engagement beim Rekordmeister. Der 34-Jährige würde nur allzu gern seine Schuhe wieder für den FC Bayern München schnüren, für die er zwischen 2001 und 2007 tätig war.

Schalke 04: Geht auch Huntelaar?

Mit jedem Tor wird er teurer für Schalke 04. Der Verein will Jan-Klaas Huntelaar unbedingt halten. Für eine Vertragsverlängerung sind die Könsigsblauen offenbar bereit, beim Gehalt alle Register zu ziehen. Dafür müssten einige andere Spieler weichen.

38 Tore in 37 Spielen unterstreichen die Bedeutung des Niederländers Jan-Klaas Huntelaars für Schalke 04. Der diese Saison in Weltklasseform spielende Torjäger ist wahrlich die Schalker Lebensversicherung, der auch in der Europa League dafür gesorgt hat, dass der Verein jetzt gegen Athletic Bilbao um den Halbfinaleinzug spielt.Problem dabei: Mit jedem seiner Tore steigt die Gunst des Holländers bei den europäischen Topklubs. Der Vertrag von Huntelaar läuft 2013 aus, deshalb versucht Schalke Manager Horst Heldt den Torjäger mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln von einer Vertragsverlängerung zu überzeugen.

8 Millionen Euro Gehalt pro Jahr, eine Zahl mit Seltenheitswert in der Gehaltsstruktur der Bundesligaprofis, stehen im Raum. Noch nie zuvor hätte ein Schalker mehr verdient. Diesen Betrag kann sich der Verein natürlich nicht aus der Portokasse leisten, Schalke 04 steht mit ca. 164 Millionen in der Kreide. Felix Magath holte in seiner Amtszeit zwar auch Huntelaar, ist aber auch für den momentan aufgeblähten Kader der Königsblauen verantwortlich. Allen voran 13-Millionen Mann Jurado spielt momentan keine Rolle. Sergio Escudero und Alexander Baumjohann sind nur Ergänzungsspieler. Dazu kommen noch sechs weitere Spieler, die am Ende der Saison nach Leihgeschäften zu Schalke 04 zurückkehren.

Stürmerlegende Raul wird seinen Vertrag mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht verlängern. Die freien Ressourcen sollen in das Gehalt von Jan-Klaas Huntelaar fließen.

DFB Pokal: Überwindet Bayern nun auch Angstgegner Mönchengladbach?

Heute Abend (20:30) empfängt Zweitligist Greuther Fürth Meister Borussia Dortmund. Am Mittwoch Abend heißt es dann Borussia Mönchengladbach gegen Bayern München (20:30, ARD). Kommt es zum Traumfinale Bayern gegen Dortmund, oder schlägt Angstgegner Gladbach wieder zu?

„Das sind alles fußballerische Vollraketen. Ein Spieler kostet bei denen mehr als bei uns die ganze Mannschaft“, sagte Fürth Trainer Mike Büskens in der Pressekonferenz. Dieses Statement beschreibt das Duell des Underdogs aus der zweiten Liga gegen die mit Meisterehren ausgestatten Dortmunder sehr treffend. Greuther Fürth kann sich alleine an den Strohhalm klammern, dass Borussia Dortmund noch nie in das Pokalfinale eingezogen ist, wenn sie nicht im Halbfinale Heimrecht hatten. BVB-Trainer Klopp sagte, seine Mannschaft habe den angemessenen Respekt, allerdings wollte er den Gegner auch nicht größer machen, als er ist: „Sie haben noch nie gegen einen Gegner gespielt wie uns. Wir dagegen haben schon gegen viele Mannschaften wie Fürth gespielt“. Alles andere als der Einzug des BVB ins Pokalfinale wäre überraschend.

Anders sind die Karten für Partie am Mittwoch gemischt. Auf der einen Seite der Rekordmeister, der zuletzt mit Kanter-Siegen auf sich aufmerksam machte. TSG Hoffenheim wurde 7:1, der FC Basel mit 7:0 und Hertha Berlin mit 6:0 zerlegt. Doch der Gegner im Pokal-Halbfinale ist Borussia Mönchengladbach. Die Mannschaft von Lucien Favre hat sich in dieser Saison bisher als die Spaßbremse schlechthin für die Bayern erwiesen. Zwei Niederlagen setzte es für die Münchener  in der Liga (0:1, 1:3). Die Gladbacher sind seit einem Jahr in heimischen Gefilden ungeschlagen und können wieder auf den zuletzt mit einem Schlüsselbeinbruch ausgefallenen Pattrick Herrmann setzen.

HSV: Bundesliga-Dino auf dem Weg in die 2.Liga?

Nach dem desolaten 1:3 gegen Freiburg ist der Hamburger Sportverein wieder im Abstiegskampf angekommen. Nur zwei Punkte trennen die Hamburger von einem Relegationsplatz.

Nur zwei der letzten 16 Heimspiele konnte der HSV in dieser Saison gewinnen. Eine Bilanz, die schon etliche Mannschaften in das Liga-Unterhaus geführt hat. Am deutlichsten wurden die Defizite der Mannschaft am vergangenen Spieltag gegen den FC Freiburg deutlich. „Wir können das Wort Abstiegskampf jetzt in den Mund nehmen“, ließ Trainer Thorsten Fink nach dem Spiel verlauten. Die HSV-Mannschaft ließ sich vom Tabellenfünfzehnten regelrecht auseinandernehmen. Nachdem Mladen Petric einen Schuss vom Freiburger Flum ins eigene Tor gelenkt hatte, wirkte die Mannschaft geschockt und hatte keine Antwort parat. Das 0:2 durch Calligiuri in der 43. Minute war die logische Konsequenz. Petric vergab in der zweiten Halbzeit aus vier Metern die Möglichkeit, auf 1:2 zu verkürzen. Makadi machte auf der Gegenseite mit seinem Tor zum 3:0 in der 72. Minute alles klar für Freiburg. Ilicevic konnte nur noch Ergebniskosmetik betreiben (75. Minute).

Ideenloses Anrennen, ohne jeglichen Druck auszuüben – diese Spielweise führte schon zu sieben Heimpleiten diese Saison. „Wir müssen im Strafraum präsenter sein – vorn unsere Chancen nutzen, hinten die Zweikämpfe gewinnen“, so Trainer Fink. Doch der vom FC Basel gekommene Trainer muss mehr tun, als nur Durchhalteparolen auszugeben. Die Klubführung ist auf jeden Fall gewarnt. „Die Jungs haben Angst“, sprach Sportchef Frank Arnesen nach dem Freiburg Spiel Klartext. Die Katastrophe in Form eines Abstieges in die 2. Liga kommt in bedrohliche Nähe. Bisher ist der HSV diesem als einziger Bundesligaverein entgangen, doch die momentane Spielweise lässt einen nichts ausschließen.

VfL Wolfsburg: Olic vor Unterschrift, kommt Diego?

Der in München unzufriedene Ivica Olic soll zur nächsten Saison den Kader der Wolfsburger verstärken. Derweil treibt Bundesliga-Großeinkäufer Felix Magath die Umstrukturierung des Kaders auch in etlichen anderen Personalien voran.

In der aktuellen Saison bleibt der von einem großen Autokonzern gesponserte VfL Wolfsburg weit unter seinen Ansprüchen. Momentan steht der Verein auf Platz 10 der Bundesligatabelle und liegt damit acht Punkte in Rückstand auf Tabellenplatz 6, der zur Teilnahme an der Europa League berechtigt. Zuwenig für die Wolfsburger und ihren Hauptsponsor, deshalb schlägt bald wieder die Stunde des Chef-Einkäufers Felix Magath.

Laut Meldungen der „Bild“ und der „Wolfsburger Nachrichten“ ist der Wechsel vom derzeit für den FC Bayern spielenden Ivica Olic nach Wolfsburg nur noch Formsache. Der 32-jährige Stürmer ist zum Ende der aktuellen Saison ablösefrei. Der kroatische Nationalspieler hatte zuletzt immer wieder seine Unzufriedenheit über seine Reservistenrolle bei den Bayern zum Ausdruck gebracht. Für den VfL Wolfsburg soll er einen Vertrag bis 2014 unterschreiben. Beide Vereine dementieren bisher den Wechsel.

Falls Olic tatsächlich die Wölfe verstärken sollte, muss Manager und Trainer Felix Magath Platz im aufgeblähten Kader schaffen. Der auslaufende Vertrag mit Routinier Hasan Salihamdizics soll nicht verlängert werden. Unklarheit gibt es noch bei zwei anderen Personalien. Der an den spanischen Verein Atletico Madrid ausgeliehene Spielmacher Diego könnte womöglich zum VfL Wolfsburg zurückkehren. Diego wurde nach Disziplinlosigkeiten in der letzten Saison von Magath nach Madrid abgeschoben, könnte aber eventuell eine zweite Chance erhalten. Die Zukunft von Simon Kjaer ist noch offen. Der dänische Abwehrspieler ist derzeit auf Leihbasis für den AS Rom aktiv und spielt eine gute Saison. Die Römer möchten den Nationalspieler gerne für ein weiteres Jahr ausleihen.