Deutsche Nationalelf: Klose bestreitet 126. Länderspiel, Löw-Entschuldigung bei Schmelzer

Der 34-Jährige wird am Dienstagabend in der Qualifikationsrunde gegen Schweden in Berlin sein 126. Länderspiel bestreiten und durch vorbildliches Verhalten bei Lazio Rom den Fair-Play-Preis bekommen.

Nur noch drei Tore fehlen dem Lazio Rom-Spieler auf den Rekord von „Bomber“ Gerd Müller, ein Vergleich, den der Top-Kopfballschütze nicht mehr hören kann. „Es macht mich mittlerweile auch ein bisschen müde“, so der Klose. Das Erreichen von Müllers Bestmarke beim Spiel gegen den stärksten Konkurrenten in der Qualifikationsgruppe, sei für ihn lediglich ein positiver Nebeneffekt. Die Auszeichnung mit einem Fair-Play-Preis durch vorbildliches Spieler-Verhalten liegt stattdessen im Fokus des Stürmers. Grund dafür, war die Geste sein Handtor während eines Ligaspiels beim Lazio Rom zuzugeben. Während er von allen Seiten mit Lob überschüttet wurde, sei es für Klose nur „selbstverständlich“ gewesen. „Ich weiß, wie viele junge Zuschauer wir haben, Wir haben eine Vorbildfunktion. Die ging verloren“, so der Kopfball-Star.

Während sich Klose mental auf den Schweden Happen vorbereitet, nahm Bundestrainer Joachim Löw seine Kritik an Marcel Schmelzer zurück. „Da hat die Wortwahl nicht gepasst. Im Nachhinein war das nicht in Ordnung, das habe ich Schmelzer auch so mitgeteilt“, so Löw über den Dortmunder Außenverteidiger. Noch am vergangenen Dienstag auf der Pressekonferenz des DFB-Teams in Irland kam der Eindruck auf, Löw sehe den 24-Jährigen nicht als Idealbesetzung an: „Er hat gegen Österreich kein gutes Spiel gemacht.“ Viele Alternativen gebe es aber auch nicht, also müsse Löw mit Marcel Schmelzer die nächsten zwei, drei, vier, fünf Monate weiterarbeiten, so die weiteren Äußerungen des Bundestrainers im Stadion an der Lansdowne Road.

Deutsche Nationalelf: Reus und Kroos Gewinner-Double gegen Irland, Schweden kann kommen

Nach dem überragenden 6:1-Sieg in Irland hat die deutsche Nationalmannschaft den EM-Ballast endgültig abgeworfen und ist mit positivem Stimmungsumschwung bereit für Schweden.

Das DFB-Team hat seinen Fans im Aviva Station in Dublin erstmals nach dem großen EM-Frust am Freitag ein grandioses Torfestivals geliefert. Erstaunlich leicht herausgespielt konnten die Nationalspieler einen 6:1-Erfolg gegen die irischen Spieler erzielen und damit als makelloser Tabellenführer in die nächste Runde gegen den schwedischen Konkurrenten starten. Allen voran überzeugte der Dortmunder Marco Reus, der vor rund 50 000 Zuschauer die irischen Fußball-Fans mit seinen Doppelpack-Treffern (32./40.) schockierte und damit den Weg zum höchsten Sieg auf der grünen Insel ebnete. Die Anschlusstreffer erzielte Mesut Özil per Foulelfmeter (55.), Miroslav Klose mit seinem 65. Länderspieltreffer (58.) und Toni Kross mit einem überragenden Doppeltreffer (61./83.). Nur in der Nachspielzeit konnte Andy Keogh (90.+2) einen Gegentreffer bei Bayern-Torwart Manuel Neuer erzielen.

„Ich denke, wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht und verdient gewonnen –  auch in der Höhe“, äußerte sich ein zufriedener Joachim Löw nach Abpfiff der Partie. Mit drei Siegen in drei WM-Qualifikationsspielen geht die deutsche Nationalmannschaft mit viel Rückenwind und Selbstbewusstsein in die nächste Runde gegen die bisher ungeschlagenen Schweden am Dienstag im Berlin. „Auch gegen Schweden muss die Disziplin und Organisation so gut wie heute sein“, erklärte der Bundestrainer Löw im Hinblick auf den stärksten Konkurrenten in der WM-Qualifikation. Mit dem eindrucksvollen irischen Sieg haben die DFB-Spieler ein deutliches Zeichen an die Welt gesetzt, was mit einer punktereichen Wiederholung gegen den nordischen Konkurrenten perfekt gemacht werden kann.

1. Bundesliga: Druck auf Magath steigt, Labbadia meldet sich nach Wutrede zurück

Wolfsburger Fans machen ihre Enttäuschung über die Vereinsleistung Magath‘s mit Schweigen und anklagenden Plakaten Luft wodurch der Druck auf den Trainer steigt.

Die Pfiffe bei Spielschluss gehören beim Wolfsburger Verein mittlerweile zur Standard-Verabschiedung. Die Fans fordern: „Magath raus!“ und äußern damit ihre Unzufriedenheit über die sportlich kriselnde Talfahrt ihres Tabellen-Vorletzten. Die neuesten Proteste der enttäuschten VfL-Anhänger wird mittlerweile noch subtiler. Die Fans machen ihrem Ärger jetzt mit Schweigen und anklagenden Plakaten beim Training Luft, wodurch Trainer Magath immer mehr unter Druck gerät. Beim Training des Fußball-Bundesligisten am Mittwochabend, versammelten sich rund 40 VfL-Anhänger mit Plakaten, die die Aufschriften „Nachhaltigkeit?!“ und „Europapokal?!“ trugen. Der internationale Wettbewerb ist in jeder Saison erklärtes Ziel, doch die Wolfsburger sind von ihren Zielen weit entfernt. Neben der vorletzten Bundesliga-Platzierung erreichten die Niedersachsen beim ehemaligen Champions-League-Gastspiel lediglich die Platzierungen 8, 15 und 8 – ein Ergebnis, das enttäuscht.

Vor knapp fünf Tagen platzte Stuttgarts Trainer Labbadia auf der Pressekonferenz nach dem 2:2 gegen Bayer Leverkusen schlichtweg der Kragen. Was danach folgte war eine Wutrede, bei der der VfB-Coach insbesondere die Medien ins Visier nahm. Lob als auch Kritik erntete er dafür, weitere Äußerungen blieben danach jedoch aus. Spekulationen über einen möglichen Rücktritt wurden laut. Nun meldet sich Labbadia zurück: „Nein. Welchen Grund hätte ich dazu? Ich bin gerne beim VfB.“ Nach der Ansprache habe es enorm viel Zuspruch von Trainerkollegen und Managern gegeben. „Es wird wirklich respektlos mit den Trainern umgegangen“, bestätigte Wolfsburgs Trainer Felix Magath den VfB-Coach.

Nationalelf: Poldi will zurück in Stammelf, Hoeneß-Konflikt geht in die nächste Runde

Durch Podolski’s starke Leistungen beim FC Arsenal will der 27-Jährige zurück in die Stammelf des Nationalteams wo der Konflikt um Chefkritiker Hoeneß in die nächste Runde geht

Podolski zeigt sich vor dem WM-Qualifikations-Doppelpack gegen Irland und Schweden besonders gut gelaunt. Anstatt in der Startaufstellung der Nationalelf eingesetzt zu werden, fand Podolski zuletzt nur Platz auf der Reservebank. Mit leichten Problemen am Sprunggelenk muss er sich außerdem gegen die jüngeren und phasenweise spielerisch besseren Kollegen Marco Reus, Mario Götze und Andre Schürrle durchsetzen. Nun strotzt der 27-Jährige nur so vor Selbstbewusstsein. Grund dafür sind seine herausragenden Leistungen beim 13-maligen englischen Meister FC Arsenal, zu dem der Traditionskölner im Sommer für 13 Millionen wechselte. Legende, Torjäger, Fanliebling und Wahrzeichen ist er bereits für die „Gunnar“ geworden. Dies gibt Hoffnung auf eine Einwechselung durch Bundestrainer Joachim Low am Freitag in Irland in die Startaufstellung der Nationalelf.

Während die volle Konzentration eigentlich auf das kommende WM-Qualifikationsspiel liegen sollte, geht der Konflikt zwischen der deutschen Nationalmannschaft und Chefkritiker Uli Hoeneß in die nächste Runde. Nach der Kritik des Bayern-Präsidenten an Kopfball-Profi Miroslav Klose, äußerte Nationalteam-Manager Oliver Bierhoff nun seine Enttäuschung gegenüber den Aussagen von Hoeneß.  „Miro hat sich für den FC Bayern und die Nationalmannschaft verdient gemacht. Das klang schon abfällig“, erklärte Bierhoff auf der ersten Pressekonferenz des DFB-Teams vor dem Qualifikationsspiel in Irland. Gleichzeitig forderte er Hoeneß stellvertretend für alle Akteure im Fußball-Geschäft auf, sich mit Äußerungen zurückzunehmen. Man müsse aufeinander zugehen anstatt sich gegenseitig zu bewerten. Dies bringe nur unnötig Unruhe.

Bundesliga: Ribéry und Weidenfeller im Wetteifer um deutsche Meisterschale

Für Bayern-Superstar Franck Ribéry ist das Erreichen Meisterschale nicht nur Spekulation sondern rückt durch den perfekten Saisonstart der Münchner in den Bereich des Möglichen.

Die Diskussionen um den diesjährigen deutschen Meisterschaftstitel sind wieder heiß am Laufen. „Wenn wir so weitermachen wie bis jetzt, mit diesem Hunger, dieser Aggressivität, diesem Zusammenhalt, dann können wir sogar ungeschlagen Meister werden“, verkündete der 29-Jährige Franzose gegenüber der „Bild“-Zeitung. Unrecht hat Ribéry nicht, denn der FC Bayern überzeugt als Erstlegist in der Fußball-Bundesliga. Der perfekte Ligastart mit dem siebten Sieg im siebten Spiel feierte der Rekordmeister bereits reichlich auf den Wiesn. In der Partie gegen TSG 1899 Hoffenheim galt Ribéry als überragende Spielfigur und Doppeltorschütze, der das Spiel mit einem entschiedenen 2:0 für seine Mannschaft entschied. Anstatt den Erfolg zu genießen, blickt der Franzose bereits nach vorne und träumt von einer ungeschlagenen Siegesserie des FC Bayern.

Mit den Spekulationen um die Vergabe der Meisterschale steht Ribéry nicht alleine da. Im Fokus von Top-Torhüter Roman Weidenfeller steht ebenfalls den Titel seines vierplatzierten Vereins zu verteidigen und zum erneuten Mal mit nach Dortmund zu nehmen. Trotz der neun Punkte Rückstand auf Fußball-Rekordchampion Bayern München lässt sich Weidenfeller nicht aus der Ruhe bringen. „Das ist eine absolute Momentaufnahme und macht uns gar nicht nervös“, äußerte er sich. Nach dem siebten Spieltag sei noch nie eine Liga entschieden worden. „Aus dem Grund können wir in aller Ruhe weiterarbeiten“, so der Torkeeper. Bereits in der vergangenen Saison lag der BVB in der Hinrunde acht Zähler hinter dem FC Bayern und wurde am Ende souverän deutscher Meister 2011.

DFB Nationalmannschaft: Löw kontert Hoeneß‘ Kritik, Ballack macht Trainerschein

Nach Hoeneß’ Kritik an Löw’s Umgang mit den DFB-Spielern kontert der Bundestrainer entschieden

„Wir machen, was wir für richtig halten“, konterte Joachim Löw gelassen am Montag beim Treffpunkt des DFB-Teams in Frankfurt am Main. „Mehr Druck“ statt „guter Laune“ forderte zuvor Bayern-Präsident Uli Hoeneß vom Bundestrainer im Umgang mit den Nationalspielern. In seinen Augen sei die Rundumversorgung von Lahm und Co. als überzogen zu bewerten. Bundestrainer Löw konterte darauf entschieden: „So lange die Spieler in diesem Maße konzentriert und intensiv arbeiten, was bislang immer der Fall war, werden wir die Dinge auch weiter so handhaben!“ Seit seinem Amtsantritt 2006 habe er sich ein, zwei Jahre noch dafür interessiert, „wer irgendwas dazu sagt, irgendwo in der Republik.“ Heute sei er völlig entspannt und mache genau das, was er für richtig hält.

Nach dem Rücktritt am 2. Oktober und damit Ende seiner aktiven Karriere, will Michael Ballack nun dem Rat eines alten Wegbegleiters folgen und den Trainerschein machen. Dies kündigte der frühere Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bereits in mehreren Zeitungen an. Damit folgt Ballack einem Rat von Rudi Völler, der als Teamchef gemeinsam mit dem Ex-Nationalspieler 2002 Weltmeisterschaftszweiter geworden war. „Die Fähigkeit und den Intellekt für den Trainerjob hat er“, äußerte sich Völler. Seine Entscheidung geschehe „unabhängig davon, ob ich später auch einmal als Trainer arbeiten werde.“ Obwohl der Fußball weiterhin ein Teil seines Lebens sein würde, so Ballack im Interview mit dem „Express“, möchte er die Vielzahl an neuen Möglichkeiten nutzen und sich seinen Interessen abseits des Fußballs widmen.

1. Bundesliga: HSV auf Erfolgstour, Frankfurt erlebt erste Saisonniederlage

Nach dem katastrophalen Saisonstart sind die Hanseaten dank Stürmer Heung Min Son mit einem 1:0 in Fürth weiter in der oberen Tabellenhälfte nach oben geklettert

Die Rede ist längst nicht mehr vom Abstieg. Nach drei trostlosen Niederlagen im Auftakt der Fußball-Bundesliga, bleibt der HSV nun vier Spiele in Serie ohne Niederlagen und liegt damit mit 10 Punkten auf Tabellenplatz 8. Grund dafür ist seit Samstagabend insbesondere Stürmer Heung Min Son, der den Siegtreffer bei Aufsteiger Greuther Fürth (1:0) erzielte. In einer dynamischen Einzelleistung ließ der 20-Jährige ab der Mittellinie drei Verteidiger stehen, versenkte den Ball mit einem platzierten Flachschuss im linken Eck und sicherte sich damit bereits sein viertes Saisontor. Ausbaufähig sei die spielerische Leistung seiner Mannschaft gewiss, gestand HSV-Trainer Trink offen nach Abpfiff. Nichtsdestotrotz zählt der Sieg in Fürth, welcher die Erfolgsserie der Hanseaten weiter fortsetzt.

Dahingegen wurde die Siegesserie von Eintracht Frankfurt gerade durch die seit sieben Spielen sieglosen Mönchengladbacher mit einem 2:0 beendet. Vor 51.193 Zuschauern im Borussia-Park brachte Juan Arango sein Gladbacher Team mit einem „Tor des Monats“ frühzeitig in Führung (8.). „Wir waren auf der Bank alle überrascht, als der plötzlich drin war. Ein Super-Tor!“, so Trainer Favre über den Top-Treffer. Der vermeintliche Millionen-Flop de Jong sicherte mit seinem zweiten Saisontreffer (24.) den souveränen Gladbacher Sieg. „Ich bin glücklich über mein Tor und dass wir endlich wieder gewonnen haben“, sagte der Gladbacher Stürmer über die zum Teil schwer zu meisternde Partie. Phasenweise behielt die Frankfurter Mannschaft überlegen die Ball-Führung und zeigte in Zweikämpfen den nötigen Biss.

Europa League: Stuttgarter Blamage in Norwegen, Mönchengladbach verliert selbstverschuldet

Nach dem Fehlstart in der Bundesliga blamierten sich die Schwaben durch geschluderte Chancenverwertung gegen Norwegens Meister Molde FK mit 2:0.

Bereits fünf Tage nach dem ersten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga ist der VfB unsanft auf dem Boden der Tatsachen gelandet. Während den 90. Minuten Spielzeit boten die Stuttgarter eklatante Defensivschwächen vor nur 5949 Zuschauern im Aker Stadion. Jo Inge Berget (58.) und Daniel Chima (88.) gelangen die entscheidenden Treffer für den norwegischen Meister Molde FK. „Wir haben extrem geschludert bei der Chancenverwertung“, schimpfte VfB-Sportdirektor Fredi Bobic. „Die Effizienz ist bei uns flöten gegangen!“ Nach dem 2:2-Auftakt gegen Steaua Bukarest haben die Schwaben in der Gruppe E damit nur einen Punkt auf dem Konto und müssen in drei Wochen gegen den FC Kopenhagen einen Sieg erringen, um in der Europapokal-Saison weiter zu kommen.

Auch die Mönchengladbacher gehen mit einer verschuldeten Niederlage von 2:4 gegen Fenerbahce Istanbul aus dem zweiten Spieltag der Europa League. Trotz Führungstreffer waren die Abwehrlücken zu groß, welche die Borussen im Spielverlauf nicht in den Griff bekamen. De Jong brachte durch einen Kopfballtreffer (18.) seine Gladbacher-Mannschaft in Führung, die jedoch durch den Freistoß von Christian (25.) und Distanzschuss von Raul Meireles (40.) verdient zur Pause zunichte gemacht wurde. Nachdem Arango für Mönchengladbach eine Großchance vergeben hatte, erhöhte Kujit für die Türken, was Joker de Camargo kurzzeitig korrigierte (74.)  Im Double-Treffer erhöhte Christian zum enttäuschenden 4:2-Endergebnis. Mit nur einem Punkt stehen die Borussen in der Gruppe C da und müssen im kommenden Heimspiel gegen Top-Verein Olympique Marseille einen punktereichen Sieg erringen.

Champions League: BVB bekommt späte Quittung, Schalke verpatzt Chance

Trotz der 2:1-Führung der Blauen kassiert Schalke Sekunden vor Schluss den bitteren Ausgleich gegen Montpellier und vergibt fahrlässig den Einzug ins CL-Achtelfinale.

Bundeslegist Schalke 04 kassierte in der Partie gegen HSC Montpellier Sekunden vor Schluss den bitteren 2:2-Ausgleich. Der 19-Jährige Julian Draxler erzielte im zweiten Gruppenspiel nicht nur nach dem frühen Rückstand den Ausgleich (26.), sondern holte auch den Foulelfmeter raus, den Torjäger Klaas-Jan Huntelaar zur zwischenzeitlichen Führung nutzte (53.). Karim Ait-Fana brachte die Franzosen zuvor in Führung (13.), die sich durch die Schalker Nachlässigkeit mit Souleymane Camara (90.) in der hektischen Schlussphase zum Ausgleich schossen. „Unser Problem war im Ballbesitz“, erklärte Schalke-Coach Stevens. „Es darf nicht sein, dass sich dann noch Konter für die Gegner ergeben!“ Draxler, als tragischer Held des Spiels, erlitt beim Foul durch Garry Bocaly einen Bruch im linken Unterarm.

Borussia Dortmund hat die Chance verpatzt, Fußball-Europa seine spielerische Macht zu demonstrieren. Beim englischen Meister Manchester City errang der deutsche Meister in einem mitreißenden Spiel zwar ein 1:1, doch in Anbetracht einer Vielzahl von Torchancen hätten die deutschen Double-Gewinner als punktereicher Sieger vom Platz gehen müssen. „Wenn man so spielt…dass man dann auch die komplette Punktzahl mitnehmen will, ist nachvollziehbar“, äußerte sich Trainer Jürgen Klopp nach Abpfiff. Marco Reus erzielte das erste Tor für die Borussen (62.), Mario Balotelli glich kurz vor Schluss durch einen Handelfmeter (89.) aus und zerstörte damit den Traum einer siegreichen BVB-Partie in der Königklasse. Die starken Dortmunder stehen in der Hammergruppe D nach zwei Spieltagen mit vier Punkten souverän da.

Champions League: Bayern beendet Siegesserie, Ballack seine Vorzeige-Karriere

Zehn Pflichtspiele in Folge gewonnen und trotzdem kassierte Münchnens Rekordmeister ein 1:3 gegen CL-Außenseiter BATE Borissow.

Zehn Pflichtspiele nacheinander hat der deutsche Rekordmeister gewonnen, doch gegen die starken Weißrussen wollte der Ball am gestrigen Abend einfach nicht ins Tor gehen. Wie in der Bundesliga wollten die Münchner auch am zweiten Spieltag der Champions League ihre Macht demonstrieren, kassierten jedoch gegen Außenseiter BATE Borissow mit 1:3 überraschend die erste Saisonniederlage. Es hätte anders laufen können, wenn Kroos die Riesenchance zur Führung genutzt hätte. Spieler des Abends waren dafür Alexandr Pawlow (23.), Witali Rodionow (78.) und Renan Bressan (90.+4), die für ihre Mannschaft aus Weißrussland die Treffer zum überragenden Ergebnis schossen. Franck Ribéry gelang in der Nachspielzeit (90.+1) nur noch der Anschlusstreffer. In der Gruppe F steht der FC Bayern mit dem FC Valencia nun punktgleich auf und sechs Punkte hinter Borissow.

Währenddessen schließt ein langjähriger Fußball-Profi endgültig im stillen Abgang mit seiner Fußballer-Karriere ab. Der „Capitano“ Michael Ballack beendet ohne großes Aufsehen und nicht ganz unerwartet seine aktive Laufbahn. „Mit 36 Jahren blicke ich auf eine lange und wunderbare Zeit im Profifußball zurück, von der ich als Kind nie zu träumen gewagt hätte“, erklärte der langjährige Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Auch Joachim Löw würdigte seinen stillen Abschied, deren Verhältnis durch das unwürdige DFB-Auswahl-Ende Ballacks als zerrüttet galt: „Auf dem Platz strahlte er immer eine große Dominanz aus, für den Erfolg hat er alles getan.“ Nun ist es Zeit für Michael Ballack ein „neues Kapitel“ in seiner weiteren Laufbahn einzuschlagen.