Joachim Löw: Zwischen schlaflosen Nächten und notwendigem Erwachen

Ein böses Erwachen macht sich seit dem eklatanten 4:4-Ausgang gegen Schweden im DFB-Team um Joachim Löw breit woraus nun alle „wahnsinnig viel“ lernen müssen um für kommende WM-Spiele gerüstet zu sein.

Der 4:4-Ausgang des WM-Qualifikationsspiels in Berlin gegen Schweden sorgt für ein böses Erwachen beim angeschlagenem Joachim Löw und seinem DFB-Team. „Das muss ganz schrecklich für Joachim Löw gewesen sein“, äußerte sich Schwedens Coach Erik Hamren, für den die Rücktrittsforderungen bis zum ersten Tor seines Teams in der 62. Spielminute bereits auf der Pressetribüne vorbereitet waren. Für Bundestrainer Löw sei der Knackpunkt die fehlerhafte Außenverteidigung seiner DFB-Schützlinge gewesen, die in der letzten halben Stunde vor rund 72.000 Zuschauern einen 4:0-Vorsprung verspielten und dabei im Kollektiv versagten. Daraus könne und müsse man noch „wahnsinnig viel“ lernen, um gegen weitaus härter zu schlagende Gegner in den kommenden WM-Partien zu punkten.

Es war wohl das beste und gleichzeitig schlechteste Spiel der deutschen Elf zugleich. Als es ab der 60. Minute drauf ankam fehlte eine Führungsfigur, die die starken Skandinavier in Fußball-Star Ibrahimovic gefunden hatten. „Wichtig ist, den Finger in die Wunde zu stecken“, äußerte sich DFB-Teammanager Oliver Bierhoff, der für eine effektive Steigerung der fußballerischen Leistung seiner Mannschaft eine konsequente Analyse fordert. „Wir sind nicht in der Lage gewesen, in irgendeiner Weise den Stecker wieder reinzustecken“, analysiert Bierhoff weiterhin. Die Nationalmannschaft neige insbesondere schon zur Europameisterschaft zu Nachlässigkeiten, die den Gegner wieder zurück ins Spiel brachten und damit das Negativ-Erlebnis gegen Schweden nicht einmalig aussehen lassen.