Geschichte wiederholt sich: Deutschland zu schwach für Italien

Am Tag nach der bitteren Niederlage gegen Italien herrscht Ernüchterung. Balotelli hat die Titelträume des EM-Favoriten abrupt beendet. Individuelle Fehler in der Abwehr leiteten die Niederlage ein. Löw wird vorgeworfen, zu viel rotiert zu haben.

Wieder einmal ist die DFB-Elf an der Azzuri gescheitert und muss weiter auf den ersten Titel seit 1996 warten. Seit rund 17 Jahren konnte Deutschland bei Turnieren nicht mehr gegen Italien gewinnen. Löw nahm gegenüber dem Sieg im Viertelfinale gegen Griechenland (4:2) drei Änderungen an der Startelf vor. Gomez, Podolski und Kroos durften von Beginn ran. Der Plan ging in den ersten Minuten auf, die DFB-Elf kombinierte gefällig und verpasste das Führungstor nur knapp. Dann ließ sich das Team in die Defensive drängen und kassierte nach einem Konter das 0:1 durch Skandalstürmer Balotelli (20. Minute). Das Tor war das Ergebnis einer Fehler-Kette in der deutschen Abwehr. Durch den Rückstand kam die deutsche Mannschaft nicht in den gewohnten Rhythmus, konnte nur durch Weitschüsse auf sich aufmerksam machen. Vor der Pause setzte es dann den nächsten Schlag. Balotelli entkam wieder der DFB-Abwehr und ließ Torwart Neuer keine Chance. Nach der Halbzeitpause reagierte Löw und nahm den schwachen Podolski und Gomez vom Feld. Reus und Klose brachten frischen Wind in die Offensivbemühungen und sorgten für Hoffnung auf den Ausgleich. Italien blieb jederzeit gefährlich und verpasste nur knapp das 3:0. Erst in der Nachspielzeit konnte Deutschland den Anschlusstreffer setzten, Özil verwandelte einen Handelfmeter. Die Niederlage abwenden konnte dieser Treffer allerdings nicht mehr.

„Ich wollte die Zentrale mit Toni Kroos stärken, deshalb habe ich Toni in die Mannschaft gebracht. Die Gegentor sind aus Fehlern hinten entstanden, weil wir nicht präsent waren. Die Flanke zu Balotelli beim 0:1 dürfte nicht kommen. Am Anfang haben wir die Sache ganz gut im Griff gehabt, Nach dem Rückstand waren wir fahrig und nicht mehr so gut organisiert. Nach dem 0:2 mussten wir alles riskieren“, analysierte Joachim Löw nach dem Spiel.

 

Deutschland – Italien: Aufstellung unterliegt höchster Geheimhaltung

Das Halbfinale zwischen Deutschland und Italien (Do, 20:45) bei der EM in Polen und der Ukraine wird mit Spannung erwartet. Löw überlässt nichts dem Zufall, so bleibt die Aufstellung bis zum Spiel ein Geheimnis.

Alles ist für den Klassiker Deutschland –Italien angerichtet. Die DFB-Elf gibt sich trotz der desaströsen Bilanz gegen die Azzuri selbstbewusst. In der Pressekonferenz versprach Bundestrainer Joachim Löw „frech und mutig“ spielen zu lassen. Um den Weg zum ersten Titel seit 1996 zu ebnen, versucht der Trainer dabei nichts unversucht. Schon im Viertelfinale gegen Griechenland (4:2) überraschte Löw mit gleich drei Wechseln in der Startaufstellung. Die Informationen sickerten jedoch schon am frühen Nachmittag vor dem Spiel durch, Griechenland hatte die Chance, sich entsprechend einzustellen. „Das war nicht in meinem Sinne“, zeigte sich der Bundestrainer wütend.

Die Startaufstellung gegen die bei der EM noch unbesiegten Azzuri wird bis kurz vor dem Spiel strengstens geheim gehalten. Im Sturm könnte erneut Miroslav Klose auflaufen, nach dem er gegen Griechenland eine starke Vorstellung zeigte. Wieder in die Startaufstellung rotieren könnte hingegen Lukas Podolski. Schürrle zeigte zwar eine ansprechende Leistung, konnte sich aber nicht durch ein Tor belohnen. Auf der rechten Seite herrscht noch Unklarheit. Es ist noch nicht abzusehen, ob Löw auf den erfahrenden, zuletzt aber weit unter seinen Möglichkeiten spielenden Müller setzt, oder auf den jungen dafür umso frecheren Reus setzt. Der Neu-Dortmunder empfahl sich durch ein Tor gegen die Griechen. Es ist auch nicht auszuschließen, dass Löw überrascht und auf eine Flügelzange Müller/Reus setzt. Wer auch immer auflaufen wird, vor den Spielern liegt die wohl härteste Aufgabe bei dieser EM.

Bayern München: Kroatiens Topstürmer im Anflug

Der Transfer von Mario Manduzkic ist laut „Bild“ nahezu perfekt. Der Wolfsburger Stürmer hatte nicht zuletzt bei der Europameisterschaft mit seinen Treffern für Kroatien auf sich aufmerksam gemacht.

Die Meldung kam für viele Bayern-Anhänger überraschend, wurde doch in den letzten Wochen und Monaten über die Verpflichtung von Edin Dzeko spekuliert. Nun soll es also Mario Manduzkic sein. Der kroatische Stürmer im Diensten des VfL Wolfsburg soll angeblich einen seiner Mitspieler per SMS verraten haben, dass er in der kommenden Saison das Trikot des Rekordmeisters überstreift. Die meist gut informierte „Bild“ berichtet, dass die Ablösesumme bei etwa 13 Millionen Euro liegt. Der Vertrag läuft bis 2015 und bietet eine Option auf ein weiteres Jahr. Manduzkic wird angeblich 3,5 Millionen Euro pro Saison verdienen.

Manduzkic spielte für die durchschnittlichen Wolfsburger eine hervorragende Saison, fiel aber durch zu hohe Gehaltsvorstellungen bei Alleinherrscher Magath in Ungnade. Magath ist allerdings von den Qualitäten des Stürmers überzeugt: „Mario ist – ohne Frage – ein Topstürmer. Er ist nicht nur 90 Minuten unterwegs und ein toller Kopfballspieler, sondern auch technisch versiert. Er bringt alles mit“. Bei der laufenden Europameisterschaft erzielte der Kroate insgesamt drei Treffer für sein Land und zog damit die Aufmerksamkeit von Europas Topklubs auf sich. Angeblich waren unter anderem der FC Barcelona, Paris Saint-Germain, Lokomotive Moskau, Juventus Turin und Everton an den Diensten des 26-jährigen Stürmers interessiert.

Um die Position im Sturmzentrum konkurriert Mario Manduzkic mit Mario Gomez und Claudio Pizarro, der bereits zum zweiten Mal bei den Bayern anheuert. Ob mit Edin Dzeko noch ein weiterer Stürmer kommt, bleibt abzuwarten.

 

Von feurig schwächelnden Italienern und regenerierten Deutschen

Der Ball ist Rund, dies hat sich genauso wenig geändert, wie die Siegessträhne der deutschen Nationalmannschaft während dieser EM. Doch wird diese auch am Donnerstag den Einzug ins Finale sichern?

Die Chancen stehen auf jeden Fall sehr gut. Der deutsche Torjäger Schweinsteiger ist in Topform und steht gleichzeitig einer schwächelnden italienischen Abwehr gegenüber. Der Innenverteidiger Giorgio Chiellin hofft immer noch, dass eine Verletzung bis zum Spiel gegen den deutschen Angstgegner wieder kuriert sein wird. Die Chancen stehen auch nicht schlecht. Zwar musste der 27-Jährige im Spiel gegen England auf der Bank bleiben, doch seine Oberschenkelverletzung ist soweit verheilt, dass Giorgio Chiellini am montägigen Mannschaftstraining teilnehmen konnte.

Trotz alle dem offenbart sich den Italienern eine weitere Hürde auf der Siegesstrecke gen EM-Pokal. Das deutsche Team hat durch den Spielplan 2-Tage länger Zeit sich von den Strapazen der vergangenen Spiele zu regenerieren. Doch der italienische Kampfgeist würde dies wettmachen, so die Reaktion der Italiener.

Die deutschen ihrerseits vertrauen zwar auf ihr Talent und Siegeswillen, sind jedoch auch hart im Training. Alle 23 Spieler der deutschen Mannschaft, trainieren in Danzig für den Einzug ins Finale. Auch der junge Überflieger Sebastian Schweinsteiger ist wieder fleißig beim Training dabei. Eine kleine Blessur seines Knöchels hinderte diesen, bei einigen Übungen mitzuwirken. Der Verantwortliche, Joachim Löw steht nur vor der Qual der Wahl, denn auch Ilkay Gündogan aus Dortmund hat sich von seiner Kapselzerrung erholt und steht quick-fidel auf dem Übungsplatz.

Beide Mannschaften sind also bereit für ein Spiel mit Feuer. Damit dies auch ein faires Spiel wird, übernimmt der französische Schiedsrichter Stephane Lannoy die Führung der Pfeife.

4:2 – England scheitert wie immer Elfmeterschießen, unser nächster Gegner: Italien

Wer keine guten Nerven hat, sollte es nicht aufs Elfmeterschießen ankommen lassen. Wie schon so oft gegen Deutschland scheitert England dieses Mal an Italien. Die Südländer sind somit nächster Gegner der deutschen Nationalmannschaft.

Nach einer umkämpften Partie, die jedoch auch nach 120 Minuten torlos blieb, hat sich die Squadra Azzurra mit 4:2 gegen England durchgesetzt. Den entscheidenden Elfer versenkte Alessandro Diamanti und wurde danach gefeiert. Bei der Partie im Kiewer Olympiastadion konnten vor allem die Italiener überzeugen, die Pässe kamen an und sie erarbeiteten sich Chance um Chance. Einzig an der Auswertung haperte es. England spielte rustikaler und verließ sich weitgehend auf Konter.

Durch die weitgehend überzeugende Spielweise konnten Sich die Italiener über die Unterstützung der Ukrainer freuen: es schallten „Italia, Italia“-Rufe, da konnte auch Englands Fanblock nicht mithalten. In der 26. Minute hatte Balotelli eine gute Chance, jedoch wurde er von Terry im richtigen Moment gestört. Auch Antonio Cassano hat es mehrmals mit Distanzschüssen versucht, blieb jedoch erfolglos.

Bis zur Mitte der 2. Halbzeit konnten die Italiener den Druck aufrecht erhalten, dann ließen die Kräfte nach und England kam zu der einen oder anderen Chance, letztendlich brachten die aber alle nichts ein.  Die Entscheidung fiel also im Elfmeterschießen: Italiens Riccardo Montolivo vergab als erster und ließ die Engländer hoffen. Doch Ashley Young traf die Latte und Ashley Cole brachte nur ein Schüsschen heraus, das Gianluigi Buffon mit Leichtigkeit abfing.

Italiens Trainer Cesare Prandelli lobte sein Team: „Diese Mannschaft hat den Sieg verdient. Wir haben mit viel Geduld gegen eine starke und solide Mannschaft gespielt und diese ständig unter Druck gesetzt.“ Im Halbfinale schob er dem deutschen Team die Favoritenrolle zu.

 

 

 

 

 

Bayern München: Planspiele mit Guardiola werden konkreter

Die Meldung schlug ein wie eine Bombe. Der zurückgetretene Trainer des FC Barcelona Guardiola soll in konkreten Verhandlungen mit dem FC Bayern stehen. Der Spanier soll 2013 Jupp Heynckes beerben. Vieles spricht dafür, dass es tatsächlich so kommt.

Grundlage für die Spekulationen über eine mögliche Verpflichtung des spanischen Erfolgstrainers Pep Guardiola ist ein Treffen zwischen Sportchef Nerlinger und dem Berater des Coach, welches angeblich am 25. Mai stattfand. Das Treffen wurde zwar mittlerweile dementiert, allerdings berichtet die „Süddeutsche Zeitung“, dass erste Sondierungsgespräche stattgefunden haben.

Guardiola soll grundsätzliche Bereitschaft gezeigt haben, die Nachfolge von Jupp Heynckes 2013 anzutreten. Auf den Geschmack gekommen sein soll er durch seinen Freund Raùl, der bis zum Ende dieser Saison bei Schalke 04 aktiv war. „Ich mag die deutsche Liga , wegen des Landes, der Stadien und weil ich eine neue Sprache lernen würde“, sagte Guardiola bei einer Werbeveranstaltung. Rückschlüsse auf Bayern können aus dieser Aussage allerdings nicht getroffen werden, da sie bereits im Herbst vergangenen Jahres getroffen wurde.

Die größte Hürde für ein mögliches Engagement bei den Bayern ist die deutsche Sprache. Die ließ auch Hoeneß gegenüber dem Focus durchblicken: „Wäre die Sprachbarriere nicht, würde ich sagen, dass Guardiola sicherlich einer für uns wäre“. Um Deutsch zu lernen hätte der spanische Trainer allerdings noch ein Jahr Zeit, sofern er sich überhaupt für die Bundesliga entscheidet. Teuer wird das Engagement für die Bayern allemal. In Barcelona verdiente Guardiola rund 10 Millionen Euro jährlich, ein Angebot vom FC Chelsea über 13 Millionen jährlich schlug er aus.

 

Die Gastgeber sind raus und die Viertelfinalspiele kommen

Die Viertelfinals stehen fest. Es wird schon vom Halbfinale und Finale getröumt, aber erst heißt es fokussieren.

Nach den gestrigen Spielen ist alles für die Viertelfinalrunde der Europameisterschaft in Polen und der Ukraine klar. Keiner der beiden Gastgeber hat es in die K.O. Runde geschafft. Leider muss man dazu sagen. Schließlich ist dies für die Stimmung bei einer Fußballendrunde immer förderlich, wenn die Heimmannschaft im Turnier soweit wie möglich kommt. Doch sowohl Polen als auch die engagierten Ukrainer konnten sich nicht durchsetzen.

Zunächst trifft Tschechien auf Portugal. Danach wird am Freitag das Duell Deutschland gegen Griechenland in Danzig ausgetragen. Im Anschluss kommen gleich zwei echte Knaller. Spanien gegen Frankreich und England gegen Italien. Dabei entscheidet sich auch gleich der Halbfinalgegner der Deutschen, falls sie es in die nächste Runde schaffen und sich gegen Griechenland behaupten können. Der englische Coach, hinlänglich ein Bewunderer des deutschen Spiels, ist nicht wirklich erfreut, möglicherweise auf die DFB-Elf zu stoßen. Trotzdem ist bis dahin noch jeweils ein Gegner im Weg. Deshalb heißt, sich es mit höchster Konzentration auf das kommende Spiel fokussieren und den Blick nicht auf mögliche Duelle abschweifen zu lassen.

Deutschland wird als klarer Favorit in die Partie gehen. Allerdings warnen selbst die Nationalspieler selbst vor dem Unterschätzen der effizienten Griechen. Die hatte nämlich keiner so richtig auf dem Zettel. Bis dahin wird selbstverständlich alles getan, um sich optimal auf das Viertelfinale vorzubereiten. Nach dem Lob der Leistung und des Zusammenhalts der Mannschaft auf dem Rückflug gab es zunächst eine verordnete Ruhephase speziell für Özil, Schweinsteiger und Bender. Das große Ziel, der Sieg im Finale ist noch entfernt ist aber durch 9 Punkte in der Vorrunde näher gerückt.

Bundesliga: Wird Guardiola Nachfolger von Heynckes?

Laut deutschen Medienberichten befindet sich der vom Traineramt beim FC Barcelona zurückgetretene Pep Guardiola in Verhandlungen mit dem FC Bayern München. Der spanische Trainer soll Jupp Heynckes 2013 beerben.

Die Nachricht schlug bei den Bayern Anhängern ein wie eine Bombe. Der Rekordmeister soll angeblich mit dem Erfolgscoach Pep Guardiola in Verhandlungen stehen, dies berichtet zumindest die „Bild“. Die Zeitung ist für gewöhnlich gut informiert, wenn es um den FC Bayern München geht.
Münchens Sportdirektor Christian traf sich mit dem Bruder des spanischen Coaches bereits am 25. Mai im Rahmen des Pokalfinales zwischen Barcelona und Athletic Bilbao. Über die Inhalte des Gesprächs ist nichts konkretes bekannt, Guardiola soll nur „grundsätzliche Bereitschaft“ signalisiert haben.

Der 41-jährige Guardiola war bis zum Ende der Saison Trainer beim FC Barcelona. In seiner vierjährigen Amtszeit holte seine Mannschaft unglaubliche 14 Titel, darunter zweimal die Champions League. Ende dieser Saison legte er sein Amt nieder, da er nach eigenen Erkunden dringend Erholung braucht. Nach einer einjährigen Auszeit könnte er beim FC Bayern anheuern und Jupp Heynckes beerben, der 2013 endgültig aufhören möchte. Ob an den Berichten allerdings tatsächlich etwas dran ist, kann derzeit nicht geprüft werden. Sportdirektor Nerlinger war offiziell beim spanischen Pokalfinale um Bilbaos Javi Martinez zu beobachten. Der Defensiv-Star ist schon seit längerem in den Fokus des Rekordmeisters gerückt. Am Rande des Finales traf sich Nerlinger dann auch mit Guardiolas Bruder Pere, der den Coch als Berater zur Seite steht. Warum die Bild-Zeitung diese Information jetzt erst ausgräbt, obwohl das Treffen bereits am 25. Mai stattfand, ist nicht bekannt.

EM 2012: Orange Versager und stolze Verlierer

Deutschland und Portugal haben sich die ersten beiden Plätze in der „Todesgruppe“ gesichert. Für die Niederlande endet die EM mit einer 1:2 Niederlage gegen Portugal. Dänemark spielt stark auf, muss sich allerdings Deutschland 1:2 geschlagen geben und kann die Koffer packen.

Das Bild war ein Déjà-vu der letzten beiden Gruppenspiele: Orange Häufchen Elend, die auf dem Spielfeld rumhocken und liegen. Für Oranje endet die Europameisterschaft 2012 schon nach der Vorrunde, obwohl die Mannschaft vor Beginn zum Favoritenkreis gezählt wurde. Nach der 0:1 Niederlage gegen Dänemark und der 1:2 Schmach gegen Deutschland folgte nun ein 1:2 gegen Angstgegner Portugal. Bondscoach van Marwijk hatte auf eine deutlich offensivere Aufstellung gesetzt, um die Minimalchance auf das Viertelfinale zu nutzen. Rafael van der Vaart und Jan-Klaas Huntelaar durften von Beginn ran, dafür musste Marwijks Schwiegersohn van Bommel genauso wie Affelay auf der Bank platznehmen. Die offensive Einstellung zahlte sich aus, bereits in der 11. Minute traf van der Vaart mit einem sehenswerten Schuss aus 20 Metern. Die Niederländer vernachlässigten nach dem Führungstreffer ihre Offensive und gaben Portugal immer mehr Platz. In der 28. Minute schlug dann die Stunde von Christiano Ronaldo, der nach einem Traumpass von Pereira sein erstes Tuniertor machte. In der zweiten Hälfte verlegte Portugal sich komplett auf Konter und ging durch Ronaldo in der 74. Minute 2:1 in Führung. Dies war auch der Endstand, da den Holländern nichts mehr einfiel.

Die DFB-Elf ist nach drei Siegen in drei Spielen Gruppensieger. Durch Tore von Podolski und Bender wurden die stark aufspielenden Dänen besiegt. Trotz des Ausscheidens zeigten sich die dänischen Spieler zufrieden mit ihrer Leistung und dem Turnierverlauf.

 

EM Gruppe C: Italien stellt sich selbst ein Bein, Spanien souverän

Italien hat seine Ausgangslage deutlich verschlechtert. Gegen Kroatien kamen die Azzuri nicht über ein 1:1 hinaus. Besser macht es Titelverteidiger Spanien. Die Iren wurden mit 4:0 vom Platz gefegt und hatten nicht den Hauch einer Chance.

Italien droht wie schon bei der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika das Aus nach der Vorrunde. Gegen Kroatien sprang nur ein 1:1 heraus, bereits das zweite Remis während dieser EM. Damit liegt Italien auf Platz 3 der Tabelle, hinter Spanien mit sechs und Kroatien mit vier Punkten. Im letzten Gruppenspiel gegen Irland haben die Azzuri aber noch alles selbst in der Hand. In der ersten Hälfte traten die Italiener gegen Kroatien als spielbestimmende Mannschaft auf. Zahlreiche Chancen wurden allerdings vergeben, bis Del Pirlo mit einem Freistoßtreffer in der 39. Minute erlöste. Doch die Kroaten kämpften sich in der zweiten Hälfte des Spiels zurück. Es dauerte allerdings bis zur 72. Minute ehe der Ausgleich fiel. Mandzukic reagierte nach einer Flanke von Strinic gedankenschnell und schoss den Ball mit Gewalt gegen den Innenpfosten und somit ins Tor der Italiener.

Weniger ausgeglichen war die Partie zwischen Spanien und Irland. Unter den Augen von Bundestrainer Joachim Löw, der den deutschen Angstgegner beobachtete, kamen die Iberer zu einem 4:0. Im Gegensatz zum 1:1 gegen Italien setzte Spaniens Coach del Bosque auf Torres als Sturmspitze. Die Entscheidung zahlte sich aus, schon in der 4. Minute nutzte der Torjäger vom FC Chelsea einen Patzer der irischen Defensive aus. Torres tanzte Linksverteidiger Stephen Ward aus und schoss aus neun Metern unhaltbar unter die Latte. In der zweiten Halbzeit besorgten Silva, erneut Torres und Fabregas das eindeutige Ergebnis.