Überraschung! Hannover 96 verpflichtet Trainer Korkut

Die Niedersachsen haben einen Nachfolger für Mirko Slomka gefunden! Tayfun Korkut unterschrieb bei den Niedersachsen einen Vertrag bis Mitte 2016. Am Freitag wird der ehemalige türkische Nationalspieler offiziell als neuer Trainer vorgestellt.

Korkut wurde in Stuttgart geboren und startete seine Profi-Laufbahn bei den Stuttgarter Kickers. Auch international konnte Korkut Erfahrungen sammeln. Er spielte bei Fenerbahce Istanbul und in Spanien, bei Real Sociedad San Sebastian sowie bei Espanyol Barcelona. 2004 wechselte er in die Türkei zurück, zu Besiktas Istanbul. Seine Karriere beendete er schließlich in Ankara bei Genclerbirligi.

Erste Erfahrungen als Trainer sammelte er im Juniorenbereich der TSG Hoffenheim und beim VFB Stuttgart. 2011 beendete er die Ausbildung zum Fußballlehrer. 2012 wurde er dann Co-Trainer der türkischen Nationalmannschaft. Nachdem Trainerwechsel zu Fatih Terim endete auch Korkuts Gastspiel als Co-Trainer der Türkei.

„Diese Verpflichtung ist eine bewusste Entscheidung für die Zukunft von Hannover 96. Mit Tayfun Korkut haben wir uns für einen jungen, top ausgebildeten und hoch motivierten Trainer entschieden, der uns mit seiner Persönlichkeit und seiner Vita voll überzeugt hat“, erklärte 96-Sportdirektor Dirk Dufner. Die Entscheidung für Korkut entspricht der bereits von Boss Martin Kind angekündigten mutigen Entscheidung für die Zukunft. „Ich habe die große Zuversicht, dass wir gemeinsam erfolgreich sein werden“, so Dufner ergänzend.

Am Sonntag wird Korkut das erste Training leiten. Am 25. Januar steht dann mit dem Niedersachsenderby gegen den VFL Wolfsburg das erste Pflichtspiel von Korkut an.

VFL Wolfsburg holt Belgier Mandala sofort

Bereits im Sommer verpflichteten die Niedersachen den belgischen U21-Nationalspieler Junior Mandala. Zuletzt war das Mittelfeldtalent noch auf Leihbasis für seinen alten Verein SV Zulte Waregem aktiv. Mit Start der Rückrunde wird er nun aber im Trikot des VFL auflaufen.

Mandala steht schon in den Startlöchern. Seinen neuen Dienstagen hat der 19-Jährige bereits abgeholt. Auch beim letzten Spiel der Wölfe war der Neuzugang schon mit von der Partie – zumindest als Tribünengast. Am 4. Januar geht es für die Niedersachsen mit dem Training wieder los. Dann auch mit Mandala. Bis zuletzt war offen, ob der vielseitige Mittelfeldspieler bereits zur Rückrunde in der Bundesliga auflaufen wird. Schuld daran: eine Vertragsklausel, die allerdings nicht mehr griff, da der Rückstand des letztjährigen Vizemeisters auf den Spitzenreiter Standard Lüttich mehr als fünf Punkte beträgt.

Manager Klaus Allofs ist von Mandala bereits total begeistert. Im Sommer setzte er sich mit dem VFL Wolfsburg gegen zahlreiche namhafte Mitbewerber durch. „Wir haben den Spieler über einen langen Zeitraum beobachtet und freuen uns, dass er sich für uns entschieden hat“, so Allofs damals. Am 5. Januar darf Allofs seinen Neuzugang jetzt erstmals öffentlich präsentieren, wenn die Truppe ins Trainingslager nach Abu Dhabi aufbricht und anschließend China erobern will.

Bis 2015: Schalke leiht Bayerns Jan Kirchhoff aus

Schon länger hielten sich die Gerüchte. Jetzt ist es auch endlich offiziell. Bayern-Verteidiger Jan Kirchhoff wechselt zu den Königsblauen. Auf Leihbasis. Und das bis Sommer 2015. Anschließend kann der Rekordmeister Kirchhoff zurückholen.

Bayern Vorstand Karl-Heinz Rummenigge sagte dazu: „Ich glaube, dies ist eine gute Entscheidung für alle drei Parteien.“ Und fügte hinzu: „Jan wird auf Schalke sicherlich die Spielpraxis bekommen, die in München bislang nicht so möglich war. Wir wünschen ihm alles Gute und hoffen, dass er sich dort so gut weiterentwickelt, sodass er gegebenenfalls 2015 zum FC Bayern zurückkehrt.“

Auch die Schalker sind überglücklich über die Verpflichtung Kirchhoffs: „Wir freuen uns sehr, dass dieses Ausleihgeschäft möglich war, denn ich bin überzeugt, dass uns Jan weiterhelfen wird“, dazu Schalkes Manager Horst Heldt. „Er kann ebenso in der Innenverteidigung wie im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden. Jan zeichnen sein Kopfballspiel, sein Passspiel und sein Zweikampfverhalten aus.“

Die Gelsenkirchener sahen sich aufgrund der schwerwiegenden Verletzungen von Dennis Aogo und Marco Höger zum Handeln gezwungen. Beide fallen mit Kreuzbandriss noch lange aus.

U-21-Nationalspieler absolvierte bislang elf Spiele für die Bayern. Insgesamt bringt es Kirchhoff auf 64 Bundesligaspiele, wovon er 58 für den FSV Mainz 05 bestritt.

Gute Nachrichten gibt es von Torjäger Klaas-Jan Huntelaar, der mit ins Trainingslager nach Katar fahren wird. Allerdings wird der 30-jährige Goalgetter wohl noch nicht zum Rückrundenstart gegen den HSV wieder einsatzbereit sein.

Am zweiten Spieltag zog ich der Niederländer einen Innenbandteilriss im rechten Knie zu und war seitdem ausgefallen.

Slomka vor dem Rauswurf – Schaaf sagt ab

Für Hannover 96 Nochtrainer Mirko Slomka wird es kein besinnliches Weihnachtsfest werden. Er muss heftig um seinen Job bangen. Sportdirektor Dirk Dufner ist bereits dabei eine Liste mit potenziellen Nachfolge-Kandidaten zu erstellen. Mit Thomas Schaaf haben die Verantwortlichen der 96er bereits gesprochen und sich eine Absage eingefangen. Und nicht nur in Sachen Trainier sind die Hannoveraner aktiv. Mit dem südamerikanischen Stürmertalent Nicolas Castillo befindet sich bereits die erste Verstärkung in der Warteschleife.

Vor rund einem Jahr herrschte nach der Vertragsverlängerung mit Trainer Slomka noch Jubelstimmung bei 96. 12 Monate später sieht die Welt ganz anders aus. Momentan steht alles auf dem Prüfstand. Insbesondere auch der Trainer. So teilte Boss Martin Kind unmissverständlich mit: „Ich habe Herrn Dufner gebeten, Namen und Profile von Trainern zusammenzustellen.“ Und weiter: „Wir müssen weiter die Vergangenheit und die Perspektiven insgesamt analysieren, dabei alle Risiken deutlich beleuchten, aber auch mit Vernunft und ohne Zeitdruck entscheiden.“

Noch ist Slomka, der sich gerade erst in den Weihnachtsurlaub nach Dubai verabschiedete im Amt. Aber erst kursieren schon diverse Namen rund um das Vereinsgelände. Neben Thomas Schaaf, der bereits absagte, gehören zu den potenziellen Nachfolgern auch die erfolgreichen 2. Liga Trainer Andre Breitenreiter und Frank Kramer.

Bis Ende der Woche soll eine Entscheidung fallen. Solange muss sich auch noch der chilenische Nachwuchsstürmer Nicolas Castillo gedulden. Denn Kind möchte keinen neuen Spieler verpflichten ohne Zustimmung des Trainers, wer auch immer das sein wird. Die Verhandlungen mit dem jungen Sturmtalent sind allerdings schon weit vorangeschritten. Als Ablösesumme stehen rund drei Millionen Euro im Raum. Nicht wenig für einen 20-jährigen. Aber immerhin kann Castillo auch vier Tore in vier Spielen bei der diesjährigen U20 WM vorweisen.

Bayern ist Weltmeister

Mit dem 2:0 Sieg gegen Raja Casablanca krönen die Bayern eine perfekte Saison. Nach Meisterschaft, Pokal, Champions League und europäischem Supercup feiern die Bayern mit der Klub-Weltmeisterschaft den fünften Titel. Gegen Casablanca machten die Bayern in 20 Minuten alles klar.

Das Spiel in Kürze. Schon in der 7. Spielminute bringt Dante die Münchner auf die Siegerstraße. Nach einer Ecke von Shaqiri verlängert Boateng den Ball weiter zu dem Innenverteidiger, der den Ball aus der Drehung ins Tor knall. Kurze Zeit später ist es Thiago, der nach Pass von Alaba den Ball zum 2:0 im Tor versenkt. Für Dante und auch Thiago bedeuten die Treffer die ersten Pflichtspieltore der Saison. In der 61. Minute erhöht Shaqiri fasst noch auf 3:0. Doch er trifft nur die Latte.

Zwischendurch einmal kurz Aufregung im Strafraum der Münchner. Nach Fehlpass Neuer ist es Chtibi, der den Ball am leeren Tor vorbeischießt. In der 83. Minute ist es dann Mabide der den Ball völlig frei über das Tor nagelt. Das war es dann auch schon. Casablanca hat nicht die Möglichkeiten den Über-Bayern irgendwie gefährlich zu werden. So verkommt die Partie, insbesondere in Halbzeit 2, zu einem gemütlichen vorweihnachtlichen Spaziergang.

Vor 45.000 Fans im ausverkauften Stadion von Marrakesh holen sich die Bayern fast im Vorbeigehen den fünften Titel der Saison. Unter den Zuschauern war auch König Mohammed VI. Doch am Ende ist es der Kaiser, Franz Beckenbauer, der mit seinen Bayern die Klub-Weltmeisterschaft feiern konnte. Für dne König bleibt immerhin ein Platz auf dem offiziellen Mannschaftsfoto der Münchner.

Trainer Guardiola hat übrigens gleich doppelten Grund zum Jubeln. Nicht nur, dass er mit seinem neuen Klub den Titel holen konnte, insgesamt konnte Guardiola als erster Trainer zum dritten Mal triumphieren. 2009 und 2011 hatte er mit Barcelona die Weltmeisterschaft gewonnen. Die ganze Familie des Katalanen jubelte auf der Tribüne mit.

Durch den Sieg dürfen die Bayern jetzt offiziell den Titel „beste Vereinsmannschaft der Welt“ tragen. Nebenbei strichen die Münchner auch noch 3,6 Mio. Euro Siegprämie ein.

Dortmund kämpft gegen die Minikrise

Erst das Verletzungspech, jetzt die mangelnde Chancenverwertung. Der Vizemeister befindet sich zur Zeit in der Krise. Der Kader ist zu klein, die vielen Ausfälle können nicht kompensiert werden. Folge: die Abwehr ist löchrig und die Offensive trifft das Tor nicht. Der BVB sehnt die Winterpause herbei, denn die Lage ist prekär.

Gerade einmal vier Punkte konnten die Borussen in den letzten fünf Bundesligapartien holen. Im letzten Spiel vor der Winterpause, gegen Hertha BSC Berlin müssen unbedingt drei Punkte her. Sonst droht der Absturz auf Rang 4. Der Rückstand auf Tabellenführer und Rekordmeister Bayern München beträgt inzwischen auch schon satte 12 Punkte. Sollten die Dortmunder auch gegen die Hertha keinen Treffer erzielen, bleiben sie damit zum ersten Mal in ihrer Bundesliga-Geschichte in drei aufeinanderfolgenden Heimspielen ohne eigenes Tor.

Nationalspieler Marco Reus nimmt es noch gelassen: „Wir hatten jetzt zwei Heimpleiten in wichtigen Spielen, die wir nicht hätten verlieren müssen. Aber wir sind zuletzt immer gut aus der Hinrunde rausgekommen.“ Dennoch ist auch Top-Scorer Reus bewusst, dass die Chancenverwertung mehr als ausbaufähig ist. Immerhin wurden in dieser Saison bereits 21 Großchancen vergeben: „Die Statistik ist nicht so schön, richtig problematisch wäre es erst, wenn wir keine Chancen kreiert hätten. Und wir haben nach wie vor eine Menge.“

Anders als in der Bundesliga sind die Dortmunder sowohl in der Champions League als auch im DFB-Pokal auf Kurs. Dazu muss man auch sagen, dass die 12 Punkte Rückstand auf die Bayern nicht nur der eigenen Schwäche der Dortmunder zu schulden sind, sondern vielmehr auch der überragenden Form der Guardiola-Elf.

Die Dortmunder hoffen auf die Rückrunde und die Rückkehrer machen Hoffnung. Mats Hummels, Marcel Schmelzer und auch Ilkay Gündogan werden nach der Winterpause wieder einsatzbereit sein und somit das Team deutlich verstärken. Das sieht auch Reus so: „Anfang 2014 kommen einige Verletzte zurück, dann haben wir wieder eine richtig schlagkräftige Truppe und greifen noch mal an.“

Doch jetzt steht erst einmal die Partie gegen Hertha BSC auf dem Programm. Und die Dortmunder brennen nach den letzten beiden Heimniederlagen auf einen positiven Jahresabschluss.

Krisenstimmung an der Weser

Angesichts der katastrophalen Hinrunde hängt der Haussegen bei den Bremen mehr als schief. Im sonst so beschaulichen Norden prügeln sich inzwischen sogar die Spieler im Trainer. Und der Trainer verflüchtigt sich immer mehr in Durchhalteparolen.

Von besinnlicher Stimmung ist dieser Tage an der Weser nichts zu spüren. Auch bei der Weihnachtsfeier am Montagabend wollte nicht so richtig Partystimmung aufkommen.

Aufgrund des Absturzes in das sportliche Niemandsland sind die Sorgen groß bei den Verantwortlichen des SV Werder. Nur Trainer Robin Dutt scheint den Ernst der Lage trotz 37 Gegentoren in 16 Spielen zu verkennen.

 

„Ich kann die Tabelle lesen, da sind nicht mehr viele Mannschaften hinter uns“, sagt Dutt zwar fügt aber an, dass man noch ausreichend Zeit hätte.

 

„In der Winterpause habe ich schon sehr, sehr oft Schlüssel und Wege gefunden“, sagt der 48-Jährige weiter. Und betont, dass er weiterhin „hundertprozentiges Vertrauen in die Mannschaft“ habe, und er außerdem „in Sachen Einstellung“ seinem jungen Team keinerlei Vorwürfe machen könne.

 

Die Fakten verheißen allerdings nichts Gutes. Die Bremer sind die Schießbude der Liga. Und die Formkurve zeigte zuletzt auch deutlich nach unten. Aus den letzten 5 Partien konnte gerade einmal ein Punkt errungen werden. Rang 14 ist das Resultat. Noch haben die Bremer allerdings 5 Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang. Noch.

 

Mit Bayer Leverkusen kommt Dutts Ex-Team an die Weser. Gleichzeitig sind die Leverkusener auch noch Bayern-Jäger Nummer 1.

 

Am Wochenende reist Bayer Leverkusen an, nicht nur Dutts Ex-Team, sondern auch der Bayern-Jäger Nummer eins in der Liga. Dennoch hofft Dutt noch auf die Wende: „Das wäre ein toller Ausklang und würde uns einen Schub geben“, sagt er dann auch optimistisch.

 

Vertraut man allerdings der momentanen Verfassung, dann deutet alles eher auf einen Sieg der Leverkusener hin und somit würden sie an der Weser die Hinrunde mit gerade einmal 16 Punkten abschließen. So schlecht wie seit 39 Jahren nicht mehr.

 

Trotzdem genießen Dutt und Sportmanager Thomas Eichin das volle Vertrauen der Vereinsführung, wie Wille Lemke betont: „Wir sind mit Robin Dutt und Thomas Eichin hervorragend besetzt. Wir stehen zu den beiden, die die Mannschaft in einer sehr schweren Zeit übernehmen mussten.“

 

Innerhalb des Teams herrscht weitaus weniger Harmonie. Es hat sich eine Menge Frust angestaut, wie auch das Handgemenge zwischen Kapitän Clemens Fritz und Nachwuchsstürmer Davie Selke deutlich belegt. Die Chemie stimmt einfach nicht. Denn ähnliche Vorfälle gab es in dieser Saison schon zu oft.

 

Auf Trainer Dutt und Manager Eichin kommt in der Winterpause eine Menge Arbeit zu.

 

 

 

 

 

Hannover stoppt Transfers – Slomka vor dem Rauswurf?

Mirko Slomka ist bereits seit vier Jahren Trainer von Hannover 96. Jetzt steht er offenbar vor dem Aus. Eine Entscheidung soll nach dem Freiburg-Spiel fallen. Allerdings gibt es reichlich Verwirrung um den Trainer.

Schon seit mehreren Wochen steht der Trainer der Niedersachsen enorm unter Druck. Nicht nur, dass die 96er in dieser Saison Auswärts kein Bein auf den Boden bekommen – null Punkte in sieben Spielen sind Beleg genug – jetzt straucheln die Hannoveraner auch Zuhause.

Gegen Nürnberg lieferte die Truppe von Trainer Mirko Slomka eine katastrophale erste Halbzeit ab. Folge: drei Gegentore in nur 11 Minuten. Mit Hilfe des Schiedsrichters und einer gehörigen Portion Glück konnte die Slomka-Elf am Ende noch ein 3:3 erringen. Zu wenig für den Anspruch der Niedersachsen.

Die Reaktion von 96-Boss Martin Kind fiel dementsprechend aus. Wortlos verließ er die Arena. Die Anzeichen für einen Trainerwechsel verdichten sich. So ließ Kind vorerst alle geplanten Transfergespräche aus Eis legen. „Alle Gespräche sind ausgesetzt bis zum Freiburg-Spiel“, so Kind.

Bereiten sie in Hannover hinter verschlossenen Türen bereits einen Trainerwechsel vor? Warten Sie ab, welche Spieler der neue Trainer gern hätte? Kind dazu: „Wenn es zu einer Trainer-Entlassung käme, wäre das sicherlich sinnvoll.“

Klingt nach Entlassung. Allerdings sagte Kind auch noch einen Tag vorher: „Mein Wunsch und Ziel ist es, dass es weitergeht. Ich bin auch mit 18 Punkten bereit für einen Neustart 2014 mit Slomka.“ Und das auch bei einer Niederlage gegen Freiburg.

Kind noch einmal: „Ja! Aber es kommt schon auf das wie an. Ein 1:2 mit guter Leistung ist etwas ganz anderes als ein 0:5. Mich interessiert mehr die Leistung als das Ergebnis.“

Slomka selbst geht nach wie vor von einem Verbleib bei den Niedersachen aus. „Ja, zu 100 Prozent! Ich habe nie etwas anderes gehört. Ich gehe fest davon aus, dass ich auch 2014 noch 96-Trainer bin. Wir sind im Mittelfeld der Tabelle und wollen noch einige Plätze nach oben klettern.“

 

Schalke stellt die Weichen für die Zukunft – kommt Schaaf?

Vehement dementieren die Verantwortlichen der Königsblauen eine Einigung mit Ex-Werder Coach Thomas Schaaf. Dennoch scheinen die Tage von Noch-Trainer Jens Keller gezählt.

Die Gerüchteküche brodelt. Schalkes Manager Horst Heldt soll sich längst mit Thomas Schaaf geeinigt haben. Demnach soll Schaaf die Königsblauen in der Winterpause übernehmen. Der Aufsichtsrat soll auch schon zugestimmt haben. Und auch Schaafs Noch-Arbeitgeber Werder Bremen ha bereits Gesprächsbereitschaft signalisiert.

Keller selbst soll in anderer Funktion weiterhin für Schalke o4 arbeiten.

Auch wenn die Schalker unentwegt abblocken, alles andere als eine Ablösung Kellers in der Winterpause wäre eine riesengroße Überraschung.

Manager Heldt vermeidet bereits seit Wochen klare Bekenntnisse zu seinem Trainer. Rückendeckung sieht anders aus.

Offiziell heißt es von allen Seiten, dass erst nach dem Spiel beim 1. FC Nürnberg, am kommenden Samstag, eine Bilanz gezogen wird.

„Wir werden eruieren, was gut war, was schlecht war, was wir besser machen können und wo wir ansetzen können. Wir werden die Spiele Revue passieren lassen und auch sehen, warum wir so viele Verletzte haben. Ob es persönliches Schicksal ist oder andere Ursachen hat. Das ist wichtig, um sich in der Winterpause neu aufzustellen“, so Heldt stellte klar: „Der Trainer ist der Hauptverantwortliche.“

Dennoch betonte Heldt: „Wir schauen auf alle Beteiligten, nicht nur auf den Trainer. Ich habe nie gesagt, dass Jens am 3. Januar nicht auf dem Trainingsplatz steht. Bisher hat sich an unserer Situation nichts geändert.“

Insgesamt fällt Kellers Bilanz als Schalke-Trainer schon jetzt mehr als durchwachsen aus. In 47 Pflichtspielen holte Schalke unter dem 43-Jährigen 23 Siege und neun Remis und kassierte 15 Niederlagen.

Aber nicht nur die Bilanz ist es, die Keller zum Verhängnis geworden ist. Vielmehr ist es die Unbeständigkeit der Mannschaft. Zu häufig schwanken die Leistungen der Keller-Elf. Dem peinlichen 1:3 im Pokal gegen Hoffenheim folgte der bravuröse Fight gegen den FC Basel mit dem damit verbundenen Einzug ins Achtelfinale der Champions League.

Zu viel für die Nerven der Schalker Verantwortlichen. Die Nerven beruhigen soll jetzt allem Anschein zu Folge, der für Kontinuität stehende und lange Jahre erfolgreiche Ex-Werder-Trauner Thomas Schaaf.

 

HSV – gibt es morgen ein Debakel?

Den Hamburger ist schon Angst und Bange. Nicht nur auf Grund der eigenen Leistung im Vergleich mit der Übermacht der Münchner, auch die letzten Gastspiele des HSV gegen die Bayern waren alles andere als von Erfolg gekrönt. Daher versucht Trainer van Marwijk seine Spieler im Vorfeld der Partie noch einmal wachzurütteln.

„Die Zufriedenheit hier fängt an mich zu irritieren. Das kann ich nicht akzeptieren“, polterte der Trainer des HSV unlängst. „Ich habe schon viele Sachen geändert und werde noch viele Sachen ändern. Vor allem die Disziplin“, betonte der Niederländer.

Besonders verärgert ist der Trainer immer noch über die schwache Vorstellung seiner Truppe gegen Augsburg. Die Niederlage sitzt tief. Mit seinen Ermahnungen will van Marwijk vermutlich seine Schützlinge vor einer Blamage bei den Bayern bewahren.

Zuletzt hat der Triple-Gewinner mit dem 7:0 in Bremen noch einmal deutlich gemacht, wie kompromisslos man eine Mannschaft demontieren kann.

Und auch die Hamburger selbst können ein Lied davon singen, wie sich so eine Klatsche anfühlt. Zuletzt ging der HSV mit 2:9, 0:5, und 0:6 in München baden.

Auch Sportdirektor Oliver Kreuzer machte deutlich, wie sehr man eine Packung fürchtet. „Mit dieser Leistung kriegen wir nächste Woche bei den Bayern zwölf Stück“, sagte er nach dem katastrophalen Auftritt gegen die Augsburger.

Daher fordert Trainer van Marwijk von seiner Mannschaft ein ganz anderes Auftreten von seiner Truppe als zuletzt. Auch die jüngste Niederlage der Bayern gegen Manchester City macht dem Holländer keine Hoffnung: „Bayern ist vielleicht die beste Mannschaft auf der Welt – eine Niederlage wird sie nicht irritieren“, begründete der Niederländer. Er forderte daher: „Wir müssen Mut haben, selbst Fußball zu spielen.“

Arbeitsbiene Tomas Rincon ergänzte: „Wenn man da hinfährt und glaubt, dass man sowieso keine Chance hat, dann kann man auch gleich zu Hause bleiben.“

Zu allem Überfluss müssen die Hamburger auch noch auf Stammkeeper Rene Adler verzichten, der mit einer Verletzung am Sprunggelenk ausfällt. Für Adler wird Jaroslav Drobny den Platz zwischen den Pfosten hüten.