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Club kann doch noch gewinnen – erster Sieg für Verbeek

Auch, wenn es nur ein Testspiel war, mit dem 5:1 gegen Steaua Bukarest konnte Coach Gertjan Verbeek seinen ersten Erfolg feiern. Verbeek tauschte munter durch – zur Halbzeit wechselte er das komplette Team aus. Auch Neuzugang Ondrej Petrak durfte mitmischen.

Seit seiner Amtsübernahme Ende Oktober 2013 konnte der Niederländer noch keinen Sieg mit den Nürnbergern einfahren. Ohne einen einzigen Sieg schlossen die Nürnberger die Hinrunde ab und stellten damit einen neuen, historischen Negativrekord in 51 Jahren Bundesliga-Geschichte auf.

Jetzt durfte Verbeek mit seinem neuen Team endlich einmal jubeln. Glich das erste Testspiel konnten die Franken i Rahmen ihres Trainingslagers im spanisches Mijas gewinnen. Und das auch noch mit 5:1. Gegner Steaua Bukarest wird übrigens vom Ex-Bundesligaprofi Laurentiu Reghekampf betreut.

Gegen den rumänischen Meister boten die Nürnberger fast über die gesamte Spielzeit eine sehr ansprechende Leistung. Von Anfang an dominierten sie das Spielgeschehen. Auch taktische Umstellungen brachten die Franken nicht aus dem Konzept.

Besonders überzeugend agierte die Offensive. Schon zur Halbzeit führten die Nürnberger durch Treffer von Kiyotake, Ginczek und Drmic mit 3:0. Zur zweiten Halbzeit brachte Verbeek dann eine komplett neue Elf. Aber auch die konnte mehr als überzeugen. Robert Mak und Martin Angba trafen zum Endstand.

Aber auch die oftmals verschmähte Defensive wusste zu gefallen. Die Rumänen, die zwar nicht mit der besten Elf aufliefen, aber dennoch mit etlichen Champions League erfahrenen Spielern gespickt waren, kamen kaum zu Torchancen. So fiel auch das einzige Gegentor nach einem verwandelten Freistoß. Keeper Rakosky war chancenlos.

Auch Neuzugang Petrak, der eigentlich erst im kommenden Sommer zu den Franken sollte, war im zweiten Durchgang mit von der Partie und hinterließ einen guten Eindruck.

Passen muss weiterhin Timo Gebhart, der bereits fast die komplette Hinrunde ausfiel und auch den Rückrundenauftakt verpassen wird. Gebhart soll voraussichtlich Ende Januar wieder ins Mannschaftstraining einsteigen.

 

Winter 2013: das Abstiegsgespenst geistert umher

Bereits jetzt wird es für vier Klubs im Tabellenkeller sehr eng. Die Lage in Frankfurt, Freiburg, Nürnberg und Braunschweig ist mehr als angespannt.

Brennpunkt Frankfurt

Im letzten Jahr erlebten die Hessen noch einen Höhenflug, qualifizierten sich für die Europa League. Jetzt stecken sie mitten im Abstiegskampf. Vorstandschef Heribert Bruchhagen, der bereits zwei Abstiege miterlebt hat, ist aufgrund der aktuellen Lage in großer Sorge. Die Frankfurter profitieren von der schwachen Konkurrenz. Sonst wäre die Situation noch brenzliger. Platz 15 – dank des besseren Torverhältnisses gegenüber den Freiburgern.

Nunmehr seit zehn Spielen wartet die Mannschaft von Trainer Armin Veh auf einen Sieg.

 

Brennpunkt Freiburg

Auch die Freiburger erlebten in der vergangenen Saison einen Höhenflug. Die starken Leistungen wurden am Ende mit Platz 5 belohnt. Heuer geht es gegen den Abstieg.

Erst zwei Siege konnten die Freiburger auf ihrem Konto verbuchen. Eine Trainerdiskussion gibt es dennoch nicht bei den Breisgauern. Trainer Streich genießt das volle Vertrauen.

Aber man darf auch nicht vergessen, dass die Freiburger nach der überragenden letzten Saison viele Leistungsträger wie Max Kruse, Daniel Caligiuri, Cedric Makiadi, Jan Rosenthal und Johannes Flum ziehen lassen mussten.

Die Neuverpflichtungen konnten bisher die Abgänge nicht kompensieren.

 

Brennpunkt Nürnberg

Anders als in Freiburg und Frankfurt haben die Nürnberger bereits auf den Fehlstart reagiert und mit Gertjan Verbeek einen neuen Trainer verpflichtet. Die sportliche Wende konnte der Niederländer allerdings auch noch nicht herbeiführen. Lediglich drei Punkte konnten die Franken unter Verbeek einfahren.

Dazu gab es in dieser Saison ungewohnt viel Unruhe im beschaulichen Nürnberg. Vorrübergehend wurde Timo Gebhardt suspendiert. Hanno Balitsch wurde zeitweise in die zweite Mannschaft abgezogen und ist er seit Kurzem wieder im Profi-Kader.

 

Brennpunkt Braunschweig

Für die Braunschweiger war von Anfang an klar, dass es nur gegen den Klassenerhalt geht. Trotzdem hatten sich auch die Niedersachen natürlich einen besseren Saisonstart gewünscht.

In den bislang 15 Spielen konnte Eintracht lediglich zwei Siege und zwei Unentschieden holen.

Dennoch hat der Trainer eine Jobgarantie und hat das Vertrauen der Verantwortlichen. Selbst bei Abstieg soll Torsten Lieberknecht weiterhin Trainer bleiben.

Die Schwäche der Braunschweiger ist offenkundig. 8 Treffer in 15 Spielen sind alles andere als bundesligareif.

 

 

 

 

 

 

Nürnberg: wird Balitsch begnadigt?

Allem Anschein nach kehrt bald ein alter Bekannter zurück in den Bundesligakader der Nürnberger. Bereits in Kürze soll der 32-jährige wieder mit der ersten Mannschaft trainieren. 

„Hanno hat alles dafür getan, dass wieder auf Null gestellt werden kann. Warum sollten wir dann die Tür zu machen?“, sagte FCN-Sportvorstand Martin Bader dazu.

Im September verbannte der damalige Club-Coach Michael Wiesinger Balitsch aus dem Bundesliga-Kader. Fortan musste Balitsch mit dem Regionalliga-Team trainieren.

Das erste Gespräch vor zwei Wochen mit Trainer Gertjan Verbeek war noch ergebnislos geblieben. Da allerdings die Winterpause des U-23-Teams näher rückt, deutet jetzt doch alles auf eine Rückkehr Balitsch in die erste Mannschaft hin. Im Januar wird die Situation dann neu bewertet.

Jetzt steht erst einmal das Auswärtsspiel bei Bayer Leverkusen an; „Wir können mithalten, auch wenn wir nicht die Qualität von Manchester United haben“, so Verbeek mit einem kleinen Seitenhieb auf die 0:5-Blamage der Leverkusener in der Champions League.

Verbeek hat ganz genau hingeschaut und seine eigenen Erkenntnisse aus der Partie gezogen. „Ob das schlecht oder gut ist, weiß man nie. Aber ein 0:5 ist nie schön, es herrscht sicher erstmal eine negative Atmosphäre“, sagte er dazu.

Feststeht, dass die Nürnberger in der Winterpause noch einmal nachrüsten werden. Ein Innenverteidiger soll kommen. „Es geht darum, dass wir gut aufgestellt sind, falls Per Nilsson oder Emanuel Pogatetz etwas passieren sollte.“

Zuletzt wurde der Trainer der Nürnberger beim Länderspiel zwischen Tschechien und Kanada gesehen. Verraten wollte Verbeek noch nichts außer, dass er „einen Neuzugang, der in Zukunft Stammspieler werden kann“, sucht.

 

 

 

Trainer-Suche beendet – Nürnberg verpflichtet Holländer Verbeek

Der Holländer Gertjan Verbeek übernimmt das Traineramt beim Club und soll die kriselnden Nürnberger wieder auf Erfolgskurs bringen. Das Ziel ist klar, so schnell wie möglich die unteren Tabellenregionen verlassen und dabei am besten auch noch attraktiven Fußball spielen.

Verbeek gesteht, dass er sich sofort in den Club verliebt habe. Vor allem, weil es sich um einen absoluten Traditionsverein handelt und die Mannschaft sowohl viele junge Talente als auch einige erfahrene Profis aufweist.

Erstmals wird der 51-jährige Holländer die Nürnberger beim Auswärtsspiel am kommenden Freitag in Stuttgart betreuen. Das Wichtigste sei bis dahin, dass Team kennen zu lernen. Die erste Trainigseinheit am Dienstag Nachmittag verfolgte Verbeek noch als Zuschauer mit verschränkten Armen während die Assistenten das Training leiteten. Am Mittwoch will Verbeek dann selbst das Kommando übernehmen.

Die Erwartungen an den neuen Trainer sind riesengroß. „Er ist heiß auf diese Aufgabe und bringt richtig Herz und Feuer mit. Das war von der ersten Minute an zu spüren. Er hat Erfahrung und viel mit jungen Spielern gearbeitet”, sagte Sportvorstand Martin Bader. Bei den Verhandlungen habe er „zügig das Gefühl gehabt, dass das sehr gut passen kann”.

In Holland ist Verbeek als autoritärer Trainer bekannt. Er gilt, als eine Mischung aus Louis van Gaal und Huub Stevens. Verbeek meinte hierzu nur grinsend: „Dies ist eine individuelle Meinung, ich bin Gertjan Verbeek. Sie bekommen Zeit genug, mich kennenzulernen”.

Nürnberg ist Verbeeks erste Trainerstation im Ausland. Zuletzt trainert er den AZ Alkmaar, wo er 2013 Pokalsieger wurde. Außerdem konnte er Alkmaar dreimal in Folge in die Qualifikation zur Europa League führen. Am 29. September wurde er dann entlassen, weil angeblich die Chemie zwischen ihm und dem Team nicht mehr stimmte. Verbeek dazu: „ das habe ich aber nicht verstanden.“

Außerdem trainierte Verbeek bereits Heracles Almelo, SC Heerenveen und Feyenoord Rotterdam. Als Profi spielte er selbst für Heerenveen und Almelo.

Der Druck ist groß, aber nicht nur auf Verbeek sondern auch auf Sportvorstand Martin Bader. „Wenn der nächste Trainer nicht funktioniert, dann bekomme ich in die Fresse.” Aber Bader ist überzeugt, dass es funktioniert. Zumal der Kader „genügend bislang leider nicht voll abgerufenes Potenzial” habe.

Die 2. Liga dürfe „deshalb kein Thema für uns sein – wir sind unverändert auf den Verbleib in der Bundesliga fokussiert”, unterstrich Bader noch einmal. Verbeek werde „daran arbeiten, schnell Konstanz in die Leistungen zu bringen und die nötige Ruhe an den Tag legen, um mit einem erfolgreichen Auftreten die Situation zu meistern”.

Verhandlungen gescheitert – Wunschtrainer Gross wechselt nicht zum Club

Ursprünglich wollte Nürnbergs Interimstrainer die kommenden Tage die Profis etwas auf Trab halten und anschließend am nächsten Sonntag wieder sein Team, die U-23 des Clubs beim Auswärtsspiel in Ingolstadt wieder betreuen. Am Montag wollte er dann dem neuen Trainer die Trainingseindrücke mitteilen und übergeben. Nun sieht es ganz so aus als könnte sich das Intermezzo noch etwas verlängern.

Freitagnachmittag, Prinzen stand gerade mit den Profis auf dem Trainingsplatz, erwies sich diese Einschätzung als grobe Fehleinschätzung. Aller Voraussicht nach wird Prinzen auch noch am kommenden Montag das Training der Profis leiten. Denn am Freitagnachmittag wurde überraschend Wunschtrainer Christian Gross von der Liste gestrichen. Obwohl die Vertragsgespräche bereits weit vorangeschritten waren, wurden die Gespräche ergebnislos abgebrochen. Sportvorstand Martin Bader bezog hierzu Stellung: „ Es gibt etliche Komponenten, die bei einer Vertragsübereinkunft passen müssen. Wir sind nicht zusammengekommen.“

Details wollte der Sportvorstand nicht nennen. Aber die Aussage, dass er sich nun die nötige Zeit nehmen will, „um den Kandidaten zu finden, der sich voll und ganz mit dem 1. FC Nürnberg identifiziert“, lässt einige Rückschlüsse zu.

Bekannt ist, dass der Schweizer Gross alles andere als ein leichter Verhandlungspartner ist. Die Stuttgarter können ein Lied davon singen. 2009/2010 erhielten die Schwaben erst nach zähen Verhandlungsrunden ein Ja-Wort. Das wusste Martin Bader allerdings auch. „Wir haben von Beginn an betont, dass wir mit mehreren Kandidaten Gespräche führen“, betonte Bader noch einmal, der jetzt die Gespräche mit den anderen Kandidaten vertiefen wird.

Der Name Felix Magath geistert weiterhin im Umfeld des Clubs herum. Aber laut Bader ist eine Verpflichtung absolut kein Thema. Ein deutlich aussichtsreicherer Kandidat ist Marcel Koller, der 2006 die Bochumer in die Bundesliga führte und immerhin zwei Schweizer Meistertitel vorzuweisen hat. Allerdings betreut der 52-jährige Koller zurzeit noch die österreichische Nationalmannschaft und würde nur im Falle eines Scheiterns zur Verfügung stehen.

Eines ist sicher, nach den geplatzten Verhandlungen mit Gross, wird sich Bader jetzt Zeit nehmen, wie er bestätigt: „Wir arbeiten weiterhin an der bestmöglichen, nicht schnellstmöglichen Lösung für den 1. FCN“. Daher erscheint es eher unwahrscheinlich, dass auf der Mitgliederversammlung am kommenden Montag der neue Trainer präsentiert wird.

Club: Wer wird Wiesinger-Nachfolger?

Nach dem Rauswurf des Trainers nimmt das Trainer Karussel allmählich Fahrt auf. Viele Namen werden gehandelt. Doch wer übernimmt den 1. FC Nürnberg tatsächlich?

Es ist amtlich. Michael Wiesinger ist beim 1. FC Nürnberg Geschichte. Bereits nach zehn Monaten. Am Montagabend zog Sportvorstand Martin Bader die Reißleine und beurlaubte den 40-jährigen Wiesinger mit sofortiger Wirkung.

Nach dem schwachen Saisonstart und der katastrophalen Darbietung gegen den HSV mit der 0:5-Heimpleite überraschte die Entscheidung nicht mehr wirklich. Wiesinger war in den letzten Wochen auch bei den treuen Fans in Ungnade gefallen.

Erst am 24. Dezember 2012 übernahm der ehemalige Club-Profi (186 Spiele) Michael Wiesinger den Trainerjob als Nachfolger von Dieter Hecking.

Wie geht es nun weiter am Valznerweiher, wo es in den letzten Jahren überraschend ruhig zuging und es unter Ex-Coach Hecking drei Jahre lang keine Abstiegssorgen gab?

Die Verantwortlichen um Sportvorstand Martin Bader suchen einen Coach, der den Club wieder in ruhigeres Fahrwasser führt. Kandidaten gibt es mehr als genug. Angeblich soll der neue Coach jemand sein, den Bader bereits gut kennt.

Dies würde vor allem auf Franco Foda zutreffen, zuletzt den 1. FC Kaiserslautern trainierte. Aber auch Bruno Labbadia (erst kürzlich in Stuttgart entlassen), Thorsten Fink (beim HSV gescheitert), Christian Gross (auch mal Trainer in Stuttgart) und Markus Babbel (zuletzt Hoffenheim) sind in der Verlosung.

Weit weniger realistisch ist eine Verpflichtung der gehandelten Magath und Schaaf. Allein aus finanziellen Gründen scheidet Magath, der bei der Heimklatsche gegen den HSV auf der Tribüne saß, wohl aus. Auch, wenn Magath schon einmal Trainer der Franken war.

Wichtig ist vor allem eines: der neue Trainer muss nicht nur Ruhe bei den Franken reinbringen, sondern auch den Erfolg zurückbringen. Unter Wiesinger holten die Nürnberger im Schnitt nur 1,12 Punkte.

Die Verantwortlichen des Clubs dürften erst einmal froh sein, dass jetzt die Länderspielpause ist und man dadurch etwas Zeit gewinnt bei der Suche nach einem neuen Trainer. Bis der neue Übungsleiter gefunden ist, leitet Amateurcoach Roger Prinzen das Training.