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Stuttgart und Bremen gegen den Abstieg

Der 21. Spieltag der Bundesliga steht im Zeichen des Abstiegskampfs, zumindest für Stuttgart und Bremen. Der VfB steht um 15.30 Uhr ein Derby in Sinsheim bevor. Zur selben Zeit kämpft Bremen zu Hause gegen Gladbach.  

 Das Derby in Baden-Württemberg ist für beide Teams richtungsweisend. Hoffenheim hat nur noch fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, aber mit einem Sieg (1.95, bet365) die Chance sich den Platz 10 zu sichern. Das Hinspiel hat die TSG mit 6:2 verloren und hat daher noch eine offene Rechnung mit dem Nachbarn aus dem Schwabenland. Dieser hatte zuletzt fünf Niederlagen in Folge und befindet sich bereits im Abstiegskampf. In Sinsheim wollen die Schwaben die Wende. Die Statistik spricht für sie: Der VfB hat gegen 1899 nur eines der elf Bundesliga-Spiele verloren (dazu sechs Siegen, vier Unentschieden), gegen keinen anderen aktuellen Bundesligisten hat Stuttgart eine so gute Bilanz. Bei den Wettanbietern genießt der VfB dennoch keine Favoritenrolle (3.8 Tipico). Für eine Punkteteilung beträgt die Quote 3.6 (bet365). 

Auch Werder Bremen befindet sich mitten im Abstiegskampf und holte in der Rückrunde erst einen Punkt. Allerdings ist das Team für den aktuellen Gegner Mönchengladbach ein Angstgegner. In Bremen sind die Gladbacher seit 23 Spielen ohne Sieg (17 Niederlagen, sechs Remis). Für die Fohlen gab es in der Rückrunde noch keine Punkte. Gegen Bremen hofft der VfL auf den Befreiungsschlag (2.05 bet365). Das könnte gelingen, denn Werder hat seine zweitschwächste Bilanz nach 20 Spieltagen in der Bundesliga. Die Siegquote für Bremen liegt bei 3.7 (Tipico), für ein Unentschieden gibt es 3.5 (bet365).

Sonntag: Frankfurt als Punktelieferant?

Am Sonntag (17.30 Uhr) gastiert die Eintracht Frankfurt in der Allianz Arena. Das Team dürfte der nächste Punktelieferant für den FC Bayern werden, denn die Meisterschaft scheint für den Tabellenführer nur noch eine reine Formsache zu sein.

Die Statistik spricht jedenfalls Bände. Die Eintracht gewann am vergangenen Spieltag gegen Hertha und diese Saison noch nie zwei Bundesliga-Spiele in Folge. Seit 1989 gelang kein Sieg mehr bei einem Bundesliga-Tabellenführer. Die Bayern dagegen haben die letzten 17 Bundesliga-Heimspiele alle gewonnen und 2013/14 zuhause als einziges Team noch keinen Punkt abgegeben.

Da kann man dem Team von Armin Veh nur sehr viel Glück wünschen. Momentan rangiert es auf Platz 14 und ist nur zwei Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Dafür sorgt die Mannschaft für rekordverdächtige Quoten bei den Wettanbietern. Mit einer Quote von 17 (bet365) geht die Eintracht in die Partie. Selbst für ein Unentschieden liegt die Quote bei 10 (Tipico). Auf den Sieg der Bayern kann man mit 1,12 (Tipico) setzen.

Rekordverdächtig war beim Tabellen-Vorletzten, 1. FC Nürnberg, zuletzt nur die Negativserie. Erst nach 18. Spieltagen gelang den Süddeutschen am vergangenen Wochenende der erste 3-Punkte-Erfolg gegen Hoffenheim. Insgesamt kassierten die Nürnberger während der laufenden Saison nur sechs Niederlagen. Das sind genauso viele wie der aktuelle Gegner (So, 15.30 Uhr) aus Berlin. Doch dem stehen ganze elf Unentschieden gegenüber. Nun soll der zweite Sieg (4,3, Tipico) in Folge aus dem Tabellenkeller helfen.

Unrealistisch ist das nicht, denn Nürnberg ist gegen Hertha seit fünf Spielen ungeschlagen, sechs der letzten acht Spiele wurden sogar gewonnen. Doch der Siebtplatzierte, der seit Freitag seiner finanziellen Sorgen los ist, kämpft entschieden um die Qualifikation für dieEuropa League und wird sich sicher nicht leicht geschlagen geben. Die Quote für ein Unentschieden in der Partie liegt bei 3,6 (bet365), auf den Sieg der Hertha kann man mit 1,9 (Tipico) setzen.

Winter 2013: das Abstiegsgespenst geistert umher

Bereits jetzt wird es für vier Klubs im Tabellenkeller sehr eng. Die Lage in Frankfurt, Freiburg, Nürnberg und Braunschweig ist mehr als angespannt.

Brennpunkt Frankfurt

Im letzten Jahr erlebten die Hessen noch einen Höhenflug, qualifizierten sich für die Europa League. Jetzt stecken sie mitten im Abstiegskampf. Vorstandschef Heribert Bruchhagen, der bereits zwei Abstiege miterlebt hat, ist aufgrund der aktuellen Lage in großer Sorge. Die Frankfurter profitieren von der schwachen Konkurrenz. Sonst wäre die Situation noch brenzliger. Platz 15 – dank des besseren Torverhältnisses gegenüber den Freiburgern.

Nunmehr seit zehn Spielen wartet die Mannschaft von Trainer Armin Veh auf einen Sieg.

 

Brennpunkt Freiburg

Auch die Freiburger erlebten in der vergangenen Saison einen Höhenflug. Die starken Leistungen wurden am Ende mit Platz 5 belohnt. Heuer geht es gegen den Abstieg.

Erst zwei Siege konnten die Freiburger auf ihrem Konto verbuchen. Eine Trainerdiskussion gibt es dennoch nicht bei den Breisgauern. Trainer Streich genießt das volle Vertrauen.

Aber man darf auch nicht vergessen, dass die Freiburger nach der überragenden letzten Saison viele Leistungsträger wie Max Kruse, Daniel Caligiuri, Cedric Makiadi, Jan Rosenthal und Johannes Flum ziehen lassen mussten.

Die Neuverpflichtungen konnten bisher die Abgänge nicht kompensieren.

 

Brennpunkt Nürnberg

Anders als in Freiburg und Frankfurt haben die Nürnberger bereits auf den Fehlstart reagiert und mit Gertjan Verbeek einen neuen Trainer verpflichtet. Die sportliche Wende konnte der Niederländer allerdings auch noch nicht herbeiführen. Lediglich drei Punkte konnten die Franken unter Verbeek einfahren.

Dazu gab es in dieser Saison ungewohnt viel Unruhe im beschaulichen Nürnberg. Vorrübergehend wurde Timo Gebhardt suspendiert. Hanno Balitsch wurde zeitweise in die zweite Mannschaft abgezogen und ist er seit Kurzem wieder im Profi-Kader.

 

Brennpunkt Braunschweig

Für die Braunschweiger war von Anfang an klar, dass es nur gegen den Klassenerhalt geht. Trotzdem hatten sich auch die Niedersachen natürlich einen besseren Saisonstart gewünscht.

In den bislang 15 Spielen konnte Eintracht lediglich zwei Siege und zwei Unentschieden holen.

Dennoch hat der Trainer eine Jobgarantie und hat das Vertrauen der Verantwortlichen. Selbst bei Abstieg soll Torsten Lieberknecht weiterhin Trainer bleiben.

Die Schwäche der Braunschweiger ist offenkundig. 8 Treffer in 15 Spielen sind alles andere als bundesligareif.

 

 

 

 

 

 

Frankfurt: Eintracht ruft den Abstiegskampf aus

Eigentlich könnte die Tabellensituation der Frankfurter Eintracht ganz komfortabel sein. Doch regelmäßig verfallen die Jungs vom Riederwald kurz vor Schluss in den Tiefschlaf. Wie zuletzt beim 0:1 in Mainz. Nach der neuerlichen Enttäuschung rief Vorstandsboss Heribert Bruchhagen den Abstiegskampf aus ­– Trainer Veh gab seiner Truppe erst einmal frei.

Irgendwie hatte Eintracht-Boss Heribert Bruchhagen so eine Vorahnung als er am Sonntag beim Gastspiel in Mainz kurz vor Schluss die Tribüne verließ. Und leider behielt er Recht. Denn genauso wie beim 2:2 gegen den HSV, beim 1:1 in Freiburg, beim 1:1 gegen Nürnberg und ebenso beim 1:2 gegen Wolfsburg wurde die Eintracht auch diesmal kurz vor Schluss kalt erwischt. In der 88. Minute war es der Mainzer Choupo-Moting, der der Eintracht den Todesstoß verpasst. Bruchhagen war zu diesem Zeitpunkt bereits in den Katakomben und verfolgte das Geschehen total entgeistert vor den TV-Bildschirmen.

Zunächst ging Bruchhagen noch den zahlreichen Journalisten aus dem Weg, doch dann stellte er sich doch noch den bohrenden Fragen: „Wir befinden uns offenkundig in einer ganz schwierigen und prekären Situation“, so der Vorstandsboss, „sprich: im Abstiegskampf.“ Zwei Punkte trennen die Frankfurter zurzeit von den Abstiegsrängen. Zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison belegte man mit 23 Punkten noch Platz 3.

Davon sind die Hessen momentan meilenweit entfernt. Doch warum lassen die Jungs aus der Main Metropole regelmäßig in den letzten Minuten Punkte liegen? Während Bruno Hübner die Situation „einfach unerklärlich“ findet, ist für Veh das alles „dann auch kein Zufall mehr“.

Veh sieht die Ursachen für die Talfahrt in der Dreifachbelastung begründet: „Die Jungs haben jetzt seit drei Wochen keine Pause. Es ist nur logisch, dass uns da dann nach etwa 75 Minuten die Luft ausgeht und wir nicht mehr so dominant auftreten können.“

Aber es ist nicht nur die Kraft, wie Alex Meier zugibt, sondern vielmehr auch ein Mangel an Selbstvertrauen. Trotzdem hat der Trainer seiner Truppe nach dem Auslaufen erst einmal zwei Tage Pause verordnet, damit sie wieder „runterkommen“.

Jetzt gilt es Kräfte zu sammeln, denn nach der Länderspielpause stehen bis Weihnachten nur noch kräfteaufreibende englische Wochen an. Auf die Eintracht warten dann noch 28 Pflichtspiele.