Nürnberg: wird Balitsch begnadigt?

Allem Anschein nach kehrt bald ein alter Bekannter zurück in den Bundesligakader der Nürnberger. Bereits in Kürze soll der 32-jährige wieder mit der ersten Mannschaft trainieren. 

„Hanno hat alles dafür getan, dass wieder auf Null gestellt werden kann. Warum sollten wir dann die Tür zu machen?“, sagte FCN-Sportvorstand Martin Bader dazu.

Im September verbannte der damalige Club-Coach Michael Wiesinger Balitsch aus dem Bundesliga-Kader. Fortan musste Balitsch mit dem Regionalliga-Team trainieren.

Das erste Gespräch vor zwei Wochen mit Trainer Gertjan Verbeek war noch ergebnislos geblieben. Da allerdings die Winterpause des U-23-Teams näher rückt, deutet jetzt doch alles auf eine Rückkehr Balitsch in die erste Mannschaft hin. Im Januar wird die Situation dann neu bewertet.

Jetzt steht erst einmal das Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen an; „Wir können mithalten, auch wenn wir nicht die Qualität von Manchester United haben“, so Verbeek mit einem kleinen Seitenhieb auf die 0:5-Blamage der Leverkusener in der Champions League.

Verbeek hat ganz genau hingeschaut und seine eigenen Erkenntnisse aus der Partie gezogen. „Ob das schlecht oder gut ist, weiß man nie. Aber ein 0:5 ist nie schön, es herrscht sicher erstmal eine negative Atmosphäre“, sagte er dazu.

Feststeht, dass die Nürnberger in der Winterpause noch einmal nachrüsten werden. Ein Innenverteidiger soll kommen. „Es geht darum, dass wir gut aufgestellt sind, falls Per Nilsson oder Emanuel Pogatetz etwas passieren sollte.“

Zuletzt wurde der Trainer der Nürnberger beim Länderspiel zwischen Tschechien und Kanada gesehen. Verraten wollte Verbeek noch nichts außer, dass er „einen Neuzugang, der in Zukunft Stammspieler werden kann“, sucht.

 

 

 

Hannover 96 in der Krise

Die 96er taumeln dieser Tage wie ein angeschlagener Boxer durch die Bundesliga. Angetreten waren sie um den Kampf, um die Europa League Plätze aufzunehmen. Diesem Anspruch laufen die Mannen von Trainer Mirko Slomka aber meilenweit hinterher. Noch muss der Trainer für sich aber keine Konsequenzen fürchten.

Nach der 1:3-Schlappe im Nordderby gegen den HSV ist die Stimmung endgültig im Keller angekommen. 96-Boss Martin Kind stapfte bedient schnurstracks in die Kabine, um seinen vermeintlichen Stars eine ordentliche Predigt zu verabreichen.

Nach der nunmehr siebten Auswärtsniederlage in Folge bekamen auch Trainer Slomka und Sportchef Dufner den Zorn ihres Chefs zu spüren. Insbesondere der Trainer gerät zunehmend in Erklärungsnot und unter Druck.

„Es ist sicherlich die schwierigste Situation für Mirko Slomka bislang“, sagte Kind und setzte fort mit sorgenvoller Miene. „Doch eine Trainerdiskussion gibt es bei uns nicht.“

Zumindest gibt es noch keine Trainerdiskussion. Nach der Talfahrt gewinnt das kommende Heimspiel gegen die ebenfalls strauchelnden Frankfurter immens an Bedeutung. In Anbetracht der Tatsache, dass der Vorsprung auf den Relegationsplatz nur noch drei Punkte beträgt, ist ein Heimsieg gegen die Eintracht schon fast Pflicht.

„Die Situation ist ausgesprochen ernst. Wir sind in einer Tabellenregion, wo wir niemals hinwollten“, weiß auch Sportchef Dufner. „Wir sind da gemeinsam reingekommen und werden auch versuchen, gemeinsam da wieder herauszukommen“, betont Dufner noch.

Auch Slomka ist sich der Lage bewusst: „Wir bewegen uns momentan in einer ganz anderen Region, als wir es uns vor der Saison vorgestellt haben.“ Die Treueschwüre seiner Vorgesetzten freuen den Trainer indes, aber natürlich kennt auch er die Mechanismen des Geschäfts.

„Es ist in unserem Geschäft ja immer so, dass der Trainer zuerst fliegt. Aber es liegt nicht an ihm, sondern an der Mannschaft, an der Einstellung“, so Mittelfeldmann Leon Andreasen. Und Nationaltorwart Ron-Robert Zieler ergänzte: „Dass wir in einer gefährlichen Situation sind, müssen jetzt endlich alle mal verstehen. Wir müssen nicht schön spielen, wir müssen Punkte holen.“

Mangel an Einstellung kann man den 96-Profis nicht vorwerfen. Aber der Spielaufbau offenbart deutliche Schwächen. Momentan erspielen sich die Hannoveraner kaum Torchancen.

Dazu kommt auch noch die Verletztenmisere. Die 96er gehen auf dem Zahnfleisch. Aber das ändert nichts daran, dass gegen die Eintracht unbedingt gepunktet werden muss.

 

Bayern sucht den Maulwurf – Rummenigge droht

Eigentlich müsste die Bayernwelt nach dem 3:0-Erfolg über Vizemeister Borussia Dortmund mehr als in Ordnung sein. Aber intern lodert es lichterloh. Gerade Star-Coach Pep Guardiola legt sehr großen Wert auf Diskretion und Verschwiegenheit. So versucht er möglichst lange Taktik und Aufstellung vor dem Gegner geheim zu halten. Dies gelang zuletzt nicht immer. Sogar Interna aus den Mannschaftssitzungen sind an die Öffentlichkeit gedrungen. Dem vermeintlichen Maulwurf drohen ernsthafte Konsequenzen.

Trainer Guardiola soll bereits gedroht haben, die „Person“ rauszuwerfen. Bayerns Vorstandchef Karl-Heinz Rummenigge stärkt seinem Coach demonstrativ den Rücken. „Wir werden keine NSA einschalten, um über Amerika herauszufinden, wer das ist. Aber ich rate dem Betreffenden dringend, seinen Spielbetrieb einzustellen, sonst bekommt er ein ernsthaftes Problem, nicht nur mit Pep Guardiola, sondern mit dem ganzen Klub.“

Rummenigge ärgert sich maßlos: „Der Trainer macht zum Teil Geheimtraining. Das geht natürlich nicht, gefällt niemandem. Das gibt es seit 30, 40 Jahren, dass irgendeiner sich einen Vorteil erhofft, und darum Informationen nach draußen trägt.“

Von seinem spanischen Erfolgstrainer ist Rummenigge nach wie vor total begeistert: „Er ist ein Besessener. Ich habe das Gefühl, er ist auf der Suche nach dem ultimativen Fußball. Er ist unglaublich akribisch. Er hat eine unglaublich klare Vorstellung von Fußball. Wenn die Spieler das manchmal nicht umsetzen, dann ist der stocksauer.“

Abgesehen vom Maulwurf sind die Bayern bereits dabei die Weichen für die Zukunft zu stellen. In München stehen in naher Zukunft diverse Vertragsgespräche an. Wer bleibt und wer gehen muss, ist allerdings noch offen. Bei Rafinha, Pizarro und van Buyten laufen die Verträge sogar aus. 2015 enden die Verträge der Leistungsträger Alaba, Boateng, Kroos und Robben aus. Nervös macht diese Situation den Vorstandschef allerdings nicht: „Wir haben den Eindruck, alle würden gerne bleiben. Jetzt müssen wir eine finanzielle Basis finden.“

 

Wiese: ich bin immer noch einer der besten Torhüter

Neues vom in Ungnade gefallen und in Hoffenheim aussortierten Tim Wiese. Sportlich kann Wiese bereits seit einiger Zeit nicht mehr auf sich aufmerksam machen. Also lässt er anstatt Taten mal wieder Worte sprechen. Und die haben es sich ganz in Wiese-Marnier mal wieder in sich.

Vor dem Duell seines Noch-Klubs 1899 Hoffenheim gegen seinen Ex-Klub Werder Bremen äußert sich Wiese gewohnt selbstbewusst. „Ich bin immer noch einer der besten Torhüter der Bundesliga. Höchstens zwei bis drei Spiele würde ich benötigen, um wieder der Alte zu sein“, sagte Wiese in einem Interview.

Nachdem die umstrittene „Trainingsgruppe 2“, der neben Wiese noch einige andere aussortierte Profis angehörten, aufgelöst wurde bekommt der 31-jährige Topverdiener nun Einzeltraining, um sich fit zu halten.

„Wer täglich trainiert und sich dabei so reinhängt wie ich, der muss fit sein“, erklärte Wiese bereits. Nach eigener Aussage konnte er sogar „etwa sechs Kilo“ Muskelmasse zulegen und bringt damit jetzt ein Kampfgewicht von rund 100 Kilogramm auf die Waage.

Trotz allem und obwohl Wiese in Hoffenheim meilenweit von seinem nächsten Bundesligaeinsatz entfernt zu sein scheint, kommt für den ehemaligen Nationaltorwart nach wie vor ein Wechsel nicht in Frage: „Ich habe hier für vier Jahre unterschrieben und möchte meine Chance nutzen.“

In der Winterpause wollen sich die Verantwortlichen der TSG noch einmal mit Wiese zusammensetzen, um eine für alle Beteiligten vernünftige Lösung zu finden. Es scheint zurzeit aber sehr unwahrscheinlich, dass sich Spitzenverdiener Wiese von einer Vertragsauflösung überzeugen lässt.

Angebote aus Russland hat Wiese bereits abgelehnt. Wohin sein Weg in Zukunft geht, lässt Wiese auch offen. Vorstellbar sei sowohl noch einmal ein Wechsel innerhalb der Bundesliga oder aber ins Ausland. Erst einmal will Wiese aber noch seinen Vertrag in Hoffenheim erfüllen.

 

Gladbach: 2 Fohlen im Blickpunkt

Momentan ist bei Borussia Mönchengladbach richtig viel los. Die Spekulationen reissen nicht ab. Zum einen Buhlt neben dem FC Barcelona nun mit Juventus Turin ein zweiter internationaler Spitzenverein ganz unverhohlen, um die Dienste von Keeper Marc-Andre ter Stegen. Zum anderen zieht mit Patrick Hermann ein zweites Fohlen immer mehr Blicke der europäischen Elite auf sich.

„Ich habe das Gefühl, dass er bleiben will und bleiben wird“, so Gladbachs Trainer Lucien Favre. Der Trainer blickt optimistisch nach vorne und geht fest davon aus, dass sein talentierter Torwart seinen Vertrag bei der Borussia vorzeitig verlängern wird. Es würde zur aktuellen Lage in Gladbach passen. Denn die Stimmung ist hervorragend. Seit Wochen läuft es ausgezeichnet, die Mannschaft ist auf Kurs. Drei Siege in Folge haben den Fohlen eine Menge Selbstvertrauen beim Kampf um die internationalen Plätze verliehen.

Mitverantwortlich für den Höhenflug ist zweifelsohne Patrick Herrmann (22). So wie die Formkurve der gesamten Mannschaft steil nach oben zeigte in den letzten Partien, sieht es auch mit der Formkurve des jungen Flügelflitzers aus. Immerhin konnte er zwei Tore selbst erzielen und eines vorbereiten – in den letzten drei Spielen wohl gemerkt. . „Es geht klar aufwärts“, sagt Herrmann dazu, „es läuft bei mir wieder eindeutig besser, und ich hoffe, dass es so weitergeht.“

Hermann hat nach seinen starken Auftritten seinen Stammplatz in der ersten Elf von Trainer Lucien Favre sicher. Wurde vor Kurzem noch über eine Wechsel auf den rechten Flügel spekuliert, hat sich diese Diskussion inzwischen wieder erledigt. Hermann selbst ärgert sich am meisten über die Formschwankungen, obwohl diese im Verlauf einer Saison gerade bei einem jungen Profi wie ihn durchaus normal sind, wie er selbst bemerkt: „Ein Stück weit ist es normal, dass gerade Offensivspieler Phasen haben, in denen es nicht so nach Plan läuft. Wichtig ist, dass man aus diesen Phasen so schnell wie möglich rauskommt.“

Hermann ist wieder rausgekommen. Für die Borussia bleibt zu hoffen, dass er die Form so lange wie möglich halten kann.

Schock für den HSV – van der Vaart verletzt

Schlimmer hätte es für die Hamburger nicht kommen können. Im Test der Niederländer gegen Kolumbien musste der Spielmacher des HSV, Rafael van der Vaart, mit einer Sprunggelenksverletzung ausgewechselt werden. Zunächst war man auf Seiten der Niederländer noch von einer harmlosen Verletzung ausgegangen. Doch eine Kernspinuntersuchung in Hamburg brachte Aufschluss. Innenbandriss im Sprunggelenk. 4 Wochen Pause für den Spielmacher.

Was war passiert? Beim 0:0 in Amsterdam war es der Kolumbianer Abel Aguilar, der van der Vaart an der Seitenlinie rücksichtslos umsenste. Trotz der überharten Aktion, sah der Kolumbianer nur die gelbe Karte und durfte weiterspielen. Für van der Vaart war danach allerdings Schluss. Er musste ausgewechselt werden und wurde von Leroy Fer ersetzt.

Bereits in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurden noch in Amsterdam erste Untersuchungen durchgeführt. Die Schwere der Verletzung wurde da noch nicht erkannt. Heute Mittag wurde in Hamburg dann eine Kernspintomographie durchgeführt. Danach war klar, dass die Hamburger wochenlang ohne den Fanliebling auskommen müssen werden.

Für den HSV bedeutet das einen herben Rückschlag. Immerhin konnte Van der Vaart zuletzt wieder überzeugen. Bereits 6 Tore und 6 Assists stehen auf dem Konto des 30-jährigen. Und das bei erst 12 Einsätzen. Mit Angreifer Pierre-Michel Lasogga (8 Tore), der Leihgabe von der Hertha, konnte nur ein Akteur der Hamburger häufiger treffen.

 

Hannover: Wirbel um Franca

Zurzeit haben die krisengeplagten Hannoveraner viele offene Baustellen. Jetzt kommt eine weitere hinzu. Der Brasilianer Franca, der bis jetzt sportlich kaum eine Rolle gespielt hat, sorgt für Unruhe.

Eigentlich gibt es im kriselnden Hannover derzeit schon genügend Baustellen, nun aber sorgt ausgerechnet auch noch ein Spieler für Unruhe, der im Kader der Niedersachsen sportlich bislang eine der kleinsten Rollen gespielt hat: Der Brasilianer Franca. Offiziell hatte der 22-Jährige Brasilianer den Test der 96er gegen St. Pauli (2:2) wegen einer Wadenverletzung verpasst. Franca sieht das offenbar anders.

Für Franca war die Nicht-Berücksichtigung ein weiterer Rückschlag. Denn gerade für einen Nicht-EU-Ausländer wie Franca, der aufgrund seines Status nicht bei den Amateuren von Hannover 96 eingesetzt werden darf, sind solche seltenen Bewährungsproben von ganz besonderer Bedeutung.

Aber, war Franca tatsächlich nicht einsatzfähig? In sozialen Netzwerken soll Franca auf Nachfrage eines Fans geäußert haben, dass er nicht verletzt sei und man doch Trainer Mirko Slomka fragen solle.

Die Reaktion des Trainers der Niedersachsen ließ nicht lange auf sich warten du viel entsprechend heftig aus: „Franca war nach Einschätzung der medizinischen Abteilung für den Test in Celle nicht spielfähig.“ Außerdem rechnete der Trainer noch weiter mit dem Spieler ab: „Er hat zuvor eine schwere Wadenzerrung verschleppt, die Mannschaftsärzte nicht über seine Schmerzen informiert. Das Mannschaftstraining zwei Tage vor dem Braunschweig-Spiel musste er dann abbrechen, anschließend konnte er nicht einmal am Mannschaftstraining teilnehmen.“

Damit Franca seine Defizite wieder aufholen kann und den Fitnesszustand erreicht, damit der mit der Bundesliga-Mannschaft der 96er trainieren kann, erhält der Brasilianer ab sofort ein individuelles Training.

Der ehemalige Wunschspieler von Trainer Mirko Slomka wird immer mehr zu einem großen Missverständnis und Ärgernis für die 96er. Nachdem der von Ex-Manager Jörg Schmadtke und Trainer Mirko Slomka, der nur per DVD gesichtet und schließlich für 1,2 Mio. Euro verpflichtet wurde, sich mit 1,82 m deutlich kleiner als angenommen präsentiert hatte, folgte im Februar eine Tuberkulose-Infektion mit anschließender, monatelanger Pause und Reha in der Heimat Brasilien. Äußerst mühsam und langsam arbeitet sich der 22-jährige Brasilianer seit Sommer wieder an die Mannschaft ran. Doch statt Taten folgen zu lassen, ließ der 22-jährige erst einmal Worte sprechen. Damit scheint die nächste Bewährungsprobe für Franca erst einmal in weitere Ferne gerückt zu sein.

 

Zu Gast bei „Grandma“ England

Die Premiere League ist immer noch eine der attraktivsten Ligen der Welt – in England wird herausragender Clubfußball gespielt. Nur die Nationalmannschaft hat mittlerweile den Anschluss an die Top-Teams verloren.

Junge Spieler einzubauen, das Spielsystem zu modernisieren – das hat sich Englands Trainer Roy Hodgson auf die Fahnen geschrieben. Er verhalf seit Mai 2012 nicht minder als 19 jungen englischen Spielern zum Debut bei den „Three Lions“. Nur spielen die „alten Herren“ immer noch die Hauptrolle im englischen Team – eine Aufstellung ohne Rooney, Gerrard, Cole und dem ewigen Frank Lampard ist nicht vorstellbar.

Als kürzlich der in Chelsea spielende André Schürrle äußerte, dass selbst ein Rooney im gutbesetzten Team des DFB Schwierigkeiten hätte, einen Stammplatz zu ergattern, war das für die englische „Yellow Press“ ein gefundenes Fressen – prompt war Wayne Rooney nicht mehr gut genug für die Nationalmannschaft.

Man kann sagen was man will, aber England ist der Umbruch bisher nicht gelungen.

Aus dem Mutterland des Fußballs, welches den letzten großen Titel 1966 in höchst umstrittener Weise eroberte, ist mittlerweile eher das „Großmutterland“ geworden.

Das sagen auch die Quoten des Spiels aus:

Sieg England bei bet3000: 2,95

Unentschieden bei bet3000: 3,45

Sieg Deutschland bei bet3000: 2,35

 

Viel Spaß beim wetten, Euer Fuxx.

Jahreshauptversammlung: Werder auf Konsolidierungskurs

Am Montag hat der SV Werder Bremen auf der jährlichen Mitgliederversammlung die aktuellen finanziellen Rahmenbedingungen präsentiert. „Wir haben im Vorjahr den Mitgliedern einen Konsolidierungskurs mit Augenmaß versprochen und zeigen jetzt, dass der erste Schritt gemacht ist“, so der Vorsitzende der Geschäftsführung, Klaus Filbry.

Das Geschäftsjahr endete am 30. Juni 2013. Jetzt legten die Verantwortlichen die aktuellen Zahlen vor. In der Saison 2012/2013 konnten die Hanseaten Erträge in Höhe von 87,9 Mio. Euro erwirtschaften. Das Ergebnis nach Steuern: minus 7,9 Mio. Euro. Zum Vergleich: in Geschäftsjahr 2011/2012 wiesen die Bremer noch ein Minus von 14,9 Mio. Euro aus.

„Wir sind auf dem richtigen Weg, auch wenn wir weiter hart arbeiten müssen. Unsere positive Eigenkapitalausstattung ermöglicht es uns, den Fehlbetrag des abgelaufenen Geschäftsjahres aus eigenen Mitteln auszugleichen“, Filbry zu den Zahlen.

Am Stichtag betrug das Eigenkapital der Bremer 16,5 Mio. Euro. „Das Unternehmen ist gesund und verfügt nach wie vor über eine hohe Liquidität, die es unter anderem gestattet, Transfers aus Eigenmitteln zu finanzieren“, hierzu Filbry.

Auch Sportdirektor Thomas Eichin wirkte sehr optimistisch: „Wir haben unter schwierigen Bedingungen einen sportlichen Neuanfang gewagt und wollen ihn konsequent fortsetzen. Wir setzen auf gezielte Verstärkungen und die eigenen Talente. Die Ergebnisse der laufenden Saison bestätigen uns auf diesem Weg.“

 

VFB: Rausch versucht seine Chance nutzen

 

Beim 3:1-Erfolg seines VfB Stuttgart in Freiburg musste Konstantin Rausch nach einer Stunde ausgewechselt werden, aufgrund einer Oberschenkelverhärtung. Allerdings ist die Verletzung nicht so schwer wie ursprünglich angenommen. „Bis zum Spiel in Gladbach bin ich wieder einsatzbereit“, so der 23-Jährige, der jetzt versucht sich beim VFB hinten links festzuspielen.

Seit seinem Wechsel im Sommer von Hannover 96 zu den Schwaben war der Einsatz in Freiburg erst sein dritter Startelf-Einsatz. Trainer Thomas Schneider hatte zuletzt auf Arthur Boka als Linksverteidiger gesetzt. Obwohl Rausch auch auf der Außenbahn im Mittelfeld spielen kann, musste er häufig der Konkurrenz zuschauen.

Jetzt will der 23-jährige Linksfuß seine Chance ergreifen: „Es geht aufwärts. Ich fühle mich schon seit Wochen immer besser“, so Rausch zu seiner Situation. Deswegen will er sich auch jetzt nicht von seiner Verletzung aufhalten lassen.

Aufgrund der Verletzung von Arthur Boka, der voraussichtlich noch drei Wochen lang wegen eines Muskelbündelrisses ausfallen wird, winken Rausch noch ein paar weitere Bewährungsproben und somit kann er seinen Angriff auf einen Stammplatz fortsetzen.

Rausch hatte Startprobleme bei den Schwaben wie er selbst zugibt. „Es ist nicht ungewöhnlich, dass man anfangs in einem neuen Verein etwas Anlaufzeit braucht, Zeit, sich zurechtzufinden. Aber ich war in den vergangenen Wochen immer besser drauf.“

Nach der überzeugenden Vorstellung im Derby will sich der ehemalige U-21-Nationalspieler in den nächsten Wochen hinten links fest spielen. Die Leistung in Freiburg war ein Anfang. Endlich konnte Rausch zeigen, warum man ihn nach Stuttgart geholt hat: aufgrund seiner Tempovorstöße und den scharfen Flanken vors Tor.

Rausch selbst betrachtet seine Situation ganz realistisch: „Unser Kader ist sehr groß. Da will der Trainer immer sehen, dass man sich aufdrängt. Jeder Spieler hat es selbst in der Hand sich anzubieten, um eine Chance zu bekommen.“

Seine erste Chance hatte Rausch bereits. Jetzt gilt es die Leistung gegen Gladbach zu bestätigen.