Wird dieser Bubi das neue Aushängeschild des VFL Wolfsburg?

Dürfen wir vorstellen: Maximilian Arnold, 19 Jahre jung. Der Jungstar musste im Januar noch die Schulbank drücken und war daher nicht mit im Wintertrainingslager der Niedersachsen. Ein halbes Jahr später ist Arnold fester Bestandteil und Hoffnungsträger des VFL Kaders.

Wolfsburg Boss Boss Klaus Allofs prophezeit dem Jungen eine Riesenkarriere. Während anderorts bei Talenten auf die Bremse getreten wird, geht Allofs bei Arnold in die Offensive und sagt zum Thema Nationalmannschaft: „Natürlich kann er das schaffen“, so Allofs. „Bei ihm geht mir so etwas leichter von der Zunge, weil ich weiß, dass er damit sehr gut umgehen kann. Er kann den Weg gehen, den auch Mario Götze und Julian Draxler gegangen sind.“

In der letzten Rückrunde startete Arnold bei den Wölfen durch. Erzielte drei Treffer in sechs Spielen. Arnold ist im offensiven Mittelfeld Zuhause und trifft dort auf hochkarätige Konkurrenz: Diego, Ivan Perisic, Vierinha und Caligiuri heißen die Kontrahenten.

Arnold selbst gibt sich entspannt: „Ich kann auf vielen Positionen spielen“. VFL-Trainer Hecking kann sich Arnold sogar auf der Doppelsechs vorstellen. Aber auch im defensiven Mittelfeld ist der Konkurrenzkampf groß und wird vielleicht noch größer sollte Wunschspieler Gustavo von den Bayern kommt. Allofs hat inzwischen das Interesse der Wölfe bei Bayern-Boss Rummenigge offiziell hinterlegt.

Die VFL-Verantwortlichen sind trotz der großen Wettbewerbssituation von den Qualitäten Arnolds überzeugt und sicher, dass er seinen Weg gehen wird. Sowohl Trainer als auch Sportchef planen fest mit dem Youngstar und dabei gehen die Planungen bereits so weit, dass Arnold – stammt aus der eigenen Jugend – zum neuen Gesicht des VFL Wolfsburg werden soll.

Wenn es nach den Verantwortlichen geht, wandelt Arnold auf den Spuren von Draxler und Götze. Sorgen, dass das Supertalent die Wölfe vorzeitig verlassen könnte, wie Götze die Dortmunder, muss man sich in Wolfsburg nicht machen. Arnold hat einen Vertrag bis 2017 unterschrieben – ohne Ausstiegsklausel!

Wandelt Arnold also tatsächlich auf den Spuren von Götze und Draxler, die längst zu den großen Nummern der Liga gehören? Muss der VfL gar befürchten, sein Großtalent schon bald ziehen zu lassen? Götze machte schließlich in diesem Sommer von einer Ausstiegsklausel Gebrauch und wechselte von Dortmund zu den Bayern, Draxler verlängerte auf Schalke bis 2018 und verfügt nun ebenfalls über eine Ausstiegsoption.

Lewandowski gibt keine Ruhe

Im Supercup gegen die Bayern wusste Dortmunds Top-Stürmer zu überzeugen. Nach der Partie meldete sich der Pole erneut zu Wort und brachte erneut sein Unverständnis über den geplatzten vorzeitigen Wechsel zu den Münchnern zum Ausdruck.

Wie gewohnt kämpfte Dortmunds Star-Knipser im Supercup gegen die Bayern. Lewandowski konnte sogar einen Treffer markieren, der allerdings wegen Abseits nicht zählte. Aber so richtig auf Hochtouren kam der Goalgetter erst nach Abpfiff!

Lewandowski äußerte sich nach dem Schlusspfiff zu seiner Situation: „Das Thema ist erledigt. In der Mannschaft fühle ich mich gut“, sagte der Torjäger und führte fort: „Aber ich habe ein bisschen Probleme mit anderen Leuten. Es ist ein schwieriges Thema.“ Das der Pole damit die sportliche Führung meint, ist jedem bewusst: neben Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auch BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

„Es ist doch klar, dass Robert das auf mich fokussiert. Aber ich muss Entscheidungen im Sinne des Vereins treffen“, sagte Klubchef Watzke dazu: „Dass Robert jetzt ein bisschen gram ist, kann ich akzeptieren.“ Das Wechseltheater scheint ein unendliches Thema zu sein und könnte im Saisonverlauf noch häufiger für Unruhe sorgen.

Die Fronten bleiben verhärtet. Lewandowski ist immer noch angefressen, weil die BVB-Verantwortlichen ihm den Wechsel nach München untersagten. Seit Wochen betonen Lewandowski und seine Berater immer wieder, dass es eine mündliche Vereinbarung  gab, wonach der polnische Nationalstürmer in diesem Sommer zu seinem Wunschverein, dem FC Bayern München wechseln dürfe.

Dem hält die Dortmunder Führungsriege strikt entgegen und will von einer deratigen Vereinbarung nichts wissen. Die Klubführung beharrt darauf, dass ihr Top-Angreifer seinen Vertrag bis 2014 erfüllt. Anschließend könne er ruhig wechseln.

Damit scheint sich Lewandowski aber einfach nicht abfinden zu wollen. Inzwischen spielt der Pole zwar wieder im BVB-Trikot und zeigt eher durchwachsende Leistungen: im Supercup recht ansprechend, eine Woche zuvor beim Telekom-Cup eher lustlos!

Lewandowski weiß, dass er sich nicht hängen lassen darf, aber insgeheim scheint er aber immer noch auf einen vorzeitigen Wechsel nach München zu hoffen. Warum sollte der Pole sonst immer wieder mit dem Thema anfangen?

Man darf gespannt sein auf die kommenden Wochen und den Saisonverlauf!

Wir sind Europameisterin + Dortmund holt Supercup + 100.000 eröffnen Saison auf Schalke + Schweinsteiger Fußballer des Jahres +

Was für ein Sportwochenende: Unsere Fußball-Mädels schlagen im Finale Norwegen mit 1:0 und sind Europameister. Dortmund schlägt die Bayern 4:2 und fügt Guardiola die erste Niederlage zu. Bastian Schweinsteiger ist Fußballer des Jahres und auf Schalke kommen 100.000 zur offiziellen Saison-Eröffnung.

Frauen-Fußball-Europameisterschaft

Solna. Unsere DFB- Mädels schlugen in einem ausgeglichen Finale Norwegen mit 1:0. Damit konnte die Truppe von Bundestrainerin Sylvia Neid Ihren Titel erfolgreich verteidigen. Zum sechsten Mal in Folge konnte sich die DFB-Auswahl den Titel sichern und setzte sich damit zum insgesamt achten Mal die Krone auf! Mit zwei gehaltenen Elfmetern avancierte Torhüterin Nadine Angerer zur Finalheldin. Das Tor des Tages konnte Joker Mittag erzielen.

Mit diesem Titel baute Bundestrainerin Sylvia Neid Ihre eigene Titelliste weiter aus. Jeweils dreimal konnte Neid den Titel als Spielerin und Co-Trainerin gewinnen und jetzt auch noch zum zweiten Mal als Bundestrainerin. Gratulation.

Dortmund holt den Supercup

In einer munteren Partie konnten sich die Borussen mit 4:2 gegen den FC Bayern durchsetzen und fügten Star-Trainer Pep Guardiola seine erste Niederlage als Bayern-Trainer zu. Die Westfalen gingen durch einen Patzer von Bayern-Keeper Starke bereits früh in Führung. In der zweiten Hälfte kämpfte sich der Triple-Gewinner noch einmal zurück, geriet aber schnell erneut in Rückstand. Für Dortmund trafen zweimal Reus, Gündogan und van Buyten mit einem Eigentor, für die Münchener traf zweimal Arjen Robben. Glückwunsch!

Gelsenkirchen

100.000 Fans kommen zum traditionellen Schalke-Tag. Unter dem Motto „Schalke zum Anfassen“ präsentierten sich die Schalker Ihren Fans. Auch das Abschiedsspiel für Schalkes ehemaligen Stürmerstar Raul war restlos ausverkauft. Mit 9:0 schickten die Gelsenkirchenener den Rekordmeister aus Katar zurück in die Wüste. Raul spielte in beiden Teams jeweils 45 Minuten und konnte zum Abschied zwei Treffer erzielen. Das Ende einer großartigen Karriere. Schalke wünscht Raul alles Gute!

München

Bastian Schweinsteiger ist Fußballer des Jahres. Der Vize-Kapitän vom Triple-Gewinner Bayern München konnte 92 der insgesamt 527 Stimmen der deutschen Sportjournalisten für sich verzeichnen. Bei der Abstimmung konnte sich Schweinsteiger gegen seine Mannschaftskameraden Franck Ribery (87 Stimmen) und Thomas Müller (85 Stimmen) durchsetzen. Schweinsteiger zeigte sich überrascht und gleichzeitig „geehrt“. Herzlichen Glückwunsch!

Hecking will mit Wolfsburg die Nr. 1 im Norden werden

Heute beendet der VFL sein Trainingslager in der Schweiz. Mit ordentlich Selbstvertrauen im Gepäck nach zwei 2:1 Testspielsiegen gegen Altach und St. Gallen. Am Nachmittag wird die Mannschaft zurück in Wolfburg erwartet.

Neben vielen taktischen Übungsheiten standen im Trainingslager auch eine Menge Einzelgespräche auf der Tagesordnung. „Die Meinung meiner Führungsspieler ist mir wichtig, um zu sehen, was wir noch verbessern müssen“, so Trainer Dieter Hecking.

Und der Trainer verfolgt ehrgeizige Ziele mit seinen Schützlingen. Neben der Europa-League-Quali strebt Hecking auch die Vorherrschaft im Norden an: „Ich möchte vor Bremen, Hamburg und Hannover die Nummer 1 werden.“

Um seine Vorstellungen zu verwirklichen, schafft der Trainer die Stammplätze ab und setzt auf ein Gerüst aus Führungsspielern u.a. mit Spielmacher Diego, Abwehrchef Naldo und Torwart Benaglio. Hecking dazu: „Bei der Qualität unseres Kaders gibt es eigentlich keinen Stamm mehr. Aber ich habe eine Achse im Kopf.“

Wenn es nach Hecking und Boss Klaus Allofs geht hilft ein Bayern-Star dabei, die Ziele zu erreichen. Die Niedersachen buhlen offen um die Dienste von Bayerns Allrounder Luiz Gustavo. Allofs: „Er ist jetzt ein paar Tage in München und wartet wie es läuft. Danach rede ich mit seinem Berater.“​

Allerdings werden sich die Wolfsburger bei einer Verpflichtung des brasilianischen Nationalspielers ordentlich strecken. Denn auch die beiden englischen Top-Klubs FC Chelsea mit Star-Trainer Mourinho und der FC Arsenal locken Gustavo.

Aber Sport-Boss Allofs gibt sich kämpferisch: „Es gibt viele Hindernisse. Aber sie sind nicht unüberwindbar. Wir dürfen uns nicht verstecken und die Flinte zu früh ins Korn werfen.“​

Ein Gewinner der Vorbereitung hat indes Glück im Unglück. Neuzugang Caligiuri (kam vom SC Freiburg), hat sich am Sprunggelenk verletzt und muss einige Tage pausieren. Trainer Dieter Hecking: „Nicht ganz so schlimm, wie anfangs befürchtet. Er darf ein paar Tage nichts machen. Es ist möglich, dass er zum Saisonstart dabei ist.“

Ein Abgang steht auch kurz bevor. Ibrahim Sissoko, der in der Schweiz nicht mit von der Partie war, verhandelt mit dem französischen Klub St. Etienne über einen vorzeitigen Wechsel.​

Noch eine Anekdote am Rande. Wolfsburgs Koreaner Ja-Cheol Koo – in seiner Heimat ein absoluter Superstar –, der zuletzt anderthalb Jahre an Augsburg ausgeliehen war, verriet jetzt wie er Deutsch lernte. Mit dem Kinderkanal und der Sesamstraße!

Werders holprige Vorbereitung – Trainer Dutt unzufrieden

Der SV Werder Bremen stolpert durch die Vorbereitung. Inzwischen haben die Hanseaten vier Testspiele in Folge verloren. 0:1, 2:3, 2:3, 1:2 lauteten dabei die Ergebnisse.

Nach der jüngsten 1:2 Niederlage bei Drittliga-Aufsteiger RB Leipzig schlug Trainer Robin Dutt erstmals einen etwas schärferen Ton an. „Ich bin natürlich nicht zufrieden“. Dutt weiter: „Wir haben sehr viele Fehler gemacht in den Bereichen Aggressivität, Kompaktheit und Umschalten. Wir haben noch ganz viel Arbeit vor uns.“

Zuvor hatten Dutts Schützlinge bereits 0:1 beim Drittligisten Osnabrück sowie jeweils 2:3 gegen die niederländischen Klubs Zwolle und Ajax Amsterdam verloren. Das Testspiel gegen Leipzig, nutzte Dutt erneut zum Ausprobieren. Erstmals spielte Werder mit einem 4-3-3 System.

Dabei schickte Dutt die zweite Garde aufs Feld zu der auch Skandalstürmer Marko Arnautovic zählte. Deswegen wollte der Trainer die Kritik an seiner jungen Mannschaft auch nicht „zu hoch“ ansetzen. Die Werderaner starteten sogar besser ins Spiel und gingen in Führung gegen die Leipziger.

Doch ab Minute 20 stellten die jungen Bremer den Spielbetrieb ein. Folgerichtig drehte der Drittliga-Aufsteiger die Partie. Als Dutt nach rund 70 Minuten die erste Elf brachte, war es bereits zu spät und so ging die Partie verloren.

Trotz der vierten Testspiel-Niederlage in Folge, warb Trainer Dutt um Geduld. „Es hat nie einer gesagt, dass nach zwei Wochen taktischer Arbeit alles funktioniert. Wir müssen viele, viele kleine Schritte gehen. Bei vielen erfolgreichen Mannschaften dauert es bis zu einem Jahr, bis ein System einstudiert ist.“

Bleibt der nächste Test gegen Drittligist Erfurt abzuwarten. Dutt kündigte schon einmal vorsorglich an mit der stärksten Elf antreten zu wollen. „Allein damit die Fragen aufhören, wäre ein Sieg gut“, so Dutt und fügte hinzu: „Es wird aber nichts anders sein, wenn wir einen Test gewinnen.“

Aber für etwas Ruhe im Umfeld, würde selbst ein  Testspiel-Sieg gegen einen Drittligisten sorgen …

Hertha Trainer Luhukay droht Spielern mit Rauswurf

Bei Bundesliga-Aufsteiger Hertha BSC Berlin ist Feuer unterm Dach. Chefcoach j25 Luhukay kündigt ein hartes Durchgreifen an, falls einer der Profis den Teamgeist und die Stimmung negativ beeinflussen sollte.

Damit nahm der Niederländer schon einmal vorab seinen Profis den Wind aus den Segeln, denn er kündigte im gleichen Atemzug schwierige Personalentscheidungen an. „Wir haben noch zwei Wochen bis zum Ligastart, ich will jetzt nicht auf einzelne Namen eingehen. Aber ja, es wird gewisse Verschiebungen geben“, so Luhukay. Zu den Härtefällen werden vermutlich auch einige Stammspieler aus der vergangenen Zeitliga-Saison zählen.

Wichtig ist dem Coach die Reaktion der Spieler: „Jeder Spieler darf enttäuscht sein oder frustriert sein über gewisse Trainer-Entscheidungen. Aber am Ende soll er kein Störfaktor werden und eventuell das Gefüge negativ beeinflussen“, so Luhukay.

Zudem stellt der Trainer klar: „Wer als Störfaktor auffällt, muss damit rechnen, dass er nicht wieder in den 18er-Kader zurückkommt“.  Damit droht der knurrige Coach seinen Spielern offen mit dem Rauswurf.

Zurzeit befinden sich die Berliner noch im Trainingslager in Österreich. Demnächst steht noch die Kapitänswahl an. Im letzten Jahr trug noch Mittelfeldspieler Peter Niemeyer die Binde. Ob es dabei bleibt ist momentan völlig offen.

Ebenso unmissverständlich wie Luhukay seinen Profis die Gangart vorgibt, dämpft er auch die Erwartungen im Umfeld des Hauptstadtklubs. „Ich bin Realist. Hertha wird in den nächsten drei Jahren keinerlei Anspruch auf höhere Ziele erheben können“, sagte der Trainer mit Blick auf die beschränkten finanziellen Möglichkeiten der Hertha.

„Der größte Fehler wäre, wenn wir in Berlin anfangen, jetzt größere Ansprüche zu stellen. In den nächsten drei Jahren ist Hertha von Zielen wie Europa League oder Champions League meilenweit entfernt.“ Hierzu Luhukay. Vom Klassenerhalt des Zweitliga-Meisters ist der Trainer allerdings felsenfest überzeugt. „Ich denke, dass wir in der Bundesliga mit sieben, acht anderen Mannschaften konkurrenzfähig sind.“

VFB Stuttgart zieht trotz Rekordverlust positive Bilanz

Die Schwaben haben das Geschäftsjahr 2012 mit einem Rekordverlust abgeschlossen. Trotzdem zieht man beim VFB ein positives Fazit und sieht sich für die Zukunft gut gerüstet.

Auf der gestrigen Mitgliederversammlung gab Finanzvorstand Ulrich Ruf den Rekordverlust bekannt. Mit einem Minus von 9,7 Mio. Euro schlossen die Stuttgarter das abgelaufene Geschäftsjahr 2012 ab. Trotzdem ist der Klub finanziell gut aufgestelllt.

Das Geschäftsjahr 2011 schlossen die Schwaben – bei einem Umsatz von gut 118 Mio. Euro – noch mit einem Gewinn von rund 71.000 Euro ab. Auch der Umsatz sank im Geschäftsjahr 2012 um circa acht Millionen Euro. Nichts desto trotz konnten die Schwaben Ihre Verbindlichkeiten weiter abbauen.

Finanzvorstand ruf betonte auf der Mitgliederversammlung mehrfach, dass der Klub trotz der schlechten Zahlen sehr gut für die Zukunft aufgestellt ist. „Wir haben trotz des negativen Ergebnisses die Lizenz für die kommende Spielzeit ohne Bedingungen und Auflagen erhalten. Wir haben, was sich auch an unsere Transferaktivitäten zeigt, genügend finanzielle Spielräume, um die erforderlichen Spielerverpflichtungen zu tätigen“ hierzu Ruf.

Mit dem sportlichen Abschneiden in der vergangenen Saison ist der Vorstand nur bedingt zufrieden. „In der Bundesliga haben wir uns natürlich deutlich mehr als Platz zwölf gewünscht“, erklärte Ruf: „In der Europa League gab es Licht und Schatten, das Highlight der abgelaufenen Spielzeit war aus VfB-Sicht eindeutig der DFB-Pokalwettbewerb.“

Neben der wirtschaftlichen und sportlichen Analyse wurde auch noch eine Entscheidung für die Zukunft getroffen. Mit 79,9 Prozent aller Stimmen entschieden die Mitglieder eine Rückkehr zum alten Vereinswappen mit dem Gründungsjahr 1893 im Emblem. Die Jahreszahl wurde die Jahreszahl durch den Schriftzug Stuttgart ersetzt. Nun die Kehrtwende. Die Entscheidung wurde von den Fans frenetisch gefeiert. Offiziell erfolgt die Rückkehr zum alten Logo in einem Jahr.

FC Bayern: erster Titel, erstes Thiago-Tor

In erschreckender Frühform holen sich die Bayern mit dem Telekom Cup den ersten Titel der Saison. Neuzugang Thiago Alcantara trifft beim Finalsieg gegen Gladbach.

Nach dem dominanten 5:1 Finalsieg gegen die Borussia aus Münchengladbach, stemmte Kapitän Philipp Lahm den ersten Titel der Saison in die Höhe. Neu-Trainer Pep Guardiola hielt sich merklich zurück als die Mannschaft den Sieg beim Telekom Cup in der Fankurve feierte. Zu unbedeutend der Titel.

Trotzdem konnten Guardiolas Bayern, eine erste Duftmarke setzen. Dem klaren 5:1 Finalsieg gegen die Gladbacher, war ein ebenso deutliches 4:0 im Halbfinale gegen den HSV vorausgegangen. Was seine Mannschaft zeigte, dürfte dem Star-Trainer gefallen haben.

Guardiola setzte beim Finalsieg auf ein 4-3-3. Neben Arjen Robben und Thomas Müller spielte überraschenderweise Kapitän Philip Lahm im Mittelfeld. Trotz der ungewohnten Formation wussten die Münchner zu überzeugen und zauberten los, was das Zeug hielt.

Das 1:0 war eine Co-Produktion von „Robbery“. Mit einem klugen Pass hebelte der Holländer die Abwehr der Borussen aus, Ribery vollstreckte eiskalt. Kurz darauf erhähte Lahm auf 2:0.

Dann folgte ein kurioses Tor. Guardiolas Wunsch-Verpflichtung Thiago Alcantara wuchtete eine Flanke von Boateng mit der Brust in den Kasten und erhöhte auf 3:0. Beim 4:1 revanchierte sich Ribery bei Robben und servierte zum Kopfballtreffer des Holländers eine maßgeschneiderte Flanke.

Den Schlusspunkt zum 5:1 setzte Nationalspieler Thomas Müller. Zwischenzeitlich mussten die Bayern durch Luuk de Jong (Foulelfmeter), den ersten Gegentreffer der Vorbereitung hinnehmen.

Titel-Rivale Borussia Dortmund sicherte sich durch ein 1:0 gegen den Hamburger SV mit Platz 3 den Trostpreis. Die Dortmunder konnten noch nicht überzeugen. Trainer Klopp ist immer noch auf der Suche nach einem Vertreter des verletzten Neu-Spielmachers Mkhitaryan.

Frankfurt: wie lange hält der Frieden?

Nach dem geplatzten Transfer von Nicklas Bendtner zur Eintracht herrscht zwischen Trainer Armin Veh und Vorstandsboss Heribert Bruchhagen dicke Luft. Am Montag begann das zweite Trainingslager der Frankfurter. Laut Veh das wichtigere – aber mindestens genauso wichtig ist für den Trainer die Verpflichtung eines zweiten Stürmers.

In Längenfeld, Tirol bereiten sich die Hessen auf die neue Bundesliga-Runde vor. Es steht viel Arbeit mit Ball auf dem Programm. Ursprünglich war geplant, dass der Stürmer spätestens hier mit der Mannschaft trainiert. Doch noch immer konnte kein weiterer Angreifer an den Main gelockt werden.

Trainer Armin Veh hatte mehrfach darauf hingewiesen, wie wichtig es sei, dass der neue Stürmer beim zweiten Trainingslager dabei ist, damit er sich an die Laufwege gewöhnen kann. Aber weder die Verpflichtung von Wunschstürmer Vaclav Kadlec noch eine Ausleihe von Eren Derdiyok ließen sich bisher verwirklichen.

Sportdirektor Bruno Hübner indes gibt die Hoffnung auf Kadlec nicht auf. Nun versucht man den Tschechen, nach den für Sparta Prag wichtigen Spielen in der Europa League Qualifikation, loszueisen.

Auslöser des neuerlichen Konflikts zwischen Veh und Bruchhagen ist aber immer noch der geplatzte Transfer von Arsenal-Star Bendtner. Bruchhagen hatte in einem Interview ausgeplaudert, dass der Däne nicht zu finanzieren sei, noch bevor der Klub den Spieler informiert hatte. Dies hatte den Trainer maßlos erzürnt.

Immer wieder ist das Verhältnis zwischen Vorstand und Trainer erheblichen Spannungen ausgesetzt. Hauptstreitpunkt ist hierbei der Lizenzspieleretat. Der Trainer fordert Verstärkungen, der Vorstandsboss wirtschaftliches Denken. Trotz aller Reibungspunkte gibt der Erfolg beiden Recht.

Und spätestens wenn der neue Stürmer gefunden ist und die Eintracht den Erfolg aus der vergangenen Saison nur annähernd wiederholen kann, sind alle Beteiligten wieder glücklich und zufrieden.

Verlässt Confed Cup-Gewinner Luiz Gustavo die Bayern?

Nach Stürmer-Star Mario Gomez steht angeblich der nächste Bayern-Star vor dem Absprung. Aufgrund des Überangebots im defensiven Mittelfeld des Triple-Gewinners steht der brasilianische Nationalspieler zum Verkauf.

Neu-Trainer Pep Guardiola bevorzugt ein 4-1-4-1 System. Da wird es eng für den einen oder anderen Hochkaräter. Aus diesem Grund zog es bereits Stürmer Mario Gomez zum AC Florenz. Und nun scheint Luiz Gustavo das nächste Opfer zu sein.

Guardiola plant auf der Position vor der Abwehr mit Bastian Schweinsteiger und Javi Martinez als Abräumer. Und auch Toni Kroos könnte bei Bedarf auf dieser Position spielen. Zu viele Stars für nur eine Position.

Ähnlich wie bei Mario Gomez bieten die Münchner Luiz Gustavo nicht aktiv an. Aber intern ist klar: bei einem entsprechenden Angebot würde man dem Brasilianer keine Steine in den Weg legen.

Die ersten Interessenten haben bereits angeklopft. Aus England hört man vom Interesse des FC Chelsea, der auf der Suche nach einem Ersatz für den abwanderungswilligen John Obi Mikel ist. Gut 20 Mio. Euro sollen die Londoner bereit sein in Luiz Gustavo zu investieren.

Damit würde ein Verkauf von Gustavo auch noch zu einem guten Geschäft für den Rekordmeister werden. 2011 war der flexibel einsetzbare Brasilianer für eine Ablöse von 17 Mio. Euro aus Hoffenheim an die Isar gewechselt. Gustavo, der inzwischen zum Stammspieler in der Selecao herangereift ist, dürfte auch großes Interesse an einem Wechsel haben, denn er braucht unbedingt Spielpraxis für die WM 2014.

Und auch aus der Bundesliga meldet sich ein erster Interessent mit dem VFL Wolfsburg. Manager Klaus Allofs hat ein Auge auf Gustavo geworfen. „Er erfüllt alle Kriterien“, so Allofs. Bisher haben sich die Wölfe auf dem Transfermarkt zurückgehalten. Jetzt will man in den Poker um Gustavo einsteigen. In Kürze sollen Gespräche mit Gustavos Manager Roger Wittmann aufgenommen werden.