Überraschung auf dem Transfermarkt: Bayer holt Eren Derdiyok zurück

Jetzt ist der Kader der Werkself komplett – mit Eren Derdiyok wechselt ein alter Bekannter – vorerst für ein Jahr auf Leihbasis – zurück nach Leverkusen. Auch der FC Augsburg darf sich freuen und damit große Hoffnungen auf die Verpflichtung von Arkadiusz Milik machen.

Heute, am Freitagmorgen, wurde der Transfer-Deal mit Derdiyok eingetütet. Die Leihgebühr für den in Hoffenheim in Ungnade gefallenen Schweizer Nationalstürmer beläuft sich auf rund 500.000 Euro. Bayer plant mit Derdiyok als Back Up für Top-Stürmer Kießling.

Derdiyok spielte bereits von 2009 bis 2012 für Bayer, wo er seinerzeit 25 Tore in 90 Ligaspielen erzielen konnte. 2012 wechselte er dann für rund fünf Millionen Euro nach Hoffenheim. Dort konnte der talentierte Angreifer die Erwartungen jedoch nie erfüllen. Nur 19 Einsätze und ein Tor konnte Derdiyok auf seinem Konto verbuchen. Irgendwie passte die Chemie zwischen Spieler und Klub nicht.

Trainer Markus Gisdol berücksichtigte Derdiyok nach seiner Amtsübernahme bei der TSG dann überhaupt nicht mehr und sortierte den Schweizer aus. Trainingsgruppe 2 hieß es seitdem für Derdiyok und einige Leidgenossen. Mit dem Wechsel zurück an den Rhein erhofft sich Derdiyok einen Neustart.

Durch die Verpflichtung Derdiyoks, machen sich die Augsburger nun wieder berechtigte Hoffnungen auf Bayers Arkadiusz Milik. Der junge Pole, der erst im Winter an den Rhein gewechselt war, konnte in Leverkusen bisher nicht die gewünschte Entwicklung vollziehen. Man traut Milik noch nicht zu Kießling zu vertreten. Die Augsburger wiederum würden ihn gern als Ersatz für den verletzten Raul Bobadilla ausleihen.

Schalke: Aogo kommt – geht Draxler?

Durch zwei tolle Aktionen von Julian Draxler und Max Meyer konnte sich Schalke 04 für die Champions League qualifizizieren. Doch nach der Zitterpartie wollte keine Euphorie aufkommen. Die Erleichterung überwog bei Königsblau.

Julian Draxler zur Gemütslage „Es ist mit Sicherheit keine heile Welt auf Schalke. Wir müssen auf jeden Fall nachlegen“. Und das haben die Verantwortlichen auch bereits. Und zwar auf dem Transfermarkt.

Vom Hamburger SV wechselt Nationalspieler Dennis Aogo nach Gelsenkirchen. Vorerst wird der Verteidiger für ein Jahr ausgeliehen.

Doch was passiert mit Jung-Star Julian Draxler? Wechselt Draxler doch noch für 70 Mio. Euro?

Manager Horst Heldt dazu: „Wir planen mit Julian, aber wenn jetzt ein Angebot über 70 Millionen kommt, was sage ich dann? Wir planen mit ihm, alles andere in dieser verrückten Fußball-Welt kann ich nicht beeinflussen.“ Bleibt abzuwarten, was in den verbleienden Tagen der aktuellen Transferperiode noch alles passiert und, ob einer der internationalen Top-Klubs so nervös wird, dass er bereit ist die festgeschriebenen 70 Mio. Euro nach Gelsenkirchen zu überweisen. Eines ist sicher, solange die Wechselfrist nicht abgelaufen ist, werden auch die Spekulationen nicht abreissen.

In Saloniki war Draxler gemeinsam mit Nachwuchshoffnung Max Meyer der Matchwinner und Garant für den Einzug in die Champions League. Damit können die Schalker schon einmal mit einer Garantieeinnahme von 20 Mio. Euro rechnen.

Größte Baustelle bei Königsblau bleibt weiterhin die Abwehr. Wie bereits in der Bundesliga, wo die Schalker nur einen Punkt aus drei Partien einfahren konnten, strahlte die Schalker Defensivabteilung auch in Saloniki alles andere als Sicherheit aus. Nun setzen die Verantwortliche Ihre Hoffnungen auf Neuverpflichtung Aogo, der für mehr Stabilität sorgen soll.

Das Geheimnis um Werders Mister X ist gelüftet

Seit ein paar Tagen hält sich ein unbekannter Spieler an der Weser auf. Jetzt konnte das Rätsel um die Identität des Spielers gelöst werden. Es handelt sich um den 25-jährigen Linksverteidiger Santiago Garcia von Serie-A-Absteiger US Palermo. Werder Geschäftsführer Eichin bestätigte: „Wir beobachten den Spieler seit März und haben Interesse, ihn zu verpflichten“

Garcia hat seinen Vertrag in Palermo gekündigt. Doch offen ist, ob dies auch tatsächlich rechtens war.

Viele Klubs sind interessiert am argentinischen Linksverteidiger. Damit Werders Chancen auf einen Transfer steigen, haben sich die Verantwortlichen dazu entschlossen, Garcia für ein paar Tage schon einmal an die Weser zu holen.

Genauso geheimnisvoll wie der Aufenthalt des Argentiniers sind die Chancen auf eine Verpflichtung. Werder Geschäftsführer Eichin zeigt sich momentan aufgrund der ungeklärten Situation noch äußerst skeptisch. „Rechtlich sind noch Fragen offen“, so Eichin.

Garcia, der in der vergangenen Saison unumstrittener Stammspieler in Palermo war, hat seinen Kontrakt gekündigt, nachdem er bei den heißblütigen Tifosi in Ungnade gefallen war.

Ob das allerdings rechtlich einwandfrei war und der Spieler somit ablösefrei ist, gilt es noch zu klären. Die FIFA beschäftigt sich bereits mit dem Fall und will noch vor Ende der Transferperiode eine Entscheidung fällen.

Zusätzlich erschwert wird der Transfer durch die Tatsache, dass ein chilenischer Klub namens Club Social de Deportes Rangers einen Teil der Transferrechte erworben hat.

Trotz aller Schwierigkeiten sind die Verantwortlichen an der Weser von Garcia überzeugt. Der 1,91 Meter große und 89 Kg schwere Außenverteidiger beackert die linke Seite. Er ist defensiv gut geschult, verfügt über Offensivdrang und Experten bescheinigen ihm noch erhebliches Steigerungspotenzial.

Für die Bremer heißt es nun erst einmal Abwarten, wie die Fifa entscheidet und sich der Fall entwickelt. Gleiches gilt, für mögliche Abgänge, denn die Werderaner würden gern den einen oder anderen Spieler noch abgeben. Nicht nur an der Weser darf man gespannt sein, was kurz vor Ende der Trnasferperiode noch alles passiert.

Der HSV wird zum FC Hollywood

Früher sorgte der FC Bayern gern als FC Hollywood für Schlagzeilen. Jetzt bekommen die Bajuwaren Konkurrenz aus dem hohen Norden. Beim HSV ist ordentlich Feuer unterm Dach. Nach der letzten Niederlage ist die Stimmung im Keller und intern herrscht ein großer Machtkampf.

Am kommenden Samstag soll, nach dem missglückten Saisonstart, gegen Null-Punkte-Aufsteiger Eintracht Braunschweig zumindest die sportliche Wende her. Mit einem Sieg könnten die Hanseaten wenigstens die Trainerdiskussion eindämmen und für ein bisschen Ruhe sorgen.

Überall Baustellen in Hamburg. Die Kassen sind leer. Trotzdem sucht der Bundesliga-Dino händeringend nach einem neuen und vor allem treffsicheren Stürmer. „Vorne würde uns Qualität gut tun. Ich habe auf unsere Bank geschaut, da war keiner mehr, um noch einmal zu reagieren“, so Sportdirektor Oliver Kreuzer nach der Pleite in Berlin

Daher diskutieren sie in der Hansestadt erneut die Verpflichtung von Hoffenheims Angreifer Eren Derdiyok, an dem auch der FC Basel interessiert sein soll. Für die Hamburger käme allerdings höchstwahrscheinlich nur ein Ausleihgeschäft in Frage. Bis zum 2. September hat der HSV noch Zeit einen neuen Knipser zu  verpflichten.

Die sportliche Situation ist die eine, die vereinsinterne die andere. Die verfeindeten Führungsgremien zerfleischen sich mal wieder selbst. Der Zoff zwischen Vorstand und Aufsichtsrat und innerhalb der einzelnen Gremien ist inzwischen schontraurige Tradition.

Inzwischen hat der Zwist solche Ausmaße angenommen, dass der HSV zum FC Hollywood mutiert, vergleichbar mit dem FC Bayern in den 90er Jahren. Nach sportlicher Krise, Mallorca-Affäre, Suspendierungs-Streit, sorgt jetzt der milliardenschwere Investor Michael Kühne für Aufruhr an der Elbe. Kühne sprach der gesamten Führung, vom Trainer über Manager bis hin zu Vorstand und Aufsichtsrat die notwendige Kompetenz ab und kritisierte die gesamte Vereinsstruktur.

Kühne, der im vergangenen Jahr die Rückholaktion von Heilsbringer Rafael van der Vaart maßgeblich finanzierte, brachte als neuen Alleinherrscher HSV-Idol Felix Magath ins Gespräch.

Klub-Boss Jarchow bezog dazu Stellung: „Der HSV wäre schlecht beraten, wenn er sich von außen unter Druck setzen ließe von einer einzelnen Person, die sagt, wenn ihr das und das macht, dann kriegt ihr mein Geld. Wenn wir uns in diese Abhängigkeit begeben, wären wir schlecht beraten“. Sportchef Kreuzer kommentierte die Aussagen als eine „Frechheit“.

Beim HSV brennt es lichterloh und der Klub versucht verzweifelt die Feuer zu löschen. Helfen würde sicherlich sportlicher Erfolg, der jedoch zuletzt ausblieb. Die Niederlage gegen Aufsteiger Hertha wurde indes schön geredet und als Schritt in die richtige Richtung gefeiert. Daher setzt man jetzt alles auf die kommende Partie gegen die erfolglosen Braunschweiger, damit zumindest vorübergehend etwas Ruhe einkehrt.

 

VFB Stuttgart entlässt Trainer Bruno Labbadia

Die Verantwortlichen des VFB Stuttgart haben nach der erneuten Pleite gegen den FC Augsburg und den katastrophalen Saisonstart mit null Punkten aus drei Spielen die Konsequenzen gezogen und Cheftrainer Bruno Labbadia gefeuert.

Nicht nur, dass der Meister von 2007 seine ersten drei Bundesliga-Spiele verlor, auch in der Europa League stehen die ambitionierten Schwaben vor dem aus. Auch Labbadia-Assistent Erdinc Sözer muss den Klub verlassen.

Ein neuer Cheftrainer steht noch nicht fest. Allerdings wird Thomas Schneider im Umfeld der Schwaben hoch gehandelt. Zurzeit betreut der frühere VFB-Profi die U17 der Stuttgarter.

Bis ein neuer Cheftrainer gefunden ist, haben Torwarttrainer Andreas Menger und Konditionscoach Christos Papadopoulos das Kommando übernommen. Klar ist aber auch, dass dies keine Dauerlösung ist.

Am heutigen Montagnachmittag (um 15.00 Uhr) wird der Klub eine Pressekonferenz zur aktuellen Situation abhalten.

Labbadia ist bereits der neunte Trainer, der die Schwaben seit 2000 vorzeitig verlassen musste. Damit beginnt die Suche nach einer Dauerlösung mit Perspektive erneut.

Bereits im Vorfeld der 1:2 Niederlage beim FC Augsburg wurde über einen möglichen Trainerrauswurf spekuliert. Anschließend verdichteten sich die Anzeichen. Manager Bobic am Sonntag vielsagend: „ Wenn man null Punkte hat nach drei Spielen, gibt es wenig Erklärungen“. Ein klares Bekenntnis zum Trainer klingt anders. Nun ist das Kapitel Labbadia beim VFB geschlossen.

2010 hatte Bruno Labbadia die Schwaben übernommen und vor dem Abstieg gerettet. Anschließend führte er die Stutggarter in die Europa League. Ende Juni stand der VFB sogar noch im Finale des DFB-Pokals. Trotz erheblicher personeller Aufrüstung, stagnierte die Entwicklung des Vereins zuletzt. Aus diesem Grund zogen die Verantwortlichen jetzt die Reißleine.

Schalke oder Wolfsburg – kehrt Lukas Podolski in die Bundesliga zurück?

Aktuell ist Podolski bei den Gunners nur zweite Wahl – wie zuletzt beim überzeugenden Sieg des FC Arsenal in den Playoffs zur Champions League gegen Fenerbahce Istanbul. Bei Chefcoach Arsene Wenger spielt der deutsche Nationalspieler derzeit keine Rolle. Angeblich steht ein Abschied bereits im Raum. Und die ersten Bundesliga-Klubs signalisieren Interesse.

Angeblich liegen dem FC Arsenal bereits vier konkrete Anfragen vor. Neben Galatasaray Istanbul und Tottenham Hotspur, hat auch der VFL Wolfsburg sein Interesse bekundet. Am höchsten gehandelt wird allerdings ein Wechsel zum FC Schalke 04. Sportvorstand Horst Heldt will die Spekulationen momentan nicht kommentieren.

Fakt ist, Podolski ist derzeit bei den Gunners, wo er noch einen Vertrag bis 2016 besitzt nur zweite Wahl und wirkte bei seinen Einwechslungen wie ein Fremdkörper im Spiel der Londoner. Gut 10 Monate vor der Weltmeisterschaft in Brasilien braucht der Stürmer unbedingt Spielpraxis. Schalke 04 sucht händeringend nach einem Ersatz für Michel Bastos. Und nach der Verletzung von Klaas-Jan Huntelaar ist der Handlungsbedarf noch einmal gestiegen.

Zurzeit wird über ein Leihgeschäft spekuliert, denn eigentlich möchte Podolski sich beim FC Arsenal durchsetzen. Im Gespräch ist ein Leihgeschäft für ein Jahr, bei welchem die Engländer einen Teil des Podolski Gehalts weiterhin tragen. Mit einem Wechsel auf Leihbasis könnte Podolski Spielpraxis für die Nationalmannschaft, die anstehende WM und eine Rückkehr zum FC Arsenal London sammeln. Und Schalke 04 hätte kurzfristig einen hochkarätigen und vielseitigen Ersatz für den abgewanderten Bastos und den verletzten Huntelaar.

53,3 Millionen Euro – Borussia Dortmund mit Rekordgewinn

Mit einem Gewinn von 53,3 Millionen Euro, den die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA im Geschäftsjahr 2012/13 erzielte, hat der BVB einen neuen Rekord aufgestellt. Damit liegen die Einnahmen 55,4 Prozent höher als noch 2012 und vermutlich so hoch wie noch nie bei einem Bundesliga-Verein. Dazu Hans-Joachim Watzke: „Ich glaube nicht, dass es in der Liga schon einmal so einen Gewinn gab“.

Bereits im vergangenen Jahr konnten die Borussen einen Einnahme-Überschuss von gut 34 Mio. Euro erwirtschaften. Die Rentabilität des BVB wird zu einem Segen für die Aktionäre. Immerhin 6,1 Mio. Euro sollen als Dividende ausgeschüttet werden. Das entspricht 10 Cent je Aktie.

Nicht nur den Gewinn konnte der einzige börsennotierten deutsche Fußball-Klub vergrößern, sondern auch den Umsatz. Im vergangen Jahr betrug der Umsatz noch 215,2 Mio. Euro, jetzt konnten die Finanzbosse mit 305,032 Mio. Euro auch noch einen vereinsinternen Umsatzrekord aufstellen.  Um wahnsinnige 41,7 Prozent steigerten die Westfalen damit ihren Umsatz. Einen Großteil davon macht mit ca. 70 Mio. Euro die erfolgreiche Champions League Saison aus.

Auch bei der TV-Vermarktung (87,6 Mio. Euro / Vorjahr: 60,4 Mio. Euro), bei Werbung und Sponsoring (69,2 Mio. Euro / Vorjahr: 57,8 Mio. Euro) und beim Ticketing (44,8 Mio. Euro / Vorjahr: 31,4 Mio. Euro) konnten die Borussen kräftig zulegen. Dazu kommen noch die Transfererlöse mit rund 51,6 Mio. Euro.

Aktuell hat der Vizemeister Verbindlichkeiten in Höhe von 56,1 Mio. Euro. Dem gegenüber stehen allerdings auch Forderungen und Barmittel von rund 80 Mio. Euro. Alles in allem ein mehr als bemerkenswertes Ergebnis.

Liebeserklärung an den Rekordmeister: Ribery will seine Karriere in München beenden

Seit 2007 spielt der französische Dribbelkünstler bei den Münchnern. Nun hat der Superstar erklärt, dass er für immer beim FC Bayern bleiben will und einen Wechsel kategorisch ausschließt.

Franck Ribery fühlt sich wohl. Auf dem Platz und auch außerhalb. Das spürt man bei jeder Bewegung des Franzosen. Er sprüht nur so vor Elan und Tatendrang und blüht unter Pep Guardiola noch einmal sichtlich auf. Wo andere Probleme haben mit einem neuen Trainer und einem neuen System, zeigt der Edeltechniker das genaue Gegenteil.

Die Zahlen belegen das auch, so konnte Ribery bereits am ersten Spieltag mit zwei Torvorlagen glänzen. Aber auch privat fühlt sich das französische Enfant Terrible überaus wohl an der Isar.

Ribery zu seiner Situation: „Ich bin jetzt sechs Jahre bei Bayern, es macht richtig Spaß, es ist fantastisch hier. Es gibt für einen Spieler nichts Besseres. Ich habe alles hier und bin sehr glücklich, weil ich mit Bayern alles gewonnen habe. München ist eine schöne Stadt, die Mentalität der Leute ist gut, sie haben Respekt.“

Und weiter: „Auch die Sicherheit für meine Familie ist gut und für meine Kinder ist in der Schule alles sehr gut organisiert – sie sprechen besser Deutsch als ich. Und alle Leute, die für Bayern arbeiten, sind so nett, das ist Wahnsinn! Ich bin total glücklich und richtig frei in meinem Körper. Wenn ich darüber rede, bekomme ich, wie heißt das auf deutsch, Gänsehaut?“

Ribery und seine Familie sind inzwischen Zuhause in München. Daher kann er sich sogar einen Verbleib in München nach Vertrags- bzw. Karriereende vorstellen.

Das nächste kurzfristige Ziel des Flügelfitzers ist der Gewinn  der Wahl zu „Europas Fußballer des Jahres“. Und nach dem Triple-Gewinn stehen die Chancen denkbar gut. Danach möchte der Franzose mit „seinen“ Bayern einfach Spaß haben und im besten Fall noch einmal die Champions League gewinnen.

Neuzugang Szalai soll Schalke in die Champions League schießen

Aufgrund des verletzungsbedingten Ausfalls von Top-Stürmer Klaas-Jan Huntelaar, liegt es nun an Neuzugang Adam Szalai. In den Champions League Play-Offs gegen PAOK Saloniki feiert der Mittelstürmer seine Startelf-Premiere.

Ursprünglich war Szalai aus Mainz geholt worden, um den Druck auf Top-Stürmer Klaas-Jan Huntelaar zu erhöhen und Schalkes Abhängigkeit vom Stürmerstar zu verringern. Jetzt kommt Szalais Bewährungschance früher als geplant. Huntelaar wird vermutlich 6 Wochen ausfallen. Diagnose: Innenbandteilriss im rechten Knie.

Bereits im Frühjahr fehlte Huntelaar mit der gleichen Verletzung, allerdings im linken Knie. Damals verspielten die Schalker, während des 7-wöchigen Ausfalls ihres Star-Stürmers eine bessere Platzierung in der Liga und den Einzug ins Viertelfinale der Champions League.

Szalai ist bereit für sein Startelf-Debüt: „Wenn ich gefragt bin, will ich der Mannschaft helfen.“ Bereits beim 3:3 gegen den HSV konnte der Ungar mit seinem Treffer zum 3:3-Endstand unter Beweis stellen, dass er ein wertvoller Ersatz für Huntelaar ist.

Damit ist die Sturmformation für die Partie am Mittwoch klar. Zwei andere Personalfragen sind indes noch ungeklärt. Wer spielt in der Innenverteidigung und wer auf der sechs vor der Abwehr? Gegen Wolfsburg ließ Keller Santana und Höger, für die gegen Hamburg enttäuschenden Matip und Neustädter ran. Allerdings konnten beide das Vertrauen nicht bestätigen und machten ihre Aufgabe noch schlechter.

Hält Keller an seinem Kurs fest, müsste er erneut wechseln. Aber ist das auch das richtige Rezept, damit sich die Mannschaft einspielen kann? Eine Frage, die der Cheftrainer allein beantworten muss und die der Erfolg oder Misserfolg bestätigen wird.

Der Ausfall von Huntelaar hat übrigens auch für Teemu Pukki weitreichende Folgen. Ursprünglich stand ein Wechsel des Finnen zu Celtic Glasgow kurz bevor. Doch jetzt liegt ein Transfer erst einmal auf Eis.

2. Spieltag: Borussia Dortmund erobert die Tabellenspitze

Am Sonntagabend konnten die Dortmunder nach dem Sieg über Braunschweig die Tabellenspitze von der Hertha übernehmen. Die Berliner kamen nicht über ein Unentschieden gegen Nürnberg hinaus. Auch die Samstagsspiele hatten einiges zu bieten. Die Bayern siegten mit Mühe in Frankfurt, der HSV erlebte Zuhause ein Debakel gegen Hoffenheim. Schalke ging in Wolfsburg baden.

Borussia Dortmund – Eintracht Braunschweig

2:1 hieß es am Ende in Dortmund. Ein hart umkämpfter Sieg für die Borussen gegen das Braunschweiger Abwehrbollwerk. Von den Debütanten Mkhitaryan und Sokratis war wenig zu sehen, während ein anderer auf sich aufmerksam machte. Jungstar Hofmann erzielte das 1:0 und holte später den Elfmeter zum 2:0 durch Reus raus. Die Löwen konnten in der 89. Minute noch einmal verkürzen, aber der BVB ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.

Nürnberg – Hertha BSC Berlin

Mit 2:2 trennten sich Nürberg  und Hertha. Ein gerechtes Unentschieden. Zur Halbzeit führten die Nürnberger. Im zweiten Durchgang konnte die Hertha die Partie drehen bis Kytotake in der 89. Minute mit einem hervorragend getretenen Freistoß für den 2:2 Endstand sorgte.

Eintracht Frankfurt – Bayern München

Ein mühevoller Sieg 1:0 Sieg für  das Star-Ensemble von der Isar. Mario Mandzukic war der Bayern-Held des Tages. Trotz Überlegenheit konnten die Münchner keinen höheren Sieg herausschießen. Die Bayern hatten sogar noch Glück bei einem regulären Treffer von Frankfurts Meier, der aufgrund einer angeblichen Abseitsstellung nicht gegeben wurde. Damit hat die Guardiola-Elf 6 Punkte auf dem Konto, während Frankfurt punktlos am Tabellenende steht.

VFL Wolfsburg – Schalke 04

Neuzugang Luiz Gustavo feierte sein Debüt gegen Schalke und übernahm sofort die Regie beim 4:0 seiner Wölfe über Schalke. Zur Halbzeit stand es noch 0:0 ehe die Wölfe in Durchgang 2 aufdrehten. Knoche, Vierinha, Naldo und Kutschke erzielten die Treffer für den VFL. Die Schalker verloren nicht nur die Partie, sondern auch noch Top-Stürmer Huntelaar, der mit einer Knie-Verletzung ausgewechselt wurde und voraussichtlich länger ausfallen wird.

Hamburger SV – TSG Hoffenheim

Die Hamburger erlebten gegen die TSG ein echtes Heimdebakel. Zur Pause stand es nach Treffern von Firminho und Van der Vaart noch 1:1 unentschieden, in Durchgang 2 offenbarten die Hamburger dann eklatante Abwehrschwächen. Hoffenheims Spielmacher Finminho konnte schalten und walten wie er wollte – am Ende konnter der Brasilianer 5! Scorerpunkte und 2 Tore auf seinem Konto verbuchen.

Freiburg – Mainz 05

Mit 2:1 konnten die Mainzer eine von der Taktik geprägte Partie für sich entscheiden. Mit 0:0 ging es in die Kabine. Der zweite Durchgang hatte dann etwas mehr zu bieten. Zimling und Müller brachten die Gäste in Front. Spannung kam auf als Freis der Anschlusstreffer gelang. Aber die Freiburger konnten die Partie nicht mehr drehen.

VFB Stuttgart – Bayer Leverkusen

Ein Ex-Leverkusener entschied das Spiel mit einem Eigentor Zugunsten von Bayer 04. Kurz vor der Pause war es Schwaab, der vier Jahre am Rhein kickte, und den Ball im eigenen Netz unterbrachte.

SV Werder Bremen – FC Augsburg

Das interessanteste an diesem Spiel war der tolle Abschied von Ex-Trainer Thomas Schaaf, den die Fans mit einer außergewöhnlichen Choreographie ehrten und verabschiedeten. Danach konnte das Publikum noch den Siegtreffer von Ekici bejubeln. Mehr war von den Bremern nicht zu sehen. Die Augsburger machten das Spiel, konnten dabei aber nichts Zählbares herausspielen.

Borussia Mönchengladbach – Hannover 96

Nach der Auftaktniederlage in München, konnten die Gladbacher ihr erstes Heimspiel der Saison mit 3:0 für sich entscheiden. Kramer, Kruse, Daems hießen die Torschützen für die Folhen. Beeindruckend: Daems verwandelte den nächsten Foulelfmeter und behält damit vom Punkt eine weiße Weste.